Ich hab eine Diskussion von Studenten mitbekommen, worin von den größten Kostenfaktoren im Leben eines Studenten die Rede war. Und die Handyrechnung kam da als einer der ersten Posten. Darauf hin haben wir uns Gedanken gemacht, wie außer durch weniger telefonieren die Telefonrechnung geringer ausfallen könnte.
Recht schnell kam dann die Idee auf, durch Werbung aufs Handy Preisnachlässe bei den Handygebühren zu gewähren, und siehe da, bald wird es das geben. Wie ich hier lesen konnte, wird ab Mitte des Jahres eine Firma namens Blyk im Austausch gegen Freiminuten und Frei-SMS auf den Handybenutzer zugeschnittene Werbung versenden. Es gibt eine Vielzahl von Ideen und Ausprägungen hauptsächlich in den USA. Blyk wird wohl der erste sein, der in Europa mit einer Markteinführung in England startet. Die anvisierte Zielgruppe der 16-24 Jährigen soll dabei über ein Online-Formular persönliche Daten und Präferenzen angeben, um dann im Gegenzug mittels eigener SIM-Karte eine leider noch heraus zu bekommene Anzahl an Gesprächsminuten und Frei-SMS zu erhalten.
Jeder, der nicht jeden Cent umdrehen muss würde dies natürlich ablehnen. Kennen wir doch alle die Augenblick wo man sehnsüchtig auf eine SMS wartet oder sich nachts aus dem Bett quält um die eben empfangene SMS zu lesen. Zu dumm nur, wenn man genau in diesem Moment eine Spam-SMS bekommt. Und nichts anderes werden diese SMS im Anfangsstadium sein. Bei guter Personalisierung könnten Sonderangebote und Vergünstigungen der lokalen Unternehmen per SMS just dann mitgeteilt werden, wenn man sich auf Shopping-Tour begibt. Man könnte das jetzt noch etwas weiter spinnen und Werbespots für bestimmte Firmen abspielen, anstatt des Freizeichens das ein Anrufer hört. Werbebanner auf der Benutzeroberfläche des Benutzers sind schon eher vorstellbar, aber ich denke das ist alles noch Zukunftsmusik. Bis wirklich nutzbringende Werbeangebote mit Vergünstigungen der Handyrechnung zu erwarten gibt, wird sicher noch einige Zeit ins Land gehen. Aber Vermarkter, die sich auf mobile Vermarktung spezialisieren sollten langsam ihre Fühler ausstrecken. Den mit der Etablierung des „Handy-Browsens” und der damit verbundenen Topleveldomain „.mobi” könnten auch Werbelösungen entstehen, die mit Vergünstigungen beim Handyvertrag einher gehen könnten. Aber wie gesagt, das dürfte noch eine ganze Weile Zukunftsmusik sein.
Aber für Old-School-Handybenutzer, die noch nicht mit High-End-Geräten ausgestattet sind, für die das Handy noch nicht einen zentralen Lebensinhalt spielt, könnten auch die simplen Ansätze schon von Interesse sein. Und zu dieser Gruppe zähle ich sicherlich auch viele Studenten. Zwar gibt es schon recht günstige Angebote für einen Handyvertrag für Studenten, aber dennoch könnten auch hier kosten minimiert werden. Denn wenn das Handy nicht ständiger Begleiter ist, und man nur ab und an eine SMS schreibt, fällt eine oder mehrere Spam-SMS nicht weiter ins Gewicht. Sie wird überflogen und einfach gelöscht. Ich bin gespannt, wie diese neuartige Form der Werbung gerade bei Studenten ankommen wird.