4. February 2012

Türkisch für Anfänger

Nicht nur Studenten der Interkulturellen Kommunikation dürfen sich freuen: Die ARD gibt jetzt mit der zweiten Staffel „Türkisch für Anfänger” gewissermaßen einen Aufbaukurs. Zunächst war die Serie aufgrund schlechter Quoten eingestellt worden. Schade, fanden wir: Wo es doch endlich mal eine intelligente und gleichzeitig witzige Vorabendserie gab, die sich traute, ein zentrales Thema der deutschen Gesellschaft aufzugreifen: den Multikulturalismus. Beim zweiten Versuch, den Deutschen das Multikulti-Thema näher zu bringen, schiebt die ARD ab 29. März eine zweite Staffel mit 24 Folgen hinterher. Nicht jeder kann sich auf wissenschaftlicher Basis mit Interkulturalität beschäftigen. Die ARD-Serie „Türkisch für Anfänger” ist – wie wir meinen – durchaus in der Lage, die Sensibilität für kulturelle Unterschiede zu schärfen. Die „Welt-Online” schrieb in ihrem Blog , dass im Serienallerlei aller Sender ab und zu mal ein Highlight zu finden sei, dessen Qualität überrascht, und das sei bei der ARD mit Sicherheit ‚Türkisch für Anfänger’.” Das Zusammenleben von Türken und Deutschen – dieses Thema ist nicht erst seit der Diskussion um einen EU-Beitritt der Türkei bei uns auf der Tagesordnung. In der sozialen Realität beschäftigt uns die „Multikulti-Gesellschaft” seit den Sechzigern. Die Serie treibt es noch weiter: Eine deutsch-türkische Patchwork-Familie hat mit sämtlichen Klischees der einen oder anderen Seite zu kämpfen – und nimmt diese schon mal auf die Schippe. Gekonnt mischt die Drehbuchautorin der Drehbuchautor Bora Dagtekin – selbst Kind aus einer gemischten Familie – dem eigentlichen Konfliktstoff das richtige Maß an Ironie bei. Die türkische Tochter, die freiwillig Ramadan macht, der Bruder, ein halbstarker Macho, der seine Schwester in traditioneller Manier bewacht und dazu der türkische Vater, der seinen eigenen Kindern „viel zu Deutsch” vorkommt. „Re-Islamisierung der deutsch-türkischen Jugendlichen”, so könnte man hier analysieren. Analysen aber sind Montag bis Freitag um 18.50 aber weniger gefragt: Unterhaltend soll es sein. Und genau das das schafft „Türkisch für Anfänger” – mit Leichtigkeit und Witz!

Schöner Wohnen für Studenten

Dem Studenten werden ja immer recht spartanische Wohnverhältnisse zugesprochen, meist liegt dies an zwei Dingen, mangelndem Platz und mangelnden Geld. Dass man aber auch unter diesen Verhältnissen angenehm wohnen kann, versuchte nun der Wettbewerb „Studentisches Wohnen” herauszufinden. Bei dem Wettbewerb konnten 40 Studenten der Fachrichtung Architektur und Design aus Köln teilnehmen und an einem konkreten Projekt ihre Vorschläge einbringen. Der Aufgabenstellung nach sollten 44 Sutdenten in einem mehrstöckigen Gebäude untergebracht werden, und dort sowohl arbeiten als auch wohnen. Die Sieger stehen nun fest und freuen sich in doppelter Weise: Zum einen konnten sie das Preisgeld von 3000 Euro einsacken, zum anderen wird nun ihr Entwurf verwirklicht. Diesen Sommer geht es los, und in das das Projekt sollen insgesamt 1,6 Millionen Euro fließen. Wir sind gespannt wie das Haus dann am Ende aussehen wird.

via Kölner Wochenspiegel