17. May 2012

Neues Masterstudium für Kulturwissenschaftler

Auf E-Mailanfrage von Evi, ob wir nicht einen Tipp für  die Vorbereitung von Kulturwissenschaftlern auf das Berufsleben haben: voilà! Hier unser Tipp: Zum kommenden Wintersemester 2008/2009 können Kulturwissenschaftler einen neuen Masterstudiengang für Kulturwissenschaftler an der Universität Flensburg belegen. Der Masterstudiengang nennt sich „Kultur/Sprache/Medien” und findet in Kooperation mit der dänischen Universität Sonderburg statt. Inhalte sind Sprache und Kultur  Großbritanniens und Nordamerikas, sowie kulturelle und sprachliche Aspekte Deutschlands und Skandinaviens. Wie die meisten Masterstudiengänge ist der Studiengang „Kultur-Sprache-Medien” auf 4 Semester ausgelegt.
Interessenten müssen sich beeilen, denn man kann sich nur noch bis Ende September bewerben.

Der Studiengang wird zusammen mit der Universität im dänischen Sonderburg angeboten, teilt die Hochschule mit. Studenten befassen sich mit der Kultur und Sprache Nordamerikas, Großbritanniens, Skandinaviens und Deutschlands. Voraussetzung ist ein Bachelorabschluss in Kulturwissenschaften oder einem ähnlichen Fach. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 30. September.

Weitere Informationen findet Ihr hier

E-Learning 2.0

Goslar kennt sich sowohl mit historischen als auch mit futuristischen Entwicklungen aus. Als erste Volkshochschule in Deutschland bietet die alte Kaiserstadt Volkshochschulkurse in der virtuellen Welt Second Life an. Da wird dann zum Beispiel in einem online Segelkurs die richtige Interpretation von Lichtern in der Schifffahrt geprobt, oder aber alte ägyptische Pyramiden besichtigt.

Doch nicht nur für Volksschulen scheint E-Learning 2.0  Sinn zu machen. In Second Life tummeln sich mittlerweile einige hundert Universitäten und Hochschulen. Lassen sich doch  über den Cyberspace Dozenten viel leichter einfliegen als in der Realität und  wer ein Referat hält kann ganz einfach Präsentationen und die dafür benötigten Medien importieren. Doch auch Projektarbeit ist einfacher handzuhaben. An der Uni Hamburg entwickeln Studenten zum Beispiel gemeinsam eine voll funktionsfähige cyberspace Flaschen-Abfüllanlage.

Bis man jedoch nach der Arbeit in der virtuellen Welt gemeinsames ein reales Bierchen trinken wird wohl noch eine Weile dauern.

via PC-Welt

Steuer auf den Zweitwohnsitz

Wer kennt es nicht, man wohnt wegen des Studiums in einer anderen Stadt, hat seinen Erstwohnsitz aber immer noch bei den Eltern gemeldet. Nun sollen jedoch auch Studenten generell für den Zweitwohnsitz zur Kasse gebeten werden und müssen künftig eine Steuer für diesen entrichten. Zwar ist es immer noch Sache der Länder und Gemeinden, wie dieser Beschluss ausgelegt werden kann, doch wie bei den meisten Steuern ist so davon auszugehen, dass man bald zahlen darf. In einigen Studentenstädten ist diese Steuer zwar schon Gang und Gäbe, doch durch eine verlorene Klage, die Studenten in Rostock und Wuppertal gegen die Steuer anstrebten, kann man davon ausgehen, dass eine Generalisierung dieser Steuer unvermeidbar ist. Die Südwestumschau definiert diese Steuer „als sanften Druck” die Studis dazu bewegen soll ihren Studienort auch zum Erstwohnsitz zu machen, da den Städten und Gemeinden ansonsten einiges an Geld durch die Lappen geht. Den einzigen Lichtblick bieten Städte wie Heidelberg, Ulm oder Karlsruhe, die die Einführung der Steuer verworfen haben, da der Verwaltungsaufwand zu groß wäre. Diese Städte wollen die neu zugezogenen Studis auf eine subtilere Art und Weise dazu bringen ihren Erstwohnsitz dort anzumelden, nämlich durch Willkommens-Pakete, die Vergünstigungen und Dergleichen enthalten.

BAföG Erhöhung

Wie auf heute.de zu lesen ist, dürfen sich BAföG Empfänger über eine Erhöhung ihres Beihilfe-Satzes um 10% freuen, was im Klartext bedeutet, dass sich der maximale Satz für bei den Eltern wohnenden Studenten auf knapp 480 Euro und der Zuschuss für Studis mit eigener Wohnung auf ca. 640 erhöht hat. Auch die Freibetrags-Höchstgrenze des Nebenverdienstes hat sich von vormals 350 Euro auf 400 erhöht und nicht zu vergessen ist auch die Erhöhung des Elternfreibetrages, was im Klartext bedeutet, dass voraussichtlich mehr Studis ein Anrecht auf BAföG haben. Um heraus zu bekommen, ob auch ihr nach diesen Neuerungen für einen BAföG Zuschuss in Frage kommt, ist es am Besten sich an euer örtliches Studentenwerk zu wenden, die in der Regel für BAföG Anträge zuständig sind. Beim BaföG (kurz für Bundesausbildungsförderung) handelt es sich quasi um einen Zuschuss vom Bund, welcher von Schülern und Studenten, die die Voraussetzungen erfüllen in Anspruch genommen werden kann. Hierbei ist zu beachten, dass Schüler diesen Zuschuss gar nicht zurück zahlen müssen, während Studenten die Hälfte des gesamten Zuschusses zurück zahlen müssen. Dies jedoch ohne Zinsen und erst nachdem ein Job gefunden wurde. Zudem können die Raten sehr niedrig vereinbart werden.

Pack Dein Studium am besten in Sachsen

So hört sich der Slogan einer Imagekampagne des Bundeslands Sachsen an, mit der der Freistaat für seine Universitäten und Hochschulen zukünftig werben wird. Startschuss des Gemeinschaftsprojekts von Wissenschaftsministerium und  sächsischen Hochschulen war bereits letzten Dienstag.
Als Grund für „Flucht nach vorne” kann wohl ein allgemeiner Rückgang der Abiturienten in dem neuen Bundesland gesehen werden und die damit verbundene Halbierung potentieller sächsischer Studienkandidaten. Da in anderen Bundesländern die Zahl der Abiturienten weiter ansteigt, soll die Lücke mit zugezogenen Studenten gefüllt werden.

Bisher kamen über 90% der Studenten in Sachsen auch tatsächlich von dort. Einer Untersuchung zur Folge ließen sich viele potentielle Studenten vom sächsischen Dialekt oder
Rechtsradikalismus abschrecken. Dies gilt es nun mit der neuen Imagekampagne zu ändern. Sachsen möchte das Bild eines entwicklungsstarken Bundeslands vermitteln und brauch sich absolut hinter niemandem verstecken:
In Sachsen gibt es keine Studiengebühren, die Mieten sind niedriger als in vielen anderen Bundesländern. Die Universitäten sind auf einem neuen technischen Stand, modern ausgestattet und es gibt ausreichend Professoren.

Europeana eröffnet noch diesen Herbst

Die europäische digitale Bibliothek Europeana soll noch diesen November ihre digitalen Pforten öffnen. Zumindest wird es so auf der Homepage des europäischen Vorzeigeobjekts in spe angekündigt.
Die Idee hinter der Europeana ist ganz einfach: Was mit Europäischer Union & Öffnung der Grenzen etc offline schon erreicht wurde, soll nun online abgebildet werden. Kulturelle Vielfalt mit wenigen Mausklicks direkt auf den heimischen PC. Die digitale Bibliothek soll den Menschen via Internet den Zugriff auf Kunstwerke ausländischer Museen erlauben, ihnen den Zugang zu Archiven erleichtern oder das Stöbern in Bibliotheken ermöglichen.

So schön sich das anhört, bis zur vollständigen Nutzung sind es wohl noch einige Jahre hin. Momentan sind vorsichtig geschätzt erst 1% von über 2,5 Milliarden Medien in digital verwendbar, es sollen aber in den nächsten beiden Jahren 120 Millionen Euro für den Ausbau der Maßnahmen bereit gestellt werden.
Für Studenten lässt das auf rosige Zeiten hoffen. Auf einmal scheinen die verstaubten Überbleibsel der vordigitalen Zeit, wie etwa die Fernleihe, aus der Mode zu kommen. Vorbei also die Zeiten von Mahngebühren, durchgepaukten Wochenenden, oder Bandscheibenvorfällen, weil man auf dem Heimweg unter der Last von ausgeliehenen Büchern zusammen gebrochen ist. In Zukunft werden einem per Fernleihe bezogene Bücher wohl einfach und bequem auf den Bildschirm geliefert. Schade, dass ich das vermutlich bis zum Ende meines Studiums nicht mehr in vollem Umfang nutzen kann…

Studententische Hilfskraft

Man könnte die Überschrift allerdings auch anders nennen: nur wo Student drauf steht ist auch Student drin. In Erfurt hatte ein mitterlweile 43 jähriger HIWI gegen seine Entlassung als studentische Hilfskraft geklagt und vor dem Bundesarbeitsgericht verloren.
Er hatte sich ohne das Studium zu beenden exmatrikuliert und wurde darauf hin von seinem Arbeitgeber entlassen. Der Ex-Hiwi zog darauf hin vor Gericht, wo ihm jedoch jegliche richterliche Zustimmung mit folgender Begründung entsagt wurde: Studenten sollen mit einer Tätigkeit als Hilfskraft erste wissenschaftliche Erfahrung an praktischen Beispielen sammeln, weswegen es „berechtigtes Interesse” gebe, auch nur solche als studentische Hilfskraft einzustellen.
Aber mal ehrlich: was bewegt einen 43 jährigen als studentische  Hilfskraft arbeiten zu wollen? „Studium” bedeutet „nach etwas streben” im Regelfall strebt man einen Abschluss an und such sich einen Job. Gut, das ist heutzutage nicht mehr ganz so einfach, aber ich kann mir jetzt nicht vorstellen, dass man als studentische Hilfskraft soviel verdient, dass sich das lohnt…Wem wissenschaftliches Arbeiten Spass macht, kann doch ein Aufbaustudium absolvieren, promovieren und eine Professur anstreben. Lustig wäre es gewesen, wenn Deutschlands ältester Hiwi in Paderborn am BWL-Lehrstuhl gearbeitet hätte. Dort hätte er fast der Vater seines Chefs sein können. Denn in Paderborn  lehrt Georg Schneider, der mit 27 Jahren Deutschlands jüngster Professor wurde.

Auslandsstudium beliebt wie nie

Laut dem statistischen Bundesamt ist die Anzahl der Studenten die ein Auslandsstudium absolvieren in den letzten 10 Jahren kontinuierlich angestiegen. Während vor 12 Jahren nur 2,6% aller Studenten ein Auslandsstudium in Erwägung zogen, sind es heute doppelt so viele, nämlich über 80 000.
Doch die beliebtesten Studienländer scheinen nicht mit den Urlaubswünschen der Deutschen zu korrelieren: Denn nicht Spanien, Italien oder die Türkei liegen hier auf den Plätzen der beliebtesten Länder sondern die Niederlande, gefolgt von Großbritannien und Österreich.
Doch es zieht nicht nur die Deutschen ins Ausland, auch ausländische Studenten kommen immer gerner zum Studieren nach Deutschland. Auch hier hat sich die Anzahl in den letzten 10 Jahren fast verdoppelt.

TV Total voll

Gestern Abend bei Stefan Raab hat ein Vertreter unserer Zunft uns nicht gerade gut da stehen lassen. Oder grad doch? Studenten gelten im Allgemeinen als sehr trinkfest und trinkfreudig. Vermutlich genau deswegen hat Stefan Raab in seiner Show einen Studenten ausgesucht, der die These Günther Becksteins verifizieren sollte.

Nun dem laut eigenen Aussagen mäßig im Trinken geübten Studenten blieben 35 Minuten für 2 Maß Bier. Ist schon ne Ansage, aber da vermutlich eh nur Kölsch drin war, hätte dies doch eine machbare Aufgabe darstellen sollen. Hat es aber nicht, denn der Student hat kurzerhand neben sich auf die Studioboden gekotzt.

Gut jeder hat mal nen schlechten Tag, aber dass es dann gerade gleich vor Millionenpublikum in die Hose gehen muss? Peinlich Peinlich. Trotzdem bin ich mir sicher, dass der Student kein würdiger Vertreter der Studentenzunft war. Mitten im Semester, in Feier-Höchstform ließe sich sicherlich der eine oder andere Student finden, der 2 Maß in 35 Minuten packt und u.U. noch Autofahren könnte. Obwohl „können”  und „dürfen” wieder zwei paar Stiefel sind. Aber das ist eine andere Geschichte.

Wen einer unserer studentischen Leser dieses Experiment erfolgreich geschafft hat, sollte er vielleicht mal einen Blick auf unser Gesundheitsspecial werfen. Die Parkklinik Heiligenfeld kann ihm sicher helfen ;-)

Studentendarlehen

Wer kein Bafög bekommt, es jedoch finanziell ohne Zuschuss nicht schafft, hat die Möglichkeit diverse Studentendarlehen aufzunehmen. So bieten z.B. die Deutsche Bank oder die Citibank Studentenkredite an, die sich durch vergünstigte Zinsen und einen kulanten Rückzahlungszeitraum auszeichnen, man kann aber auch direkt beim Bund den so genannten Bildungskredit beantragen, der unter noch günstigeren Konditionen läuft und mit welchem man bis zu 7200,00 Euro pro Semester zur Verfügung gestellt bekommt. Die Mittel für den Bildungskredit sind allerdings begrenzt und so ist es nicht sicher, dass jeder Student der sich für ein Darlehen bewirbt diesem auch wirklich bewilligt bekommt. Zudem wird bei jedem Antragsteller genauestens geprüft, ob ein Anspruch auf den Kredit der Bundesregierung besteht. So muss sich ein Student bereits in einem fortgeschrittenen Stadium des Studiums befinden, was im Klartext eine erfolgreich bestandene Zwischenprüfung bedeutet, aber auch einen konsekutiven Studiengang oder ein Aufbaustudium für die Vergabe des Darlehens für Studenten mit einschließt. Noch eine weitere Einschränkung ist mit einem maximalen Alter von 36 Jahren festgelegt und desweiteren wird insgesamt nur bis zum einschließlich 12. Semester gefördert. Interessanterweise kann dieser Kredit nicht nur von Deutschen, aber auch von Ausländern mit ständigem Wohnsitz in Deutschland, anerkannte Flüchtlingen etc. beantragt werden. Mehr Informationen zum Thema Bildungskredit und Darlehen für Studenten gibt es auf dem Server des deutschen Bundesverwaltungsamtes http://www.bva.bund.de sowie auf http://www.wissen.de. Bei Interesse an einem Studentendarlehen, ist es ratsam die Angebote der verschiedenen Banken für den individuellen Fall zu vergleichen.