Zwar hört man Universitäten im ganzen Lande über die Zusatzbelastung des größer werdenden Studentenstrom stöhnen und einige Hochschulen sind an der Obergrenze ihrer Kapazitäten oder haben diese schon überschritten, doch ist Deutschland im Ländervergleich ein Land mit Studienmuffeln. In diesem Sinne studieren hier zu Lande, ähnlich wie in Mexiko oder der Türkei nur 35 Prozent der Abi Abgänger, sprich jeder Dritte und von diesen 35 Prozent stehen auch nur 21 Prozent ihr Studium durch und erlangen den begehrten Hochschulabschluss. Blickt man im Vergleich dazu auf Länder wie z.B. Island, Australien oder Polen, wo um die 80 Prozent der Abgänger sich für ein Studium entscheiden und diese Länder somit an der Spitze der Studienwilligkeit stehen, könnte man diesen Eindruck tatsächlich bekommen und dabei wird in Deutschland doch immer auf die zu hohe Zahl von Theoretikern geschimpft. Verantwortlich für diese Unwilligkeit könnte jedoch durchaus die oben erwähnte Kapazitätsfrage der Hochschulen und die damit verbundenen Beschränkungen sein. So gab es früher nur den guten alten Numerus Clausus, der unweigerlich zu einer Bewerbung über dir ZVS führte. Heutzutage haben die Hochschulen durch Bologna einen wesentlich größeren und autonomeren Spielraum, der interne Auswahlverfahren etc. Ermöglicht, die sich oftmals lange hin ziehen und nur einen kleinen Kreis der Bewerberflut zulassen. So stellt sich doch die Frage, wie Deutschland ohne eine Modernisierung der Hochschullandschaft, denn weiterhin auf dem internationalen Hochschulparkett mithalten soll?
Betablocker gegen Prüfungsangst?
Forscher in den USA sowie Deutschland haben eine alarmierende Tendenz im Kreise Studierender festgestellt. So berichtet welt.de, dass mittlerweile 17 Prozent der amerikanischen Studenten häufiger zu Ritalin greifen, einem Mittel welches ADHS-Patienten zur Beruhigung dient, bei Nicht-ADHS-Betroffenen jedoch den genau gegenteiligen Effekt hat und aufputschend wirkt. In Deutschland hingegen geben Medizinstudenten in Blogs Auskunft über ungefährliche Betablocker Dosierungen, was hierzulande als Pille gegen Prüfungsangst mehr und mehr gehandelt wird. Betablocker sind eigentlich Medikamente für Patienten mit Herzerkrankungen, die den Herzschlag verlangsamen und so „beruhigend“ wirken. Doch leider werden die Nebenwirkungen solcher Medikamente gerne übersehen, denn auch wenn die netten Medizin-Studis generelle Infos über Dosierungen herausgeben können, ist doch jeder Organismus anders und so, muss eine Betablocker Dosierung gut mit dem Hausarzt abgestimmt werden. Bei falscher Anwendung kann das Herz nämlich zu langsam schlagen, was zu einem Kollaps führen kann. Nun stellt sich die Frage, warum es immer häufiger zum Pillenmissbrauch unter Studis kommt. Hängt es vielleicht mit dem immer größeren Leistungsdruck zusammen, unter welchem Studis in den USA schon seit Jahren leiden und welcher in Deutschland auch, durch die Änderung des Hochschulsystems immer mehr zu nimmt? Oder war es schon immer so und die „Drogen“ haben sich einfach geändert? Eine Frage, die durchaus einer Studie würdig ist.
Stipendium fürs Studium in Australien oder Neuseeland
Wer Lust auf ein Auslandssemester Down Under, dem Alternativziel zu den USA hat, kann sich über das Ranke-Heinemann Institut für ein Stipendium bewerben. Dieses Institut, ist die Vertretung des australischen Hochschulverbundes IDP Education Australia und den neusseländischen Unis in Deutschland und Österreich. Das Ranke-Heinemann Institut besteht seit 30 Jahren und ist seitdem die beste Anlaufstelle für alles rund ums Studium in Australien oder Neuseeland. Aus diesem Grunde vergibt es auch jedes Jahr zahlreiche Stipendien über das Student Mobility Scholarship Programm, was beidseitig funktioniert, ergo einerseits australische Studenten fördert, die im Ausland studieren wollen sowie deutsche oder besser gesagt internationale Studenten fördert welche an einem Studium im Land der Kiwis oder dem des Känguruhs interessiert sind. Pro Hochschule können maximal 5 Stipendien mit einem insgesamten Wert von AUD 25.000 $ vergeben werden. Desweiteren gibt es zwei Förderungsmöglichkeiten, zum Einen die IDP Postgraduate Research Scholarships, welche für Forschungsaufhalte gedacht sind, maximal 2 Jahre laufen und mit AUD 25.000 $ dotiert sind. Zum Anderen gibt es die IDP Study in Australia Scholarships, die einen einmaligen Zuschuss von AUD 5.000 $ zu Lebenshaltungskosten und Flug umfassen. Dieser Betrag wird zwar bei Weitem nicht die Gesamtkosten eines Auslandstudiums in Australien abdecken, er kann aber durchaus eine beachtliche Erleichterung schaffen. Falls es nicht mit Australien klappt, kann man es auch mit einem Auslandspraktikum in Neuseeland versuchen. Für weitere Informationen lohnt sich der Besuch der Institutswebsite ranke-heinemann.de.
Unternehmungsberatung á la Student
Unter der Anleitung eines Professors haben an der Fachhochschule Köln Studis des Fachbereiches Wirtschaft die Unternehmensberatung Cologne International Business Consulting oder auch CIBCO e.V. gegründet. Die Beratung bietet Dienste wie die Identifikation neuer Märkte, Risikoanalyse sowie die Erstellung internationaler Markteintrittsanalysen oder Marketingkonzepte an und alle Aufträge werden von den Studenten bearbeitet. Es gibt zwar einen Beirat aus Fachkräften, der Beistand leisten könnte, diese ist aber nur für den Notfall oder zur Absicherung gedacht. Für Unternehmen bietet sich hier eine attraktive Alternative zu normalen Unternehmensberatungen, da die Dienste der Studenten kostengünstiger sind. Zudem können die Unternehmen mit der Anwendung von modernsten und neuesten Theorien und Errungenschaften rechnen, da die Studenten quasi noch die Schulbank drücken und so auf dem neuesten Stand der Dinge sind. Für Studenten ist dies eine wunderbare Möglichkeit praktische Erfahrung im Studium zu sammeln, etwas was leider immer noch eher selten ist und auch nicht durch kompakte Praktika oder Werkssemester aufgewogen werden kann. Neben der Erprobung ihres theoretischen Wissens übernehmen die Studis auch noch die Verantwortung, die mit einem „echten“ Job verbunden sind und sehen an der verdienten Provision am Ende, ob sich ihre Mühen gelohnt haben. Dieses Konzept ist meiner Meinung nach wirklich zukunftsweisend, da so den „Theoretikern“ ohne irgendwelche Erfahrung vorgebeugt werden kann und auch Studenten so vorab erleben können, was es bedeutet im Berufsleben zu stehen und so vielleicht utopischen Erwartungen vorgebeugt wird.
Auslandsemester auf Hawaii
Morgens von warmen Sonnenstrahlen geweckt zu werden und vielleicht vor der Uni noch eine Runde im pazifischen Ozean zu drehen, um danach bei Starbucks seinen morgendlichen Kaffee zu schlabbern, wer würde da schon Nein sagen? Diese wunderbaren Möglichkeiten bietet Hawaii, der 50. Staat der USA und so wirbt die Hawaii Pacific University in einem Werbespot mit Lernen am Strand in Verbindung mit einem Surfboard, falls doch die perfekte Welle auftauchen sollte. Doch nicht nur die angenehmen Seiten treten bei einem Auslandssemester in Hawaii hervor, auch die Qualität der Universitäten kann sich sehen lassen und so ist ein vielfältiges Angebot und qualitativ hochwertige Studiengänge an den Unis Hawaiis vorzufinden. So kann man entweder die University of Hawaii besuchen, was für das gesamte öffentliche Hochschulsystem Hawaiis steht und von welchem der Manoa Campus in Honolulu, der Campus von West Oahu und der in Hilo auf Big Island für Auslandsstudenten in Frage kommen, oder die Hawaii Pacific University mit einem Campus in Honolulu und einem auf der Windward Side Oahus besuchen. Allerdings sind die Studiengebühren, wie an den meisten amerikanischen Unis sehr hoch und so bezahlt man an der ca. 27.000 $ für das akademische Jahr, sprich die Hälfte für ein Semester, wobei man am Campus von West Oahu nach belegten Credit-Kursen bezahlt und dieser somit eine günstigere Alternative darstellen kann. Wer sich diese Gebühren jedoch leisten kann, für den ist es wirklich eine Überlegung wert sein Auslandssemester in Hawaii zu verbringen und Amerika auf eine etwas alterantivere Weise zu entdecken. Wessen Interesse jetzt geweckt wurde, kann sich mehr Informationen auf www.hawaii.edu oder www.hpu.edu zwecks Auslandssemester holen.
Studienkredite der KFW: ein Auf und Ab
Die KfW machte in letzter Zeit nicht nur durch ihre fahrlässige Überweisung von 350 Millionen Euro an eine kurz vor dem Ruin stehende US-Bank Lehman Brothers Schlagzeilen. Auch die Studentenkredite der Förderbank Kreditanstalt für Wiederaufbau stehen zur Zeit auf wackeligen Beinen. Wer einen solchen Kredit abgeschlossen hat, dem flattern zur Zeit überproportional viele Briefe ins Haus, da sich fast wochenweise die Zinsen des Studentenkredits ändern. Mal hat es mit politischen Einflussfaktoren zu tun, mal ist es aus wirtschaftlichen Gründen. Fest steht jedoch, dass der Studentenkredit der KfW mit der Zeit immer teurer wurde.
Dies liegt jedoch nicht daran, dass die KfW etwa nicht wirtschaftlich arbeitet oder sonstige innerbetriebliche Probleme auf die Studenten abwälzt. Die KfW stützt ihr Kreditangebot auf ein variables Zins-Modell, das 2 Mal im Jahr neu festgelegt wird. Abhängig ist es vom eurpäoischen Referenzzinssatz, und der ist seit Beginn um mehr als 2 Prozent gestiegen.
Im Gegenzug dafür wird der Studentenkredit der KFW eigentlich jedem Student bewilligt und die Rückzahlungen können flexibel gestaltet werden. Dennoch gilt gerade in Zeiten der Finanzkrise: Lieber alle Angebote von Studienkrediten vergleichen, als das erst beste Kreditprogramm abzuschließen.
Wikinger Ahoi
Viele von uns haben uns schonmal gefragt, wie es damals war, als Deutschland noch als Barbarenland galt und von Nomadenstämmen heim gesucht und besiedelt wurde. Eine internationale Truppe Studenten der HafenCity Uni Hamburg nahmen sich dieses Themas an und schipperten mit einem technisch hochwertig ausgestatteten Kahn namens Level A einen Seitenarm der Ostsee hinauf, um dort ein Seesperrwerk der sagenumwobenen Wikingermetropole Haithabu mittels hochmoderner Technik unter Wasser auszumachen und zu untersuchen. Mit dieser Exkursion sollte den Studenten aus Tansania, Indonesien, Irland, Ägypten, Spanien, Dänemark und Deutschland die praktische Erfahrung der Seevermessung vesüßt werden, was nach den begeisterten Aussagen der Teilnehmer wohl auch sehr gut gelang. Von dem einst einen Kilometer langem Sperrwerk sind zwar nur noch hundert Meter übrig, doch auch diese sowie das dazugehörige Danewerk, welches im 8. Jahrthundert als Schutz des dänischen Königreiches diente, sollen zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt werden, ginge es nach Schleswig-Holstein. Neben den interessanten archäologischen Aspekten, dient die Übung mit den hochsensiblen Untersuchungsgeräten, die in der Lage sind Länge, Form etc. genauestens zu bestimmen dazu, die Studenten für ihren späteren Job darin zu schulen Gefahren für die Schifffahrt unter Wasser zu lokalisieren, denn obwohl 70 Prozent unseres Planeten mit Wasser bedeckt sind und wir den Wasserweg auch vorzugsweise als Transportweg benutzen, ist dieses Element nur wenig erforscht.
Keine GEZ für Internet-PC
Aufatmen bei Sparfüchsen. Wer als Student weder ein Radio noch einen Fernseher besitzt und seinen PC nicht zum Rundfunkempfang benutzt kann unter Umständen die viel gehassten GEZ-Gebühren umgehen.
Laut einem Gerichtsurteil des Verwaltungsgerichts Münster kann von multifunktionalen Geräten wie UMTS-Handy, Laptop, PC etc. nicht automatisch davon ausgegangen werden, dass diese Geräte auch zum Rundfunkempfang genutzt werden. Als Quelle gab das Gericht die ARD/ZDF-Online-Studie 2007 an wonach der Anteil derer, die mit einem multifunktionalen Gerät auch tatsächlich Radio hören verschwindend gering sei. Die eingesparte Summe ist nicht zu unterschätzen: so rechnet die GEZ alleine für einen internetfähigen PC wie in diesem Fall 16,56 Euro pro Abrechnungszeitraum ab. So summiert sich das ganze schnell auf mehrere hundert Euro während des Studiums. Wer noch mehr sparen möchte, wird sicherlich in unserem Sparspecial fündig.
Auslandsstudium in Österreich wir härter
Bis jetzt hatte man als angehender deutscher Student in Österreich noch das Paradies vor Augen: Während zum Beispiel in Bayern knallhart Nummerus clausus und Studiengebühren durchgezogen werden, heisst es in Österreich: Keine Zulassungsbeschränkung jenseits der Landesgrenzen. Doch dies ist neben Medizin nun auch für einen zweiten Studiengang vorbei: Da zum Beispiel bei der Einschreibung für Psychologie in Salzburg bereits 71% der Studenten Deutsche waren, wird dem Auslandsstudium nun ein Riegel vorgeschoben und auch hier die Medizienerquote eingeführt. Diese besagt, dass 75% der Erstsemester-Plätze für Österreicher reserviert sein sollen. Aber es gibt ja noch einige weitere nicht zulassungsbeschränkte Studiengänge bei unseren österreichischen Freunden. Wenn sich jetzt alle sparwütigen Deutschen auf andere Studiengänge stürzen bin ich gespannt, wann auch dort Verhältnisse wie bei uns herrschen. Is ja auch irgendwie verständlich.
Prominente Unterstützung für die Uni Hamburg
Die Universität Hamburg kann sich über prominente Unterstützung in Form eines „member of board” freuen. Dieses Board verkörpert 10 Persönlichkeiten aus Hamburg, die der Uni in der Funktion von Beratern tatkräftig zur Seite stehen sollen. Grund für diesen Support, ist das ehrgeizige Ziel Hamburgs, die Universität zu einer der Spitzenunis Europas zu gestalten, so die Präsidentin der Hamburger Universität. Öffentliche Mittel alleine würden da nicht ausreichen und durch die Prominenz wäre die Universität in der Lage neue Kontakte im Bereich der Wirtschaft und in der Finanzwelt zu knüpfen. Zudem sollen die Berater besonders in der Werbung tätig sein und neue Geldgeber an Land ziehen. Wer nun die Gesichter dieses durchlauchten „member of board” sind, da wären zum Einen der ehemalige SPD-Bürgermeister Henning Voscherau, Karl-Joachim Dreyer, Haspa-Aufsichtsratsvorsitzender und Vizepräsis der Handelskammer, Handwerkskammerpräsident Peter Becker, Helly Bruhn-Braas, Geschäftsführerin der Bruhn-Gruppe und Ehrenpräsidentin des Groß- und Außenhandelsverbands AGA, Claus-G. Budelmann (Bankhaus Berenberg), Günter Gorschenek, bis 2007 Direktor der Katholischen Akademie Hamburg, Johann C. Lindenberg (ehemals Unilever), der Ex-Stadtentwicklungssenator Willfried Maier (Grüne) und Jörg Tesch (Deloitte&Touche). Bleibt abzuwarten wie viel diese Persönlichkeiten bewirken können und vielleicht gehört die Uni Hamburg bald wirklich zur Elite Europas, was vielleicht Persönlichkeiten anderer großer Städte zu ähnlichem Handeln bewegt.