17. May 2012

Studentenrabatt im Namen der Kunst

Fast Jedem ist das Guggenheim Museum in New York City ein Begriff. Das 1939 von Solomon R. Guggenheim gegründete, Museum, jedoch erst 1959 eröffnete Gebäude das direkt am Central Park an der Upper East Side zu finden ist, besticht durch seine einzigartige Architektur und gehört auf jede Besichtigungstour des Big Apple. Nun hat man sogar die Möglichkeit in dieser Attraktion zu übernachten. Ab dem 25. Oktober diesen Jahres wird das Revolving Hotel Room des deutschen Künstlers Carsten Höller im Guggenheim ausgestellt, was zwar tagsüber zu einer Gruppenausstellung mit dem Namen «theanyspacewhatever» gehört, jedoch Nachts als Schlafzimmer genutzt und zu diesem Zweck bis zum 6. Januar gemietet werden kann. Warum Revolving Hotel Room? Das Zimmer liegt auf drei sich in verschieden im Zeitlupentempo drehenden Glasplatten und ist mit allen Schikanen, wie z.B. einem riesigen, kuscheligen Doppelbett mit passenden Teppich ausgestattet und Frühstück ist auch inklusive. Neben jeglicher fehlenden Privatsphäre, da das Hotelzimmer von Glaswänden umgeben ist und das Hotel auch Nachts eine Vielzahl von Sicherheitsleuten beherbergt, ist auch der Preis mit 799 US-Dollar pro Nacht nicht gerade ein Schnäppchen. Doch Studenten können sich freuen, denn der Studentenrabatt liegt bei 259 US-Dollar pro Nacht und macht das Zimmer somit für den Einen oder Anderen doch noch erschwinglich. Also, falls ihr bald mal nach New York kommt, die Kunst liebt und einmal Teil von dieser sein möchte, sollte ihr hier mal vorbei schauen.

Schüler entscheiden sich gegen Studium wegen Gebühren

Der dpa wurde ein bis jetzt unveröffentlichter Bericht des HIS (Hochschul- Informations-System) aus dem Jahre 2006 zu gespielt. Bereits aus diesem doch sehr früher Bericht betreffend dieses Themas, da zu dieser Zeit nur Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen Studiengebühren bereits eingeführt hatten, ging hervor, dass vielen Abiturienten das Studium wegen der Studiengebühren einfach zu teuer ist und sich so gegen ein solches entscheiden. In der Studie wurden insgesamt 5240 Abiturienten befragt und insgesamt kommt das HIS auf eine Summe von 18.000 Schulabgängern, die sich wegen des Geldes gegen das Studium entschieden. Nun ist unklar, ob das HIS diese Informationen absichtlich unter Verschluss gehalten, auch wenn seitens der HIS jegliche Vorwürfe dieser Art abgeschmettert werden und man behauptet, diese Studie bald in Verbindung mit einer anderen dieser Art veröffentlichen wollte. Sollte sich jedoch der hier fest gestellte Trend als wahr erweisen, wäre dies ein gefundenes Fressen für alle Gebührengegner, da es beweisen würde, dass die „Geldgier“ der Länder zum Teil Schuld an dem generellen Studienrückgang trägt, was zu einer erneuten Protest- und Klagewelle führen könnte. Insbesondere Abiturienten aus einkommensschwachen Familien sind nicht mehr in der Lage ein Studium in betracht zu ziehen, was die Spaltung Deutschlands in zwei Schichten zusätzlich unterstützt.

Geld-Zurück-Garantie nur Augenwischerei?

Der Innovationsminister NRWs Andreas Pinkwart hat Studenten dieses Bundeslandes eine Geld-Zurück-Garantie versprochen, sollten sich Studienbedingungen an einer der Hochschulen in NRW als schlecht erweisen. Sprich, jeder Student hat die Möglichkeit sich über Bedingungen und sei es nur das Mensaessen an seiner Uni zu beschweren, der Fall wird geprüft und am Ende sollte es dann die Studiengebühr zurück geben. 134 Studenten machten von dieser Garantie tatsächlich Gebrauch und beschwerten sich bei der Prüfungskommission, die neben einem externen Vorsitzenden zu gleichen Teilen aus Studenten und Hochschulmitarbeitern besteht, ihrer Hochschule und ganze 25 bekamen die Gebühr zurück erstattet. Doch an den Unis, an denen die meisten Beschwerden eingingen, nämlich Dortmund und Duisburg-Essen bekam keiner der Studis Recht, denn nach der Pressesprecherin der Uni Duisburg-Essen konnten alle Misstände beseitigt werden. Der Asta-Sprecher der selben Uni vertritt die Meinung, es sei für Studenten sowieso schwer schlechte Studienvoraussetzungen zu beweisen, auch wenn diese existieren. Eine Meinung, die ich teile, da der Hochschulverwaltungsapparat einfach am längeren Hebel sitzt. Ursprünglich wurde dieses Konzept ins Leben gerufen, damit die ewigen Debatten um die Studiengebühren nicht immer vor Gericht sondern intern geregelt werden können, was den Verdacht der Augenwischerei durchaus bestätigt, da es so im Endeffekt eine bequeme Lösung für NRWs Hochschulen ist, denn Studis können nichts wirklich beweisen und so sind die Unis klar im Vorteil, sie können jedoch auf diese Garantie im Sinne von Kooperation verweisen. Nun, da heißt es wohl abwarten und Tee trinken und schauen wie das mit den Beschwerden nach dem nächsten Semester abläuft, bevor ein endgültiges Urteil möglich ist.