4. February 2012

Potsdamer AStA streitet gegen Master-Regelung

An der Universität Potsdam müssen die Studenten einiger Fachrichtungen unverhältnismäßig hohe Hürden nehmen um den Master machen zu dürfen. Biochemiker und BWLer müssen demnach in ihrem Bachelor Abschluss mindestens die Note 2,5 erreicht haben um weiter studieren zu dürfen. Bei den Fächern Informatik und Geoinformatik schreibt die Zulassungsordnung vor, dass nur die besten zwei Drittel eines Jahrgangs weiter studieren dürfen.

Die Studenten halten diese enormen Hürden für Verfassungswidrig. Sebastian Schultz, Referent für Studienbedingungen im AStA: “Die Zugangsregeln sind ineffizient und ungerecht”. Man habe deswegen beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg einen Normenkontrollantrag eingereicht. Es soll geprüft werden, ob die Regelungen der Uni mit dem Artikel 12 des Grundgesetzes vereinbar sind, nach dem jedem Studenten die freie Wahl von Ausbildung und Beruf garantiert wird.

Der Kernpunkt des Streits, der sich nicht nur in Potsdam abspielt ist, dass für viele Berufe der Master-Abschluss klare Zugangsbedingung ist. Beispielsweise für Architekten oder Studierende des Faches Pharmazie. Wenn die Universitäten Studenten dieser Fächer vom Master aufgrund von Noten oder Quoten ausschließen liegt eine Verletzung des Artikel 12 GG vor. Dem Deutschen Hochschulverband ist dieser Konflikt bewusst und man unterstützt den Normenkontrollantrag der Potsdamer.

Dabei war genau das die Idee des Bologna-Prozesses. Das Studium sollte in zwei Schritte eingeteilt werden. Mit dem ersten Abschluss können die Studenten schon arbeiten und der zweite Abschluss dient der Vertiefung des Stoffes. Doch in der Praxis hat sich dieser Gedanke noch nicht ganz durchgesetzt. Es ist zwar von den Universitäten gewünscht dass nicht jeder Bachelor auch einen Master machen kann, doch sollten die Studenten nach bestimmten fachlichen Qualifikationen, wie Sprachkenntnissen, ausgewählt werden und nicht nach Quoten.

Job-Messe in Hannover

Vom 6. bist zum 7. Juni findet in Hannover wieder eine Job-Messe der Barlag Agentur statt. Unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Christian Wulf Präsentieren sich Firmen wie die DIS AG, eismann, Weatherford, die Nord LB und die LBS. Das Ziel der Messe ist es, regionale Arbeitgeber mit Absolventen und Young Professionals bekannt zu machen und den Studenten so bei der Jobsuche behilflich zu sein. Darüber hinaus werden aber auch ein Bewerbungsfoto-Service und ein Bewerbungsmappen-Check angeboten. Außerdem werden Diplomandenstellen, Trainee-Programme und Praktika vermittelt.

Der Eintritt ist frei. Standort der Messe ist die Mercedes Benz Niederlassung in der Podbielskistraße.

Saarländer Studenten verbessern den Schulunterricht

Seit dem vergangenen Wintersemester gibt es an der Universität des Saarlandes den Kurs „Service Learning”. Die Erziehungswissenschaftlerin Dr. Anja Friedrich, Dozentin am Lehrstuhl für Erziehungswissenschaft bringt ihre Studenten in den Schulunterricht. Dort werden die Lernmethoden und der Aufbau der Schulstunden beobachtet. Die Studenten erhalten auf diese Weise nicht nur einen unmittelbaren Einblick in den Schulalltag. Sie sind vielmehr angehalten das erlebte kritisch zu bewerten und auf Basis des erlernten, theoretischen Wissens aus der Uni, konkrete Vorschläge machen, wie der Unterricht zu verbessern ist.

An den Schulen fehlen vielerorts die Ressourcen um neue Lernmethoden in den Unterricht einzubauen oder spezielle Fördermaßnahmen anzubieten. So ist „Service Learning” ein Programm, was beiden Seiten hilft.

In den USA sind solche Austauschprogramme zwischen den Universitäten und den Schulen viel üblicher als in Deutschland und schon lange institutionalisiert.

Itunes U – Vorlesungen zum Download

Nicht nur in den USA, auch an einigen deutschen Universitäten ist das Angebot schon recht umfangreich. Audio- oder Videomitschnitte von Vorlesungen sind im Netz verfügbar und können so zur intensiven Klausurenvorbereitung hervorragend genutzt werden. Dank Notebooks oder I-Pods mit Bildschirm kann nun auch in der U-Bahn die „Einführung in die Ethnologie” in Wort und Bild wiederholt werden. Vorteilhaft ist das aber nicht nur für die Wiederholung des Lernstoffes im stillen Kämmerchen. An der Ludwig-Maximilians-Universität in München ist eines der Top-Videos der Film in dem eine Blutabnahme in Nahaufnahme gezeigt und erklärt wird. Thomas Brendel, Arzt und Medizindidaktiker, lobt das Video als praktischen Anschauungsunterricht, „weil man nicht mit 200 Studenten um einen Patienten stehen kann.”

Möglich wird diese neue Form der Lehre durch Software wie beispielsweise der „iTunes University” von Apple. In Deutschland nutzen die drei Unis RWTH Aachen, LMU München und das Hasso- Plattner-Institut (HPI) die „iTunes U”, wie das Programm abgekürzt heißt. Weltweit können die User kostenlos auf das Angebot zugreifen, egal ob Studenten oder nicht-Studenten. Einzige Vorraussetzung ist der Zugang zum iTunes Store, der in dem Musikprogramm iTunes integriert ist, welches kostenlos herunter geladen werden kann.

Kontakte Knüpfen in der Wüste

„Guanxi” bezeichnet in China das Netztwerk von persönlichen Beziehungen, die man sich im Laufe der Zeit aufbaut. Nahezu alle Entscheidungen, vor allem geschäftliche, sind von diesem Netzwerk beeinflusst. Die Beziehungen zwischen Geschäftspartnern gehen in Asien viel tiefer in die persönliche Ebene, als hier in Europa. Aus Freunden werden Geschäftspartner und umgekehrt.

Die iways Ltd. veranstaltet aus diesem Grund seit vier Jahren eine Wüstenralley durch die Wüste Gobi. Hier treten junge Teams aus MBA-Studenten in dem viertägigen Marsch mit kleinen Challenges gegeneinander an. Beim Wettkampf und in der gemeinsamen Freizeit sollen wertvolle Kontakte zwischen den Studenten geknüpft werden.

In diesem Jahr ist erstmalig ein deutsches Team zugelassen. Die GME GmbH hat eine Kooperation mit iways vereinbart, den Veranstalter bei der Rekrutierung eines deutschen Teams zu unterstützen. So sollen nachhaltige Geschäftsbeziehungen in den Asiatischen Raum vorbereitet werden.

Im Mai startet die 110 km lange Tour durch die Wüste. Wir wünschen allen Teilnehmern einen fairen Wettkampf und unterstützen die Idee den interkulturellen Austausch zu fördern.

Karl-Marx-Universität zu Trier?

An der Universität Trier ist ein absurder Streit entbrannt. Der AStA hat es sich zur Aufgabe gemacht die Universität in „Karl-Marx-Universität” umzubenennen. Befürworter gibt es unter der Studierendenschaft anscheinend so viele, dass es sich lohnt zahlreiche Merchandisingprodukte anzubieten wie T-Shirts, Jutebeutel, Kaffeetassen und Karl-Marx-Shirts.

Der Beschluss des ASta wurde in einer Sitzung des Studierendenparlaments gefasst und ist rechtlich völlig bedeutungslos, da nur das Bildungsministerium in Abstimmung mit der Hochschulleitung eine Namensänderung bewilligen könnte. Nichtsdestotrotz schreib die Studierendenvertretung den Namen des Philosophen auf Plakate und Briefköpfe. Das verärgert besonders die Hochschulgruppe der Jungen Union. In einem Brief an den AStA und an Uni-Präsident Peter Schwenkmezger heißt es aus der JU es sei “inakzeptabel, dass sowohl die Öffentlichkeit und schlimmstenfalls zukünftige Arbeitgeber annehmen müssen, an der Universität Trier werde eine menschenverachtende Diktatur glorifiziert”. Der AStA weißt diese Anschuldigungen in einem Gegenbrief zurück und würdigt Karl-Marx als den bedeutendsten Bürger der Stadt Trier. Das pdf-Dokument ist auf der Homepage des AStA zu finden.

Bewusst Ernähren im Studium

Die Zeitschrift UNICUM geht bei dem wichtigen Thema Ernährung einen ersten Schritt in die richtige Richtung. Mit dem Wettbewerb zur „Mensa des Jahres”, den die Zeitschrift seit 2001 ausrichtet, wird auf die Esskultur an den deutschen Universitäten aufmerksam gemacht. Denn die Art und Weise wie sich Studenten ernähren bietet immer wieder Stoff für Späße -und das nicht zu unrecht. Oft genug hört man den Satz: „Klar kann ich kochen! Tiefkühlpizza und Fertignudeln.” Auch die Gerichte die man auf dem Campus bekommt sind normalerweise nicht dafür bekannt besonders gesund, lecker oder nahrhaft zu sein. Dazu kommen stressige Prüfungsphasen in denen der Kaffeekonsum exponentiell zunimmt, von den häufigen Parties und dem Alkohol ganz zu schweigen. Der deutsche Student ist nicht gerade für seine gesunde Lebensweise bekannt. Karriereplanung, die nächste Prüfung und der Abgabetermin für die Hausarbeit sind immer erstmal wichtiger als eine gute Mahlzeit -völlig zu Unrecht.

Wer sich Vollwertig, gesund und im Idealfall noch biologisch und nachhaltig ernährt hat etliche Vorteile. Der erste wichtige Punkt ist natürlich die Gesundheit. Wer auf zuckerhaltige Nahrungsmittel oder Produkte mit Geschmacksverstärker verzichtet vermeidet eine Menge Kalorien und ist körperlich fitter. Vollwertige Nahrungsmittel, die womöglich noch aus biologischem Anbau stammen mögen wohl teurer sein als konventionelle Produkte, aber sie machen satt. So lässt sich der Appetit auf den Joghurt zwischendurch und den Schokoriegel-Snack, der im Laufe eines Uni-Tages oftmals anfällt leicht vermeiden. Nahrungsmittel aus biologischem Anbau sollten konsequenterweise aus der Region stammen. So werden die lokalen Bauern, und durch sie die ganze Region, unterstützt. Am gesündesten ist es, die Dinge zu essen, die auch gerade Saison haben -und zwar nicht in Guatemala oder Chile, sondern in Oberpfulshofen und Kleinkesselsbach. Sie können vom Körper am besten verwertet werden. Selbstgemachte Brotzeit bietet darüber hinaus deutlich mehr Abwechslung auf dem Studentischen Speiseplan als die immer gleichen Leberkäs-Semmeln in der Cafeteria.

Auch das Kochen an sich ist eine überaus wertvolle Sache. Durch die Zubereitung der eigenen Speise lassen sich erholsame Inseln im Alltag schaffen. Einen Prozess von Anfang bis Ende von Einkaufen bis Töpfe schrubben durchzuführen passiert in unserem studentischen Leben leider viel zu selten. Darüber hinaus ist es eine gute Übung planvoll zu handeln und die verschiedenen Arbeitsschritte aufeinander abzustimmen wenn man sich überlegen muss ob das Fleisch oder die Pilze länger brauchen um gar zu werden. Am Ende sollte das selbstgemachte Essen mit Genuss verzehrt werden. Am besten in Gesellschaft und nicht einsam vor dem Fernseher.

Zum Thema Gute Ernährung auf dem Campus steht die „Mensa des Jahres 2009” fest. In der ‘Mensa Regensburger Straße’ in Nürnberg wird fettarm und leicht gekocht und es gibt jeden Tag ein Salatbuffet mit über 50 Komponenten. Täglich können die Studenten aus drei Hauptgerichten wählen, von denen eines immer vegetarisch ist. Der Speiseplan wiederholt sich erst nach zwei Wochen. Die Zutaten kommen zu großen Teilen aus der Region und das Fleisch in der Regel aus Deutschland. Die Studenten danken es den Köchen unter der Leitung von Küchenchef Jürgen Pickel mit dem diesjährigen ersten Platz.

Erleichterung für Saarländer Studenten

Positive Nachrichten kommen aus dem Saarland. Dort erlässt die CDU-Landesregierung den Studenten, die einen Studentenkredit aufnehmen um die Semestergebühren zahlen zu können, die Zinsen. Diese Regelung gilt sogar rückwirkend. Man möchte mit dieser Maßnahme die Studierenden und ihre Familien entlasten und mehr Studenten an die Unis locken erklärt Ministerpräsident Peter Müller (CDU). Man richtet sich bereits jetzt auf einen Anstieg der Anträge ein.

Die Opposition bezeichnet die Übernahme der Zinsen durch das Land jedoch als „Wahlkampfmanöver” und „Trostpflästerchen”. Im Falle eines Wahlsieges am 30. August diesen Jahres verspricht die SPD eine Abschaffung der Studiengebühren.

500.000 E-Books von Google für Sony

Google schenkt Sony für seinen E-Book-Reader hunderttausende E-Books. Mit diesem neuen Angebot kann Sony zahlenmäßig fast mit Amazons Reader Kindle (600.000 E-Books) mithalten. Google hat ja seine Büchersuche bereits für Smartphones bereitgestellt und engagiert sich so weiter im E-Book-Markt.

Die Bücher können zur Verfügung gestellt werden, da das Copyright abgelaufen ist. Es sind also Texte aus der Zeit vor 1923. Die Werke liegen zwar bereits jetzt bei Google vor, werden aber nun in dem E-Book freundlicheren Epub-Format bereitgestellt. Die Dateien können aus dem Netz auf den heimischen PC geladen werden und vorn dort über eine spezielle Verwaltungssoftware auf den E-Book-Reader. Das Angebot von Amazon ist da etwas komfortabler weil drahtlos. Der große Vorteil der Geräte aus dem Hause Sony ist die gestochen scharfe Darstellung der Texte. Außerdem kommt das Gerät in einem schicken Ledereinband daher. Es wurde jedoch in den USA bereits ein neues Modell vorgestellt. Der PRS-700, ebenfalls aus dem Hause Sony läuft mit Gestensteuerung und LED-Beleuchtung.

Reisende sollen mit Flinc Geld sparen

Darmstädter Studenten haben eine Mitfahrzentrale fürs Handy entwickelt. Der neue Dienst „Flinc” kommuniziert mit den Navigationssystemen teilnehmender Autofahrer. Man gibt via Handy seinen Standort und das gewünschte Ziel an und die Anfrage erscheint bei den sich in der Nähe befindenden Teilnehmern. Wenn ein Autofahrer die Fahrt annimmt, leitet ihn das Navigationssystem automatisch zum Standpunkt des Teilnehmers, der die Anfrage gestellt hat. Bezahlt wird automatisch.

Die 8 Studenten im Alter von 23 bis 30 Jahren haben das Programm im Rahmen des Studiums an der Hochschule Darmstadt entwickelt. Der Studiengang Media System Design dauert acht Semester und ist bewusst darauf ausgelegt schon während des Studiums praxisbezogene Projekte durchzuführen um vor allem Schnittstellenkompetenzen zu erwerben. Offenbar hat die Hochschule mit ihrem Konzept großen Erfolg, wie man an Alexander Kuhn, Benjamin Kirschner, Christina Lemke, Daniel Haller, Daniel Koch, Kirsten Schwab, Michael Hübl und Michael Stamm sehen kann.