4. February 2012

Konjunkturpaket erfreut die Köche in Freiburg

Die Mensa der Dualen Hochschule in Lörrach ist für Studenten ansprechend gestaltet. Es gibt viel Platz zum Essen, tratschen und um sich zu treffen. Doch so angenehm die Situation für die Studierenden ist, so unangenehm ist sie für das Küchenpersonal. Es gibt viel zu wenig Platz um die Gerichte vorzubereiten. Das Essen wird daher momentan von einem Lieferanten geliefert und durch die Mensa nur bereit gestellt. Darunter leidet die Qualität der Speisen.

Das Konjunkturpaket der Bundesregierung soll nun Abhilfe schaffen. Etwa 1,3 Millionen Euro bekommt die Hochschule für den Umbau der Mensa. Birgit Simon, Verwaltungsdirektorin der Dualen Hochschule: “Es wird zusätzliche Räume geben, um das Essen vorzubereiten. Auch die Ausgabe-Situation soll verbessert werden.” Derzeit werden zwar nur etwa 50 Mahlzeiten pro Tag ausgegeben, aber man erhofft sich mit besserer Qualität auch mehr Studenten anlocken zu können.

US-Regierung schreibt ‘Solar Decathlon’-Wettbewerb aus

Der Wettbewerb Solar Decathlon wird bereits zum dritten mal von der Regierung der Vereinigten Staaten ausgeschrieben. Hochschulen und Universitäten können sich mir ihren Entwürfen für ein etwa 70qm großes Haus bewerben. Die Anforderung ist, dass das Haus nur mit Solarenergie betrieben wird. Man erhofft sich dadurch Potentiale des solaren Bauens aufzuzeigen, Beispiele für energieeffizientes Wohnen liefern und das Thema der breiten Öffentlichkeit näher zu bringen.

Der Wettbewerb ist darüber hinaus aber auch für die Studenten und die ganze Branche eine wichtige Möglichkeit sich international auszutauschen. Der Veranstalter, das US-Amerikanische Energieministerium hat dies auch klar in der Beschreibung formuliert.

Bereits vor einigen Wochen haben wir über das Passivhaus berichtet, welches von Darmstädter Studenten entworfen wurde. Die Gruppe um Prof. Dipl.-Ing. M. Sc. Econ. Manfred Hegger hat sich für den Wettbewerb angemeldet. Seit mehreren Jahren wird im Rahmen von Seminaren bereits an dem Haus gearbeitet. Etliche Preise hat die Gruppe schon gewonnen. Im Oktober stellt sich das Team in der National Mall in Washington, D.C. Der amerikanischen Jury.

Wir drücken die Daumen!

Lesben- und Schwulenverband Deutschland protestiert gegen Psychotherapeuten-Kongress

An der Universität Marburg ist ein Psychotherapeuten-Kongress geplant, bei dem offenbar auch Referenten auftreten sollen, die Homosexuelle zu Heterosexuellen „umerziehen” wollen. Der Protest des LSDV richtet sich gegen die beiden Seminare des Vereins Wüstenstrom und des Deutschen Instituts für Jugend und Gesellschaft.

Wüstenstrom setzt sich schon seit längerem mit Anschuldigungen auseinander. Es heißt man würde eine Beratung für Homosexuelle anbieten, die ganz klar darauf ausgelegt sei die Betroffenen „umzupolen”. Die Sprecher des Vereins bestehen allerdings darauf dass ihre Beratung „ergebnisoffen” sei.

Das Deutsche Institut für Jugend und Gesellschaft ist ein Studienzentrum der „ökumenischen Kommunität der Offensive Junger Christen”. Das Institut muss sich dem Vorwurf stellen mehr Schaden anzurichten als zu nützen. Auf dem Kongress soll das Thema „Identität” behandelt werden.

Vorstandsmitglied des Lesben- und Schwulenverband Deutschland Manfred Bruns: „Wir kritisieren, dass man ,Homo-Umpolern‘ eine Basis bietet, sich zu präsentieren.” Man befürchte, dass dubiosen und einseitigen Beratungspraktiken auf dem Kongress zu Unrecht Seriösität bescheinigt werde.

Die Stadt und die Universität Marburg sehen keinen Grund das Programm des Kongresses abzuändern. Die 120 Referenten würden das gesamte Spektrum der kirchlichen Diskussion abbilden.

Service für zukünftige Agrar-Studenten

Ein interessantes Angebot für all diejenigen unter euch, die sich für ein landwirtschaftliches Studium interessieren.

Neue Landwirtschaft ist ein Fachmagazin für Agrarmanager. Auf der neuen Internetseite der Zeitung gibt es nun auch eine übersichtliche Zusammenstellung aller Hochschulen und Fachhochschulen, die ein Agrar-Studium anbieten.

NL-Redakteurin Anke Serfling war bei jeder Einrichtung vor Ort und hat mit den Verantwortlichen gesprochen. So ist ein umfassendes und informatives Portrait der relevanten Hochschulen entstanden, bei dem auch die Besonderheiten, Anforderungen und die Athmosphäre auf dem Campus beschrieben werden.

Leider ist der Zugriff erst nach einer Anmeldung auf der Seite möglich.

private Studienanbieter

Steigende Studentenzahlen, überfüllte Vorlesungen und die Einführung der Studiengebühren an Universitäten und Fachhochschulen lässt immer mehr Schulabgänger darüber nachdenken, ihr Studium an einer der vielen privaten Bildungseinrichtungen zu beginnen. Denn in einer Zeit in der Bildung immer teurer wird und auch die Lebenshaltungskosten steigen, ist die Studienwahl immer öfter auch unter finanziellen Gesichtspunkten zu betrachten. Und da gibt es auch Alternativen zum klassischen Studium an einer Universität oder Fachhochschule.

Diese privaten Anbieter sind in der Regel mit einer Studiengebühr verbunden, welche Monats-, Quartals-, oder Semesterweise bezahlt werden müssen. Die Kosten dafür übersteigen meist die eines „herkömmlichen“ Studiums. Allerdings ist es bei vielen der privaten Studienanbietern möglich, das Studium in einer vergleichsweise kurzen Zeit zu vollenden. Auf diese Weise soll der Berufsstart, und damit das erste Gehalt, vorgezogen werden.

Anbieter solcher Studiengänge wie zum Beispiel das Euro Business College (EBC) in Dresden werben also damit, dass sie, aufgrund des früheren Einstiegs in den Beruf, unterm Strich auch finanziell eine Alternative darstellen. Im Idealfall ist somit allerdings lediglich die Studienauswahl ein Stückchen breiter gefächert, denn trotz der durchaus wichtigen finanziellen Überlegungen sollte die Qualität des potentiellen Studienganges für Studienstarter im Vordergrund stehen.

Menschliche Eigenschaften an der ESB

Nicht erst seit der Finanzkriese und der öffentlichen Kritik an der Finanzkrise, sondern bereits seit fünf Jahren wird an der ESB umgedacht. Christopher Jahns, der Rektor der privaten Hochschule, die vor allem Manager ausbildet, sagt: “Wir wollten mehr Wert auf menschliche Eigenschaften legen”. In der Praxis sieht das so aus, dass die Studenten im Seminar zum Beispiel über Unternehmensethik diskutieren. Ein fiktiver Fall wird besprochen, in dem Angestellte im mittleren Management Lebensmittel gepanscht haben. Es geht um Fragen wie: Wer trägt die Verantwortung und wie geht das Unternehmen mit der Schuld um? Darüber hinaus werden Anreize gesetzt, sich neben dem dreijährigen Bachelor-Studium auch sozial zu engagieren. Eine Gruppe Studenten hat beispielsweise geholfen die zerstörten Häuser in New Orleans nach dem Hurrikan Kathrina wieder aufzubauen, eine andere Gruppe organisiert ein Symposium.

Doch der Prozess, die Lerninhalte praxisnaher, nachhaltiger und verantwortlicher zu gestalten ist noch lange nicht abgeschlossen. Nach den beiden bereits bestehenden Philosophielehrstühlen für Wissenschaftstheorie und praktische Philosophie überlegt man bereits noch weitere ethische Lerninhalte in die Studiengänge einzubauen.

Einen Lehrstuhl für Wirtschafts- oder Unternehmensethik gibt es gerade mal an sechs deutschen Universitäten. Der Wissenschaftliche Direktor des Konstanz Instituts für Wertemanagement beklagt, dass das weit entfernt sei, vom internationalen Standard. “In Amerika wird das Fach an jeder Business School angeboten, an vielen Universitäten gibt es sogar zwei Lehrstühle – für Ethik und Corporate Social Responsibility (gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen).”

Der Direktor der ESB hat erkannt dass Führungspositionen nicht nur Fachwissen verlangen, sondern auch besondere Eigenschaften. Man könne sich nicht darauf verlassen dass jeder Manager ein Talent für Unternehmensethik und den nötigen Weitblick mitbringe und wolle diese Themen daher in den Lehrplan einbauen.

Uni Erlangen-Nürnberg errichtet Außenstelle in Südkorea

Der Rektor der Universität Erlangen-Nürnberg Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske hat in einer feierlichen Zeremonie mit dem Oberbürgermeister der Metropolregion Busan, Nam-sik Hur, und dem Direktor der Sonderwirtschaftszone Busan-Jinhae, Moon-hee Kim ein Forschungszentrum für Life Science Engineering und eine Graduiertenschule in Südkorea eröffnet.

Die zahlreichen bestehenden Kooperationen, zwischen der Uni erlangen und der Uni Dongseo sowie dem Land Südkorea wurden damit weiter ausgebaut. Möglich ist dies durch die Öffnung des südkoreanischen Bildungsmarktes im Rahmen der 2005 geschaffenen Sonderwirtschaftszonen.

Die Region Busan und das Wirtschaftsministerium werden in den nächsten fünf Jahren rund fünf Millionen Euro sowie kostenlose Räumlichkeiten zur Verfügung stellen. Mit 50 Studenten soll es zum Wintersemester los gehen. Die Abschlüsse (BA) haben die gleichen Ansprüche wie in Erlangen und sind somit direkt vergleichbar.

Südkorea möchte mit der Ansiedelung ausländischer Hochschuleinrichtungen die Abwanderung der eigenen Studenten ins Ausland, besonders in die USA, verhindern. In Deutschland erhofft man sich mit dem Forschungszentrum die Etablierung einer wichtigen Schnittstelle zwischen der hiesigen und der südkoreanischen Wirtschaft und Industrie.  Außerdem erhalten die eigenen Studenten so die Möglichkeit ein Auslandsstudium besser zu planen

Neuer Biochemie BA an der Uni Würzburg

Zum Wintersemester startet an der Universität Würzburg ein neuer Bachelor-Studiengang. BA Biochemie ist am Biozentrum der Uni angesiedelt und wird gemeinsam von den Fachbereichen Chemie/Pharmazie und Medizin geleitet. Das Studium soll insgesamt 10 Semester dauern. 6 Semester Bachelor und daraus aufbauend ein viersemestriges Masterstudium. Zu jedem Wintersemester sollen 24 Bewerber zugelassen werden.

Bewerben kann sich jeder, der eine Hochschulzugangsberechtigung (Abitur) erworben hat und bis zum 15. Juli seine Unterlagen einschickt.

Informationen: Prof. Utz Fischer, Telefon: 0931/31 84 029, E-Mail: utz.fischer@biozentrum.uni-wuerzburg.de.

Uni Passau richtet „PArcours” ein

In einem neuartigen Projekt testet die Universität Passau ihre Bewerber auf die Eignung fürs Lehramt. Erstsemestern soll damit eine Entscheidungshilfe gegeben werden.

Der Eignungstest „Parcours” dauert sieben Stunden und wird von 30 geschulten Beobachtern durchgeführt. 25 Studenten, ein Viertel der Erstsemester in Passau, unterziehen sich der freiwilligen Prozedur. In drei Gruppen werden die jungen Leute geprüft. Man sieht den Test an der Uni nicht als „Hürde” an, sondern auch als ein Personalentwicklungsinstrument und ein Stück Studienberatung, so Ernst Spatene der, Referent der Universitätsleitung. Die Lehrer sollen und müssen später im Beruf eigenverantwortlich arbeiten. Man wolle daher jetzt schon der Unselbstständigkeit und dem Anspruchsdenken der Studenten entgegen steuern, über das sich derzeit viele Dozenten beklagen. „Wenn wir nur einen ungeeigneten Kandidaten vom Lehrerstudium abhalten, danken uns die Kinder das 30 Jahre lang”, sagt Norbert Seibert, Lehrstuhlinhaber für Schulpädagogik und Initiator des Projekts.

Im Wintersemester werden 500 Einschreibungen erwartet, bis dahin soll der Eignungstest zur Pflicht werden. Uni-Präsident Prof. Dr. Walter Schweitzer betont dass man mit dem Test nicht die besten Studenten heraus filtern, sondern die Ungeeignetsten vom Studium abhalten wolle.

Uni Jena Vizeweltmeister bei BioNLP’09 Shared Task

Bei dem internationalen Software-Wettbewerb BioNLP’09 Shared Task geht es darum, wichtige Forschungsergebnisse aus biologischen Fachtexten so aus Dokumenten herauszuziehen, in eine Datenbank einzuspeisen und darzustellen, dass Wissenschaftler aus der ganzen Welt auf die Informationen zugreifen können.

Die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Udo Hahn von der Friedrich-Schiller-Universität Jena hat den zweiten Platz bei diesem internationalen Wettbewerb erreicht. Hahn erklärt: „Bislang scheitern Computer genau daran, womit Menschen beim Lesen solcher Texte keine Probleme haben. Für einen Rechner ist ein englischsprachiger Text eine sinnfreie Abfolge einzelner Buchstaben, für die es, anders als für Zahlen, keine im Rechner eingebaute Interpretationshilfe gibt. (…) Wir stellen Rechnern solche Hilfen bereit. Die Frage war bislang nur: Wie gut sind diese Hilfen?”.

Der Wettbewerb bestand daraus, nach eine langen Übungsphase an verschiedenen „Übungsdaten”, das eigene System innerhalb von sechs Wochen an die Anforderungen der Oranisatoren der Universität Tokyo anzupassen. Am Ende gab es einen, für alle 24 teilnehmenden Teams, identischen Wettbewerbstext.

Prof. Hahn: „Wir wollen letztlich dazu beitragen, dass das wissenschaftliche Know-how, das weltweit mit großem Aufwand an öffentlichen und privaten Forschungsgeldern geschaffen wird, nicht ungelesen in Zeitschriftenaufsätzen verstaubt, sondern aktiv zum Einsatz kommt – sei es in der Krebs- oder Altersforschung, der Arzneimittelentwicklung oder über öffentlich zugängliche Gesundheitsportale.”