Die Goethe-Universität Frankfurt wurde 2008 zur Stiftungsuniversität umgewandelt und tritt ab September 2009 mit einem neuen Programm auf dem Markt an. Künftig wird es an der erst 2004 gegründeten Business School, welche in die Universität eingegliedert ist, auch einen Vollzeit-MBA geben und einen neu konzipierten Executive MBA.
Doch trotz aller Euphorie hört man auch kritische Stimmen. Um die neuen Studiengänge rentabel zu machen müssen sie voll besetzt sein. Das ist nur mit einer großen Zahl ausländischer Studenten möglich. Die Goethe-Universität gilt zwar als forschungsstark und der Fachbereich Wirtschaft hat das maßgebliche Gütesiegel der AACSB, doch auf dem internationalen MBA-Markt muss man sich erst einen Namen machen. Vor allem um den Vollzeit-MBA wird gebangt. Die Universität hofft trotz des schlechten Marktumfeldes in der Finanzbranche genügend Studenten zu finden.
Attraktiv für die Studenten ist aber nicht allein das hochinteressante Umfeld der Universität. Die Studiengänge sind speziell darauf ausgelegt die Führungskompetenzen zu entwickeln. Die Studenten bekommen während des 13-monatigen Studiums einen persönlichen Coach. Zu Beginn wertet dieser die Umfrageergebnisse des Studenten aus. Denn bereits vor Studienbeginn werden bis zu 12 Personen aus dem beruflichen Umfeld des MBA-Anwärters zu dessen Führungskompetenzen befragt. Weitere Coaching-Sitzungen folgen. Die enge Kooperation mit der freien Wirtschaft und die Ausflüge nach China und Indien, sowie die rund 30 Wahlkurse (zB. An der Duke University in North Carolina) verstehen sich von selbst.
Interessenten müssen lediglich die 46 000 Euro selbst mitbringen.