17. May 2012

Goethe Business School in Frankfurt startet MBA-Programme

Die Goethe-Universität Frankfurt wurde 2008 zur Stiftungsuniversität umgewandelt und tritt ab September 2009 mit einem neuen Programm auf dem Markt an. Künftig wird es an der erst 2004 gegründeten Business School, welche in die Universität eingegliedert ist, auch einen Vollzeit-MBA geben und einen neu konzipierten Executive MBA.

Doch trotz aller Euphorie hört man auch kritische Stimmen. Um die neuen Studiengänge rentabel zu machen müssen sie voll besetzt sein. Das ist nur mit einer großen Zahl ausländischer Studenten möglich. Die Goethe-Universität gilt zwar als forschungsstark und der Fachbereich Wirtschaft hat das maßgebliche Gütesiegel der AACSB, doch auf dem internationalen MBA-Markt muss man sich erst einen Namen machen. Vor allem um den Vollzeit-MBA wird gebangt. Die Universität hofft trotz des schlechten Marktumfeldes in der Finanzbranche genügend Studenten zu finden.

Attraktiv für die Studenten ist aber nicht allein das hochinteressante Umfeld der Universität. Die Studiengänge sind speziell darauf ausgelegt die Führungskompetenzen zu entwickeln. Die Studenten bekommen während des 13-monatigen Studiums einen persönlichen Coach. Zu Beginn wertet dieser die Umfrageergebnisse des Studenten aus. Denn bereits vor Studienbeginn werden bis zu 12 Personen aus dem beruflichen Umfeld des MBA-Anwärters zu dessen Führungskompetenzen befragt. Weitere Coaching-Sitzungen folgen. Die enge Kooperation mit der freien Wirtschaft und die Ausflüge nach China und Indien, sowie die rund 30 Wahlkurse (zB. An der Duke University in North Carolina) verstehen sich von selbst.

Interessenten müssen lediglich die 46 000 Euro selbst mitbringen.

Automatisierungstechnik-Studenten entwickeln Kicker-Roboter

Der amtierende Weltmeister im Tischfußball, Oktay Mann, hat einen Gegner mit Ausdauer gesucht, mit dem er stundenlang Standartsituationen trainieren kann. Die Studenten der Fachhochschule Wels in Oberösterreich haben ihm, statt sich selbst stundenlang am Kicker mit dem Weltmeister aufzuhalten, einen Tischfußball-Automaten gebaut.

Die angehenden Diplomingenieure gewinnen bereits mit ferngesteuerten Sumo-Ringern international Wettkämpfe. Eineinhalb Jahre hat es gedauert bis „TriKiTrain” funktionsfähig war. Ein paar kleine Probleme gibt es noch mit toten Winkeln, aber die Studenten sind weiterhin ehrgeizig. Man wolle den Roboter lernfähig machen in dem man ihm beibringt den Gegner zu beobachten. Außerdem soll das ganze Gerät wesentlich verkleinert werden, damit man es mit wenigen Handgriffen auf- und abbauen kann. Der TriKiTrain soll schließlich auf Messen vorgeführt werden. Demnächst soll der Tischfußball-Weltmeister Oktay Mann an die Fachhochschule kommen um gegen den Roboter zu spielen. Professor Auinger, dessen Studenten die entwicklerarbeit geleistet haben: „Ziel ist, dass der Automat gewinnt.”

Wissenschaftspreis für Ulmer Absolventen

Der ehemalige Krumbacher Landtagsabgeordnete Karl Kling hat der Medizinischen Fakultät der Universität Ulm einen neuen Förderpreis beschert. In den nächsten vier Jahren werden vier der jahrgangsbesten Absolventen mit jeweils 1000 Euro unterstützt werden. Das Vorschlagsrecht für die Auszeichnung hat die Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie Zusammen mit Dr. Manfred Nuscheler (Chefarzt am Klinikum Mindelheim) und Dr. Tobias Schuster, dem Münchner Urologen.

Karl Kling wurde selbst an dieser Klinik erfolgreich behandelt und möchte den Preis nun höchst selbst beim Absolventenball der Medizinischen Fakultät überreichen.

Festnahmen bei AIDS-Aufklärungs Aktion

Wissen – das Mittel gegen Aids” ist eine Kampagne der Michael-Stich-Stiftung in Hamburg. Studenten der Medienakademie Hamburg hatten vier Wochen Zeit um sich ungewöhnliche crossmediale Ansätze und Aktionen zu überlegen, wie man auf das Problem der Unwissenheit beim Thema AIDS aufmerksam machen kann.

Drei der teilnehmenden Studenten malten mit Kreide, ähnlich wie an einem Tatort, die Umrisse von Leichen auf den Asphalt. Bei der Hamburger Polizei kam die Idee allerdings nicht ganz so gut an. Die Künstler wurden vorübergehend festgenommen. “Die Reaktion war total übertrieben. Unsere Autos und Handys wurden beschlagnahmt, wir mussten uns zur Leibesvisitation ausziehen”, sagten die Studenten, räumten aber gleichzeitig ein, dass ihnen bewusst sei, dass die Polizei wohl wegen des G20-Gipfels in London in erhöhter Alarmbereitschaft war.

Michael Stich der Ex-Tennis-Profi und Stiftungsgründer war von den kreativen Ideen begeistert und lobte die Plakate und Filme. Michaela Klauer, die für ihre Kommilitonen die Aktion präsentierte fasste den Gesamteindruck der Studenten zusammen: “Wir waren entsetzt, wie viel Unwissen und Halbwissen über HIV und Aids die Jugendlichen so hatten”.

Semesterticket für ganz Thüringen

Ab dem Sommersemester wird es für die Studenten in Thüringen ein Semesterticket geben, mit dem im ganzen Bundesland gefahren werden darf. Die Deutsche Bahn, die Konferenz Thüringer Studierendenschaften und das Studentenwerk Thüringen haben gemeinsam die Konditionen erarbeitet. Gültig ist das Angebot demnach in Nahverkehrszügen der DB Bahn Regio, in der Erfurter Bahn und der Süd Thüringen Bahn. Das Semesterticket kostet, je nach Hoschulstandort unterschiedlich. Den teuersten Beitrag müssen die Studenten aus Jena mit 44,90€ bezahlen. Gültigkeitsdauer 6 Monate.

MBA Immobilienmanagement startet an der FH in Neuburg

Zum Wintersemester 2009 startet in Neuburg ein neuer MBA-Studiengang Immobilienmanagement. Der Ableger der Fachhochschule Ingolstadt wurde am ersten April eröffnet. Nach zwei Jahren Planung freut sich der Neuburger Oberbürgermeister Dr. Bernhard Gmehling über einen „besonderen Tag für Neuburg”. Ein Förderverein aus Unternehmen, Gesellschaften und Bildungsinstitutionenen hat die Einrichtung des Studienganges ermöglicht und trägt für die nächsten fünf Jahre die Kosten in Höhe von 1,5 Mio. Euro.

In den neuen Räumlichkeiten, drei Stockwerke auf dem neuesten technischen Stand, wird es nicht nur Immobilienmanagement, Weiterbildung und berufsbegleitende Programme für die Fächer IT-Management und Gesundheitsmanagement geben. Auch Unternehmen können die Arbeitsräume nutzen um ihre Mitarbeiter zu schulen. Durch die räumliche Nähe ist auf Synergieeffekte zwischen FH und Wirtschaft zu hoffen.

FernUni-Studenten testen E-Books auf Praxistauglichkeit

Das Lehrgebiet Mediendidaktik der Hagener FernUniversität und das Institut für Verbundstudien NRW untersuchen derzeit ob sich der Einsatz von eBook-Readern für den universitären Einsatz lohnt. Zu diesem Zweck bekommen Probanden aus berufsbegleitenden Verbundstudiengängen das Gerät gestellt. Bei dieser Form des Studiums erarbeiten sich die Studierenden den Stoff überwiegend im Selbststudium zu Hause. Hierfür wurden bisher von den Universitäten sogenannte Lernbriefe verschickt. Diese werden im Sommersemester bei den Teilnehmern der Studie durch eBooks ersetzt.

Die Untersuchung ist zunächst auf ein Jahr festgesetzt. Man will herausfinden in welchen Studiengängen tatsächlich Vor- oder Nachteile durch die Benutzung der elektronischen Lesegeräte entstehen. Ein großer Vorteil ist die handliche Tragbarkeit für die kompletten Studienunterlagen. Doch ob das tatsächlich zu größerer Zufriedenheit der Studenten führt wird mit regelmäßigen Befragungen erhoben. Außerdem tauschen sich die Teilnehmer der Studie über die E-Learning Plattform “VS-online” aus.

Tabuthema Ineffizienz

Eine Interessante Performance gaben Studenten der Zeppelin Universität in Friedrichshafen am vergangenen Wochenende. Im Fallenbrunnen auf der Plattform 3/3 gaben sie eine 24-Stunden-Performance die ganz und gar aus ineffizienten Tätigkeiten bestand. So wurde beispielsweise ein Sandberg von einer menschlichen Sanduhr mit dem Kaffeelöffel umgeschichtet oder Stundenlang aus der Odyssee von Homer Simpson bis Ulysses vorgelesen.

Auf der Internetseite des Projekt 1440 heißt es das man mit einer Mischung aus Joyce, Chaplin und Sartre eine Frage aufwerfen will: „Wer regiert eigentlich wen? Wir die Zeit, oder die Zeit jeden Einzelnen von uns?” Man wolle Zeit spürbar, erfahrbar und visuell nachvollziehbar machen. Aus diesem Grund haben sich die acht Studenten die das Projekt ins Leben gerufen haben sich 24 Stunden, als 1440 Minuten lang bemüht nicht effizient zu sein, nicht zu schlafen, nichts zu produzieren mit dem man Gewinn machen könnte und 24 Stunden lang das gleiche zu tun um den zeitlichen Zwängen zu trotzen, die durch die Gesellschaft diktiert werden.

Mit der Performance soll dem Tabuthema Ineffizienz generell, aber vor allem im Studentenmilieu, mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden. Wer “ineffizient” studiert, wer sich also Zeit nimmt für diverse Dinge, bekommt Probleme. Ganz abgesehen von der Wirkung einer “ineffizienten” Phase, sprich Lücke, die dann im Lebenslauf auftaucht.

Bewerbungspostkarten an die Uni Mainz

Da sich zum Sommersemester an der Uni in Mainz viel weniger Studenten eingeschrieben haben als erwartet gibt es noch Studienplätze zu vergeben. Damit die restlichen Plätze noch fair vergeben werden können hat die Uni die Abiturienten dazu aufgerufen bis zum 15. April eine Postkarte mit den Kontaktdaten und dem gewünschten Studiengang an die Universität zu schreiben. Aus allen Einsendern werden dann die glücklichen Gewinner gezogen. Diese könnten also schon Ende April ihr Studium aufnehmen.

Die Universitätsleitung ist überrascht darüber, dass sich für das Sommersemester nur halb so viele Erstsemester eingeschrieben haben, als sonst üblich. Im eigenen Bundesland Rheinland-Pfalz sind die Anmeldungen um ganze 45 Prozent zurück gegangen. Eine mögliche Erklärung könnte sein, dass erst zu Jahresbeginn beschlossen wurde, dass auch mit den neuen Bachelor-Studiengängen der Studienbeginn im Sommersemester möglich bleiben wird.

Man überlege nun, so Georg Krausch der Präsident der Johannes Gutenberg-Universität, ob man, als mittelfristige Lösung, für verschiedene Fächer die Zulassungsbeschränkungen lockert, also den Numerus clausus (den sog. NC) abschafft. Allerdings müsse man damit vorsichtig sein, denn wenn ein Studiengang deshalb plötzlich völlig überfüllt sei, sei auch niemandem geholfen.

Fachhochschule Kamp-Lintfort öffnen die Pforten

Ab dem Wintersemester 2009 gibt es eine neue Fachhochschule in Kamp-Lintfort. Mit 50 eingeschriebenen Studenten startet dann der Studiengang E-Governance. Das ist ein Informatik-Studiengang, der speziell auf die Anforderungen der öffentlichen Verwaltung zugeschnitten ist.

Zur Zeit werden noch die Räumlichkeiten mit dem Vermieter gesichtet und die ersten Vorstellungsgespräche für die Hochschulverwaltung geführt. Doch juristisch ist die neuen FH noch gar nicht existent. Erst mit einem Landtagsbeschluss kann die Schule, voraussichtlich am 1. Mai, offiziell gegründet werden. Gründungsdirektorin Marie-Louise Klotz hat schon einen Namen im Kopf: „Hochschule Rhein-Waal – ja, der ist wohl gebongt”

Bis zum 15. Juli 2009 kann man sich offiziell für die Studiengänge E-Government, Bio-Wellness-Engineering, International Business und Social Sciences anmelden. Auf der, noch unvollständigen, Homepage der Hochschule ist allerdings zu lesen dass man es mit der Frist nicht allzu genau nehmen wird.