4. February 2012

Erfolgreich studieren 2010

Die besinnlichen Feiertage verbringt der Student im Kreise der Familie, haut sich mal wieder den Wanst voll und sahnt feine Geschenke ab. Doch ein Thema ist spätestens am zweiten Weihnachtsfeiertag nicht mehr zu vermeiden. Die Frage: „Und, wie läufts mit dem Studium?”

Siedend heiß fallen uns dann wieder die beiden halbfertigen Hausarbeiten ein und die vier Klausuren am Ende des Semesters ein. Eigentlich wollten wir über die Feiertage noch mal das Mikroökonomik-Buch anschauen oder zumindest das Skript der Vorlesung durchgehen.

Für alle Studenten, denen es gerade genauso geht, habe ich für die Feiertage, fürs neue Jahr drei ebenso einfache wie wirkungsvolle Tricks für ein erfolgreiches Studium.

  1. Von Sportlern lernen und regelmäßige Zeiten und Pläne einhalten. Im Grundtraining, während dem Semester, regelmäßig den Stoff wiederholen und bei den Vorlesungen und Seminaren mitarbeiten. Am Ende des Semesters den Trainingsplan straffen und gezielt auf das große Klausuren-Tunier hinarbeiten.
  2. Dabei aber nicht vergessen in den Trainingsplan auch einen festen Feierabend mit einzuplanen. Nur ein erholter und ausgeglichener Student ist ein guter Student und kann Höchstleistungen bringen.
  3. Ablenkung während dem Training vermeiden. Roger Federer hat auf dem Tennisplatz sicherlich kein Handy dabei und Phillip Lahm guckt beim Warmlaufen garantiert nicht nach seinen Mails. Alles hat seine Zeit. Ich seh´ ja ein. Es ist schwer Facebook und Co. Zu ignorieren. Geht mir genauso. Das Ziel ist es, wie die Google-Mitarbeiter, nur alle zwei Stunden nach Mails und anderen Nachrichten zu sehen. Nichts ist so wichtig, dass es nicht zwei Stunden warten kann. Für den Anfang reicht es sich erstmal 30 Minuten lang  nicht ablenken zu lassen, aber mit der Zeit sollten die Arbeitsintervalle ausgedehnt werden.

Dann kommt nächstes Jahr auf die Frage „Und, wie läufts mit dem Studium?” die Antwort: „Sehr gut!”

Home Office für Studenten?

Fast jeder Student hat mittlerweile ein Notebook das er mehr oder weniger ununterbrochen mit sich herum trägt. In der Bibliothek Mails checken, im Zug an der Hausarbeit schreiben oder schnell nach dem Training bei Facebook gucken.

Gearbeitet wird überall, vor allem aber zuhause am Schreibtisch. In der FAZ habe ich jetzt gelesen dass es mittlerweile Studien gibt, bei denen die Effektivität des Home-Office untersucht wurde. Ergebnis: Niederschmetternd.

Untersucht wurde, wie lange die Versuchspersonen für bestimmte Aufgaben (Briefe verpacken) brauchen, wenn sie allein in einem Raum arbeiten oder zu zweit bzw. in Gruppen. Die Einzelkämpfer waren wesentlich weniger produktiv als die Arbeitsgruppen, da in Gruppen die langsameren Arbeiter von den schnelleren mitgezogen werden.

Aus meiner eigenen Beobachtung weiß ich, dass man viel seltener mit den Gedanken abschweift, wenn noch eine andere Person im Raum ist und arbeitet. Eine gemeinsame Arbeitsatmosphäre wirkt Wunder. Ob es an der Atmosphäre liegt oder daran, dass man sich schämt alle 5 Minuten bei Facebook zu gucken, wenn jemand anderes dabei ist, weiß ich nicht.

Aber ich weiß dass diese Studien wieder einmal beweisen, dass die Menschen nicht allein sein (arbeiten) sollten.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern ein friedliches Weihnachtsfest.

Was wäre Wenn…?

Wie wäre das wohl, wenn die Ehemaligen Studenten ihre Hochschule finanziell unterstützen würden?

Unsere hochgeschätzte Frau Bildungsministerin hat diesen Vorschlag auf dem Bildungsgipfel in Berlin angebracht. Frau Schavan wünscht sich Geldspenden von Alumni und Unternehmen für ein neues Stipendiatenprogramm. Mit 150 Euro kann man die Studierenden unterstützen, der Staat würde dann noch mal 150 Euro drauflegen.

-So der Plan von Schavan.

Ich gehe noch einen Schritt weiter: Warum nicht ganz gezielt die eigene ehemalige Hochschule unterstützen? Kopierpapier spenden, neue Schreibtische fürs Studentenwohnheim, eine zusätzliche Lehrstelle finanzieren oder in einen großen Fördertopf für Studenten mit finanziellen Problemen monatlich etwas einzahlen.

Warum ist diese Idee besser als die von Frau Schavan?

Basierend auf folgender Annahme: „Wer Geld an für etwas ausgibt hat auch ein Interesse daran” könnte man davon ausgehen dass die erfolgreichen, gutverdienenden, hervorragend ausgebildeten Ehemaligen einer Hochschule ein Interesse an ihrer ehemaligen Universität haben. Man kennt die Dozenten, denkt gern daran zurück dass es donnerstags immer Leberkäse gab und erinnert sich an die furchtbar unbequemen Sitze im Hörsaal.

Warum dann nicht ein paar neue Stuhlreihen spenden? Oder sich mit den Studenten unterhalten, die jetzt beim gleichen Dozenten ihren Abschluss machen wie man selbst? Ihnen ein paar Tipps und vielleicht einem jungen Menschen etwas moralischen Halt geben?

Durch eine Verknüpfung von Ehemaligen und aktuellen Studenten würde nicht nur der Kontakt zwischen den Generationen und die Solidarität unter den Akademikern gefördert, sondern auch der Berufseinstig für Absolventen erleichtert.

Jede Generation sollte ein Interesse für die Nachfolgende Generation aufbringen. Und jeder einzelne kann nach seinem Ermessen etwas dazu beitragen.

Studentische Musiker aufgepasst!

Studentenangebot der Spezialsorte: Die Firma Steinberg stellt ihre Musik-Software jetzt zum Studententarif zur Verfügung.

Studenten, Schüler, Lehrer und Dozenten können die Musiksoftware-Produkte von Steinberg für bis zu 50% Rabatt einkaufen.

Das bekannteste Produkt von Steinberg ist Cubase -eine Software die den angehenden Musikproduzenten und uns Studenten  natürlich bestens bekannt ist. Eine kurze Einführung in die neue Version Cubase 5 bietet heise online. Allerdings ist gerade dieses Produkt bei Amazon noch günstiger zu bekommen als man es bei Steinberg mit dem Studentenrabatt bekommen kann.

Alle anderen Produkte kann man über das Bestellformular direkt bei Steinberg bestellen. Als Nachweis wird ein Stempel des zuständigen Lehrers oder Dozenten verlangt.

Uni-Besetzer werden wieder kreativ

Kurz vor Weihnachten veranstalten die Wiener Hörsaal-Besetzer  einen Tauschmarkt.

Laut der Homepage der Hörsaal-Besetzer können interessierte Studenten auf der Tauschbörse von CDs über Bücher bis zu Kleidung alles getauscht werden.

Durch die Tauschaktion kann gewährleistet werden, dass die Studenten den Hörsaal nun nicht einmal für die Erledigung ihrer Weihnachtseinkäufe verlassen müssen. Außerdem ist es eine Möglichkeit des Studentischen Weihnachtseinkaufes, bei der man unter Umständen keinen Cent ausgeben muss, vorausgesetzt man bietet selbst Ware zum Tausch an.

Die Wiener Studenten waren die ersten, die den ihren Audimax besetzt haben. Mittlerweile haben sie in ganz Deutschland Mitstreiter und Nachahmer gefunden. Vielleicht wird die vorweihnachtliche Tauschbörse auch eine österreichischer Exportschlager?

Uni Potsdam erleichtert den Start ins Berufsleben

Einen sogenannten Infopoint für Gründer gibt es dem 11.12. diesen Jahres an der Uni Potsdam.

Hier können sich Studierende, Wissenschaftler, Dokoranden und Doktoren aber auch Alumni über die  Förderung von StartUp-Unternehmen beraten lassen. Der ‚InfoPoint Wissens- und Technologietransfer’ bietet aber auch ganz konkrete Hilfe bei der Geschäftsgründung wie zum Beispiel einen Vier-Schritte-Plan, damit der Gründer keine wichtigen Sachen vergisst. Doch auch Finanzierungsmöglickeiten und ein großes Netzwerk an ehemaligen Gründern und Unterstützern werden vom CEIP (Das Institut für Grünung und Inovation der Universität Potsdam) bereitgestellt.

Der neue InfoPoint ist während der Vorlesungszeit von 10.00 bis 16.00 Uhr geöffnet.

Für das Konzept und den Erfolg der Einrichtung wurde das CEIP schon mehrfach mit Preisen ausgezeichnet. So errangen die Potsdamer erst kürzlich den ersten Platz beim Wettbewerb “Vom Studenten zum Unternehmer: Welche Universität bietet die besten Chancen?” (zur Meldung)

Ich freue mich über eine so hervorragende Förderung von Jungen Unternehmern. Hier ist der richtige Ansatz gefunden um Studenten in die Selbstständigkeit und somit einen selbstbestimmten Arbeitsalltag zu begleiten. Ich wünsche mir mehr von Einrichtungen dieser Art!

Der Universitätsalltag eines Wissenschaftlers

François Bry ist Professor am Institut für Informatik an der Ludwigs-Maximilians-Universität in München. Seit 1994 forscht und lehrt er in der bayerischen Landeshauptstadt, seit April 2008 bloggt er seine Erlebnisse als Wissenschaftler für die ganze Welt lesbar.

Bry möchte mit seinem Blog den Universitätsalltag von der anderen, der nicht-studentischen Seite, darstellen und durch den Blog in Austausch mit Studenten und anderen Mitarbeitern zu treten um den Dialog über die Lehre an deutschen Hochschulen mitzugestalten.

Die Texte lassen mich schmunzeln und bestätigen einmal mehr dass auch die Professoren unserer Hochschulen nur mit Wasser kochen.

Auf äußerst sympatische Weise erzählt Bry vom seelenlosen aber schönen (weil byzanitinischen) Hauptgebäude der LMU, das mit der neuen Aufteilung der Räumlichkeiten seinen Geist verloren hat. Immer wieder flicht er auch Technische Details aus seinem Alltag in den Blog ein (Twitter is over capacity) oder erläutert Neuigkeiten aus der IT-Welt (Cloud Computing).

Nach eigenen Angaben will François Bry praktische Erfahrungen im Social Web 2.0 sammeln. Dazu feheln ihm allerdings noch eine sinnvolle Navigation und eine Tag-Cloud. Ein bisschen mehr Usability wünscht man sich von jemandem, der den IT-lern von morgen ihr Handwerk beibringt.

Davon abgesehen: Ein herzhafter Blick hinter die Kulissen altehrwürdiger Professorenzimmer-Türen. Lesenswert!

Der Protest gegen den Protest wird lauter

Nicht alle Studenten waren von Anfang an gegen die Studiengebühren. Aber die meisten. Also fast alle, könnte man sagen.

Diejenigen die dann tatsächlich zur Tat geschritten sind und eine Demonstration oder einen Boykott organisiert haben waren die Hippie-Studenten unter uns. Hat es gerade die Philosophie-, Politik- und Soziologiestudenten am stärksten gestört das Bildung auf einmal kostet? War denen gerade langweilig? Oder sind die Geisteswissenschaftler die tatkräftigsten Studenten unter uns, also diejenigen, die sich auch zu Gruppen zusammen schließen können, ohne dass der Dozent sie dazu einteilt und Leistungspunkte vergibt?

Wir werden wohl nie ganz klären können warum sich die Wirtschaftswissenschaftler nicht in gleichem Maße an den Streiks beteiligt haben wie die Gesiteswissenschaftler. Fest steht aber, dass nicht alle Studenten den Protest, in der Form, in der er momentan durchgeführt wird, befürworten. Gerade den studierenden zukünftigen Wirtschaftsbossen, Heuschrecken und Physik-Nobelpreisträgern leuchtet nicht unbedingt ein, wer mit der Besetzung der Hörsäle erpresst werden soll.

Die Hörsaal-Besetzer nerven ihre Kommilitonen, sauen (in manchen Universitäten) den Raum voll und richten teilweise sogar Sachschaden an.

Per Pressemitteilung erreichte mich nun die Nachricht, dass sich in Frankfurt erstmals Fachschaften offiziell von den Besetzern distanziert haben. An der Frankfurter Goethe-Universität war es zum Eklat gekommen als die Besatzer des Hörsaals mehrere Gesprächsangebote der Uni-Leitung abgelehnt hatten. Nachdem Sachschaden im Hörsaal entstanden ist hatte der Uni-Präsident Werner Müller-Esterl die Räumung des sog. Casinos durch die Polizei angeordnet.

Problematisch ist, dass die Demonstranten und Besetzer den Anspruch erheben, die gesamte Studentenschaft ihrer Uni zu vertreten. Doch um jemanden vertreten zu können muss man denjenigen kennen und sich mit ihm unterhalten. Der scheinbar unüberwindbare Graben zwischen den Geistes- und Sozialwissenschaftlern und den Wirtschaftswissenschaftlern wird den Erfolg dieses Protestes erheblich mindern, wenn nicht sogar verhindern.

Debattierclubs für Studenten

Die Süddeutsche Zeitung hat in ihrem Artikel ‚Debattierclubs schulen für Studium und Beruf‘ vom 30.11.09 darüber berichtet, dass der Kult der Debattierclubs nun auch in Deutschland angekommen ist.

Ich persönlich kannte diese künstlichen Debatten bisher nur aus Serien wie ‚Gilmore Girls’ (hier spielen einige Folgen in der Elite-Universität Yale) oder aus Filmen. Umso mehr freue ich mich, dass es solche Clubs nun auch an deutschen Hochschulen gibt.

Warum ich mich freue? Eine bessere Streit- und Diskussionskultur schadet unseren Seminaren sicher nicht! Mit Grausen erinnere ich mich an die Kommilitonen, die am liebsten während des ganzen Seminars über ihren eigenen, ganz persönlichen Spezialfall gesprochen hätten und immer wieder darauf zurück gekommen sind. Das große Thema, der Kern, um den es eigentlich ging, war den Kollegen dabei völlig egal.

Unsere Studenten sollten lernen wie man sachlich und lösungsorientiert argumentiert und spricht, denn wir studieren ja nicht deshalb, damit wir super Studenten sind, sondern weil wir später einen guten Job machen wollen und sollen. Konflikte  und Probleme tauchen im Arbeitsalltag immer wieder auf – wir sollten rechtzeitig lernen wie man solchen Situationen begegnet.

Der VDCH ist der Verband der Debattierclubs an Hochschulen e.V. und hat mittlerweile an zahlreichen deutschen Hochschulen lokale Debattierclubs.

Durch eine enge Kooperation mit der Wochenzeitschrift Die ZEIT können die Mitglieder immer wieder an interessanten Debatten und Wettbewerben in ganz Deutschland teilnehmen. Schirmherr über die ZEIT Debatten ist Helmut Schmidt.

Ich würde mich über Erfahrungsberichte von Debatten oder anderen Veranstaltungen von Debattierclubs sehr freuen!

Professoren des Jahres 2009 stehen fest

Seit 2006 vergibt die kostenlose Hochschulzeitschrift Unicum den Titel ‚Professor des Jahres’.

Die Jury für die Auszeichnung zum Pfofessor des Jahres besteht aus ehemaligen Preisträgern, Unternehmensberatern,  Vertretern der Wirtschaft, dem Chefredakteur der Zeitschrift Unicum und einem ehemaligen Mitglied der Hoschulrektorenkonferenz.

Gewonnen haben den Titel in diesen Jahr

  • Professor Dr. Hans Ulrich Buhl aus Augsburg in der Kategorie Wirtschaftswissenschaften
  • Professorin Dr. Renate Zimmer aus Osnabrück in der Kategorie Geistes-, Gesellschafts- und Kulturwissenschaften
  • Professor Dr. Theodor Dingermann aus Frankfurt am Main in der Kategorie Naturwissenschaften/Medizin
  • Professor Dr. Martin Eigner aus Kaiserslautern in der Kategorie Ingenieurswissenschaften/Informatik

Auch in anderen Kategorien lässt Unicum die Studenten im Jahresrhythmus abstimmen.  So verdanken wir der Unicum zum Beispiel die Erkenntnis dass die Nürnberger Mensa die beste Mensa an deutschen Hochschulen ist.

Auf den ersten Blick sind diese Abstimmungen nur ein PR-Gag um die Zeitschrift wieder ins Gespräch zu bekommen. Doch tatsächlich tut ein bisschen Wettbewerb unseren Hochschulen ganz gut. Dozenten sollten sich bemühen gute Vorträge und eine gute Betreuung für ihre Studenten anzubieten, genau wie die Köche die uns täglich versorgen darum bemüht sein sollten etwas ordentliches, als gesundes und nahrhaftes, zu kochen, damit wir fit sind für den Stress der studieren 2009 bedeutet.