Ein Auslandssemester ist heute nichts exotisches mehr. Ein Auslandssemester in Japan dagegen schon. Japans Unis zählen zu den besten der Welt, doch gerade einmal knapp 300 deutsche Studenten entscheiden sich jährlich für einen Auslandsaufenthalt dort. Viele haben Angst, an der japanischen Kultur oder der Sprache zu scheitern – doch das soll sich nun ändern.
Die japanische Regierung hat ein Programm zur Imageaufbesserung ihrer Hochschulen ins Leben gerufen: „Global 30″. In den kommenden Jahren sollen 30 namhafte Unis (u.a. Tokyo, Kyoto und Osaka) ihr Studienangebot internationalisieren. Mit mehr englischsprachigen Studiengängen und einer speziellen Betreuung ausländischer Studenten soll sich deren Anzahl verdreifachen. Zusätzlich wird es neue Stipendienangebote geben, um die ausländischen Studenten bei den hohen Studiengebühren zu unterstützen.
Japan erhofft sich durch diese Maßnahme den Fachkräftemangel auszugleichen der durch den Geburtenschund unter Akademikern entstanden ist. Durch das lukrative Studienangebot angelockt sollen ausländische Studenten die Vorzüge der japanischen Wirtschaft und Kultur kennenlernen, und optimalerweise auch nach dem Studium noch im Land bleiben.
Deutsche Studenten sollten sich bei der Wahl einer Hochschule für ihr Auslandsemester durchaus auch in Japan umschauen. Dank englischer Programme gibt es, zumindest an den Unis, kaum noch Sprachbarrieren und die Förderung ausländischer Studenten spricht für sich. Japanische Hochschulen haben weltweit einen sehr guten Ruf, wovon man in seiner späteren Karriere garantiert profitieren kann.