17. May 2012

Praktikum am CERN

Diese Nachricht dürfte die Herzen aller Physikstudenten, Ingieneurwissenschaftler in ITler höher schlagen lassen: Das CERN in Genf hat 100 Praktikumsplätze zu vergeben!

Die Europäische Organisation für Kernforschung betreibt das Nachwuchsprogramm Technical Student Programme und hat in dessen Rahmen zahlreiche Praktikumsstellen ausgeschrieben.

Bewerben können sich Studenten am dem 4. Semester aus den Fachrichtungen Angewandte Physik, Ingenieurwissenschaften und IT. Die weiteren Anforderungen sind, dass die Studenten jünger als 30 Jahre alt sind und entweder Englisch oder Französisch fließend sprechen.

Die Praktika in der Schweiz sind bezahlt. Außerdem werden vom CERN Reisekosten und Versicherung übernommen.

Umfangreiche Informationen und weitere Stellenausschreibungen gibt es auf dem Karriereportal des CERN.

Wir wünschen allen Bewerbern viel Glück und freuen uns über Eure Erfahrungsberichte!

Studenten und Beton

Ja, richtig gelesen. Es geht um das Baumaterial.

Studenten sind eine beliebte Zielgruppe bei vielen Unternehmen. Nur logisch, dass sich auch die jeweiligen Unternehmensverbände mit gezielten Kampagnen an die Studierenden wenden. Bei meinen Recherchen für Studenten-Welt stoße ich öfters auf Kampagnen, mit denen gezielt Studenten angeworben werden sollen, wenn sie mir interessant für unsere studentischen Leser erscheinen, dann berichte ich hier in unserem Studentenblog darüber. Doch das ist nicht oft der Fall.

Die Kampagne der Deutschen Zement- und Betonindustrie muss ich Euch aber vorstellen, denn für mich als Sozialwissenschaftler ist das natürlich irgendwie echt lustig.

Mit dem Blog BETON/CAMPUS sollen gezielt Studenten angesprochen werden, die sich im Studium mit Beton beschäftigen. Ich nehme mal an, das sind Architekten und Statiker und Bauingenieure oder so.

Im Moment befinden sich auf der Seite nur drei Beiträge, von denen einer ein künstlerisches Betonfoto ist. Hier besteht also noch Ausbaubedarf. Vor allem die Stellenausschreibungen der teilnehmenden Unternehmen fehlen mir. Um so erstaunlicher ist, dass die dazugehörige facebook Fanseite bereits mehr als 150 Fans hat.

Gut, es scheint also Interesse an Beton zu bestehen unter der deutschen Studierendenschaft. Und gegen Fachportale mit Informationen für eine ganz bestimmte Zielgruppe ist auch gar nichts einzuwenden. Wir sind ja für Vernetzung uns so.

Von diesem Blog aus wird übrigens gerade ein Wettbewerb gestartet. Von dem erzähle ich den Beton-Fans unter uns dann aber mal in einem anderen Beitrag.

Medizinstudenten aufs Land

Die Bundesärztekammer hat sich einen feinen Plan ausgedacht: Im Rahmen ihrer Ausbildung sollen Medizinstudenten in ländlichen Regionen eingesetzt werden. Damit soll zum einen der herrschende Ärztemangel kurzfristig etwas abgedämpft werden, zum anderen hofft man, dass die angehenden Mediziner am Landleben gefallen finden.

Wer einmal notgedrungen Landluft geschnuppert hat, der kann sich vielleicht eher vorstellen, sich als Allgemeinarzt nach dem Studium in einem Dorf niederzulassen.

Die Medizinstudenten sollen laut Frank Ulrich Montgomery, dem Präsidenten der Bundesärztekammer, in Landarztpraxen und ländlichen Krankenhäusern eingesetzt werden. Dafür ist zunächst eine Änderung der Approbationsordnung notwendig.

Ich persönlich finde die Argumentation schlüssig, denn wenn man das Leben auf dem Land überhaupt nicht kenn, ist natürlich die Hemmschwelle extrem hoch, sich dort als Landarzt niederzulassen. Eine mehrmonatige Kennenlernphase scheint mir deshalb sinnvoll. Aber ich kann auch gut reden, ich bin ja kein Medizinstudent.

Das würde mich ja wirklich mal interessieren, was die betroffenen Studenten von dem Landärzte-Plan der Bundesärztekammer halten!

Zugang zur Hochschule in Deutschland

Vor kurzem haben wir ja schon über Studieren ohne Abitur berichtet. Zur Vervollständigung kommt heute noch mal ein Artikel über den ganz normalen Zugang zu einem Hochschulstudium.

Manche Studiengänge haben in Deutschland eine so hohe Bewerberzahl, dass die Vermittlung der Studienplätze zentral geregelt wird. Das läuft dann über die ZVS, die Zentrale Vergabestelle für Studienplätze.

Die Vergabe der Studienplätze über die ZVS ist aufgeschlüsselt. 20 Prozent der Studienplätze gehen an die Bewerber, die den besten Abiturschnitt haben. Zum Beispiel werden bei einem NC (Numerus Clausus) von 1,7 alle Bewerber abgelehnt, die eine Abiturnote von 1,8 oder schlechter haben.

Weitere 20 Prozent der Studienplätze in den begehrten Fächern Medizin, Tiermedizin, Zahnmedizin, Pharmazie und Psychologie gehen an Bewerber, die bereits ein oder mehrere Semester auf einen Studienplatz warten, Pro Wartesemester verbessert sich nämlich die Abiturnote um 0,1.

Die verbleibenden 60 Prozent der Studienplätze dürfen die Hochschulen selbst vergeben.

Hier kommt es ganz auf die Hochschule an, bei der Ihr Euch bewerbt. Manche Universitäten verlangen Einstufungsteste, Eignungsverfahren, persönliche Gespräche oder Empfehlungen. Bei anderen reicht es, sich einfach für den Wunsch-Studiengang einzuschreiben.

Auf alle Fälle ist es wichtig, sich rechtzeitig darum zu kümmern, welches Verfahren an der Wunsch-Uni angewendet wird. Bewerber, die nach der Bewerbungsfrist kommen werden in Einzelfällen von der Hochschule akzeptiert, aber darauf sollte man sich keinesfalls verlassen.

Ein letzter Tipp noch für alle zukünftigen Studenten: Manche Hochschulen bieten freiwillige Online-Eignungstests an. Die haben keinen Einfluss auf die Bewerbung, da sie meist Anonym ausgefüllt werden, doch die Tests sind eine gute Möglichkeit um sich selbst zu prüfen, ob man sich wirklich für den richtigen Studiengang entschieden hat.

Irgendwas mit Mode…

Ein Modestudium ist der Traum vieler junger Kreativer. Eine Onlineplattform erklärt die wichtigsten Fakten rund um das Modestudium.

Die Modestudiengänge sind Modedesign, Modemanagement, Modejournalismus, Bekleidungstechnik. Die meisten kann man sowohl auf Bachelor, als auch auf Master studieren. Schulabgänger, die gerne ein Studium in diesem Bereich anfangen möchten, stehen vor dem immer gleichen Fragen:

  • Wodurch unterschieden sich die einzelnen Studiengänge?
  • Kann ich auch Mode studieren ohne Designer zu sein?
  • Wie muss eine Bewerbungsmappe für ein Modestudium aussehen?
  • Lohnt es sich Modejournalismus zu lernen, oder soll ich einfach anfangen zu bloggen?

Auf dem Portal MODE Studieren werden genau diese Fragen fachkundig beantwortet. Der Studienhinweiser ist ein Angebot der targroup Media GmbH, die hier wirklich alle Arbeit geleistet hat. Bei der Webseite bekommt sogar ein eingefleischter Sozialwissenschaftler wie ich es bin Lust darauf, irgendwas mit Mode zu studieren!

Fazit: Empfehlenswertes Infoportal rund um das Thema Modestudium.

Studieren ohne Abitur

Auch wer bisher noch kein Abitur gemacht hat, kann an einer deutschen Hochschule studieren. Wir haben eine Webseite gefunden, auf der die meisten relevanten Informationen zum Studium ohne Abitur zusammengestellt wurden: Studium ohne Abi

Das Infoportal ist ein privates Angebot und stellt einige Hochschulen vor, an denen man auch ohne Hochschulreife studieren kann. Das sind zum Beispiel die meisten Fernuniversitäten. Grundsätzlich ist die Zulassung zum Studium jedoch von Bundesland zu Bundesland leicht verschieden. Die Palette reicht hier von Eignungsprüfungen bis zu bestandenen Meisterprüfungen. Doch auch Berufserfahrung, Praxisjahre und ein Schulabschluss der Sekundarstufe 1 können verlangt werden.

Wie auf Studium-ohne-Abi zu lesen ist, verlangen manche Hochschulen sogar nur ein mündliches Gespräch um die Eignung eines Bewerbers ohne Abitur für einen Studiengang festzustellen.

Kein Abitur zu haben ist also kein Grund mehr nicht zu studieren. Die Möglichkeiten sind vielfältig und wenn man als Studienwilliger ein wenig flexibel ist, was Studienort und Studienart (Fernstudium oder Präsenzstudium) betrifft, dann findet man auf alle Fälle einen Weg an die Hochschule.

Wir von Studentenwelt wünschen viel Glück und freuen uns über Eure Erfahrungsberichte!

Studenten gegen facebook

Die landläufige Meinung ist, dass Studenten facebook lieben. Ähnlich wie Skype ermöglicht es das Soziale Netzwerk, mit allen Freunden, die man während zahlreichen Auslandsaufenthalten kennen gelernt hat in Kontakt zu bleiben. Dazu kommen die ganzen großen Marken, die einen mit Spezialangeboten und Rabatten bombardieren.

Doch es gibt auch die anderen Studenten. Diejenigen, die sich AGB durchlesen, die sich Gedanken machen, die sich Sorgen, und die Lust darauf haben, aus der Uni heraus einen atemberaubenden Präzedenzfall zu schaffen: Wiener Studenten haben insgesamt 16 Anklagen im Bereich Datenschutz gegen facebook eingereicht.

Es geht darum, dass Nutzer kaum Möglichkeiten haben, ihre Daten zu kontrollieren. Denn vermeintlich gelöschtes bleibt weiterhin gespeichert und es ist kaum nachzuvollziehen wer wann welchen Einblick in welche Nutzerdaten bekommt.

So wie ich das verstehe, haben die Wiener rund um den Studenten Maximilian Schrems nicht den Plan, facebook aus der Welt zu schaffen. Vielmehr geht es darum im Falle einer erfolgreichen Klage dafür zu sorgen, dass umfangreiche Änderungen auf der Plattform im Bereich Datenschutz und Profileinstellungen umgesetzt werden.

Den aktuellen Stand der Klagen gegen facebook, die gegen die in Irland sitzende europäische Vertretung von facebook vorgebracht wurden, findet man auf dem Blog Europe versus facebook.

PS: Eine Fanseite der Klage sucht man auf facebook natürlich vergebens. Bemerkenswert, wie man schon fast reflexartig danach sucht…

Vorsicht bei Studentenrabatten

Nicht jedes Angebot, das speziell für Studenten gemacht wurde, ist auch für Studenten geeignet, denn in vielen Fällen brauchen wir die Produkte gar nicht, die uns günstiger angeboten werden.

Ganz aktuell ist das Thema für uns hier gerade, weil uns ein Angebot über den Bildschirm geflattert ist, das uns den Kopf schütteln lässt:

In der Werbung eines Hostinganbieters (von dem ich bisher noch nie etwas gehört habe) heißt es, das Studenten mit dem 25% Rabatt nun endlich auch in der Lage sind, günstig eine eigene Webseite oder einen Blog zu betreiben, um ihren Familien vom Auslandsaufenthalt zu erzählen.

Ja – endlich eine kostengünstige Möglichkeit, einen eigenen Blog zu betreiben! So ein Quatsch. Liebe Studenten, lasst Euch bitte keinen kostenpflichtigen Blog auf die Nase binden, nur weil ihr ein Auslandssemester macht. Es gibt etliche kostenlose Tools, mit denen ihr wunderbar bloggen könnt. Viele benutzen Blogger, das Angebot von Google, aber es gibt auch andere.

Für einen Studentenblog solltet ihr kein Geld bezahlen. Auch nicht wenn Studentenrabatt drauf steht.

Wir stellen übrigens gerne Studentenblogs hier auf Studenten-Welt.de vor. Schickt uns doch eine Nachricht oder schreibt einen Kommentar, dann sehen wir uns Eure Seite an.

Go East – Auslandsstudium

Die osteuropäischen Länder sind ein interessantes Ziel für ein Auslandssemester oder ein Auslandsstudium.

Osteuropa, das sind die Länder die noch nicht lange in der Europäischen Union sind, in denen mehr oder weniger Wirtschaftsaufschwung herrscht und in denen demnächst zahlreiche EU-Projekte gefördert werden. Dort gibt es Dynamik, Veränderung und Chancen. Studenten, die sich frühzeitig darum bemühen, die Sprachen und die Kulturen in der Region kennen zu lernen, könnten später auf dem Arbeitsmarkt interessante Chancen bekommen und sich von der Masse der Bewerber abheben.

Doch wer sich in den Osten zum Auslandjahr wagt, der muss nicht nur Sprachkenntnisse, sondern auch eine Portion Mut mitbringen. Bestechungsgelder sind vielerorts selbstverständlich. Ausländer erkennt man deutlicher als einen Deutschen in London oder Paris. Und auch die Hochschulen selbst sind anders als in Deutschland. Forschungsgelder sind eher rar und die Ausstattung von Laboren lässt mancherorts zu wünschen übrig.

Doch in jedem Fall ist es eine gute Investition in die Karriere, in einem Land oder einer Region zu studieren, die ihre wirtschaflichen Beziehungen zu Deutschland immer weiter ausbaut. Große Unternehmen brauchen für ihre Auslandsgeschäfte Manager, Verkäufer und Kontakter, die die Verhältnisse vor Ort kennen und die Sprache beherrschen.

Konkurrenzdruck unter Kommilitonen

Sich zu Vergleichen und im Wettbewerb stehen mag manchmal eine interessante Herausforderung sein und einen für die raue Karrierewelt rüsten. Doch wenn der Konkurrenzkampf zum Dauerzustand geworden ist, belastet das Studenten im Studium oft stärker, als sie aushalten können.

Auslandssemester, Praktikum, Forschungsprojekt, Fremdsprache, Abschluss vor der Regelstudienzeit…. Studenten erzählen sich gegenseitig gern von Ihren Leistungen und prahlen mit ihrem Durchhaltevermögen. Wer nicht mithalten kann fühlt sich schnell als Außenseiter. Dass dieses Verhalten in einigen Studienfächern (wir nennen keine Namen) an der Tagesordnung ist, hat nun ZEIT CAMPUS zum Anlass genommen, einen einfühlsamen Artikel darüber zu schreiben, wie sich einzelne Studenten aus dem Konkurrenzdruck heraushalten können.

In Was hast du, was ich nicht habe? wird erklärt, wie der Vergleichswahn zu Stande kommt, und dass er auch etwas Gutes habe. Denn einerseits hat jeder Student das Bedürfnis, aus der Masse heraus zu ragen, andererseits helfen Vergleiche dabei, die eigenen Leistungen richtig einzuschätzen.

Da hilft eigentlich nur: Ein bisschen mitspielen, ein bisschen cool bleiben. Man kann das Spiel nicht ändern, aber man kann ab und zu eine Pause einlegen. Und man kann selbst auch mal aufhören, alle Praktika aufzuzählen, die man schon absolviert hat, wenn man merkt, dass der Kommilitonen gegenüber schon seit einigen Minuten nichts mehr gesagt hat. Auch Fairness und Mitgefühl gehören zu einer umfassenden Ausbildung mit dazu.