4. February 2012

In Italien an die Uni

Unsere kleine Reise durch die europäische Hochschullandschaft macht heute einen Stopp in Italien. Wir beschäftigen uns mit dem Hochschulzugang in wollen mal sehen, wie das an italienischen Universitäten und Fachhochschulen so abläuft.

Eigentlich ist der Numerus Clausus die einzige Sache, die man beachten muss, wenn man an einer italienischen Hochschule studieren möchte. Für vier Fächer gibt es landesweit eine Zugangsbeschränkung durch die „Abinote“ beim Diploma di maturita:

  • Medizin
  • Zahnheilkunde
  • Veterinärmedizin
  • Architektur

Bei allen anderen Studiengängen können die jeweiligen Universitäten selbst entscheiden, ob eine Zugangshürde durch einen Numerus Clausus geschaffen wird. Dadurch lassen sich Studentenströme regeln und die Anzahl der Studienplätze an den Bedarf im Land anpassen.

Die anderen Länder, die bereits in unserer Serie betrachtet wurden:

Hochschulzugang in Frankreich

Heute setze ich meine kleine Serie fort, in der ich beschreibe, wie man in den verschiedenen europäischen Ländern an die Universitäten und Fachhochschulen gelangt. Nun ist also Frankreich dran.

In den allermeisten Fächern hat Frankreich einen sehr lockeren Zugang zur Hochschule. Eine einfache Immatrikulation reicht hier aus.

Fies wird es für die Medizinstudenten. Hier gibt es eine Studieneingangsphase oder eine Art Testsemester. Nach dem ersten Studienjahr gilt ein Numerus Clausus und nur die besten Studenten kommen weiter. Dabei richtet sich die Anzahl der Studienplätze nach dem Bedarf des französischen Gesundheitssystems.

Wer es in Wirtschaft und Politik in die wirklich wichtigen Positionen schaffen will, der muss auf eine der sogenannten Grandes écoles. Um dort zugelassen zu werden, muss nach der regulären Schulzeit ein zweijähriger Vorbereitungskurs für die Universität absolviert werden. Darauf folgt eine Prüfung und erst, wenn man die bestanden hat, dann darf man an einer der Eliteuniversitäten studieren.

Wer nach den beiden Vorbereitungsjahren keinen Studienplatz an einer Grande école bekommen hat, darf sich wenigstens dann direkt für das dritte Studienjahr an einer normalen Hochschule einschreiben.

Nur scheinbar ist das französische Hochschulsystem ein faires System. Zwar können sich auch Kinder aus der Arbeiterklasse in einem Vorbereitungskurs anstrengen und fleisig lernen und eine Prüfung ablegen, um auf die grande école gehen zu dürfen, aber diese lehnen Bewerber aus unteren Schichten dann doch zumeist ab. An der grande école werden Seilschaften für die späterer Karriere gebildet und Lebenslange Beziehungen und Netzwerke entstehen. Üblicherweise haben hier Kinder von ehemaligen grande école-Studenten hier Milieuvorteile, da Sie das Umfeld bereits kennen und das passende Verhalten haben.

Vorsicht bei Studentenrabatten

Nicht jedes Angebot, das speziell für Studenten gemacht wurde, ist auch für Studenten geeignet, denn in vielen Fällen brauchen wir die Produkte gar nicht, die uns günstiger angeboten werden.

Ganz aktuell ist das Thema für uns hier gerade, weil uns ein Angebot über den Bildschirm geflattert ist, das uns den Kopf schütteln lässt:

In der Werbung eines Hostinganbieters (von dem ich bisher noch nie etwas gehört habe) heißt es, das Studenten mit dem 25% Rabatt nun endlich auch in der Lage sind, günstig eine eigene Webseite oder einen Blog zu betreiben, um ihren Familien vom Auslandsaufenthalt zu erzählen.

Ja – endlich eine kostengünstige Möglichkeit, einen eigenen Blog zu betreiben! So ein Quatsch. Liebe Studenten, lasst Euch bitte keinen kostenpflichtigen Blog auf die Nase binden, nur weil ihr ein Auslandssemester macht. Es gibt etliche kostenlose Tools, mit denen ihr wunderbar bloggen könnt. Viele benutzen Blogger, das Angebot von Google, aber es gibt auch andere.

Für einen Studentenblog solltet ihr kein Geld bezahlen. Auch nicht wenn Studentenrabatt drauf steht.

Wir stellen übrigens gerne Studentenblogs hier auf Studenten-Welt.de vor. Schickt uns doch eine Nachricht oder schreibt einen Kommentar, dann sehen wir uns Eure Seite an.

Go East – Auslandsstudium

Die osteuropäischen Länder sind ein interessantes Ziel für ein Auslandssemester oder ein Auslandsstudium.

Osteuropa, das sind die Länder die noch nicht lange in der Europäischen Union sind, in denen mehr oder weniger Wirtschaftsaufschwung herrscht und in denen demnächst zahlreiche EU-Projekte gefördert werden. Dort gibt es Dynamik, Veränderung und Chancen. Studenten, die sich frühzeitig darum bemühen, die Sprachen und die Kulturen in der Region kennen zu lernen, könnten später auf dem Arbeitsmarkt interessante Chancen bekommen und sich von der Masse der Bewerber abheben.

Doch wer sich in den Osten zum Auslandjahr wagt, der muss nicht nur Sprachkenntnisse, sondern auch eine Portion Mut mitbringen. Bestechungsgelder sind vielerorts selbstverständlich. Ausländer erkennt man deutlicher als einen Deutschen in London oder Paris. Und auch die Hochschulen selbst sind anders als in Deutschland. Forschungsgelder sind eher rar und die Ausstattung von Laboren lässt mancherorts zu wünschen übrig.

Doch in jedem Fall ist es eine gute Investition in die Karriere, in einem Land oder einer Region zu studieren, die ihre wirtschaflichen Beziehungen zu Deutschland immer weiter ausbaut. Große Unternehmen brauchen für ihre Auslandsgeschäfte Manager, Verkäufer und Kontakter, die die Verhältnisse vor Ort kennen und die Sprache beherrschen.

Freier Zugang zur Hochschule – ein Mythos?

Eigentlich sollte ja freier Hochschulzugang in der ganzen Europäischen Union für alle EU-Bürger herrschen. Auf dem Papier stimmt das auch. Doch die Realität zeigt leider ein ganz anderes Bild.

Zulassungsprüfungen, Einstufungstests, Studieneingangsphasen oder schlichtweg eine Studienplatzbegrenzung durch den NC, den Numerus Clausus – also letztendlich durch die Abiturnote sind an fast allen Universitäten an der Tagesordnung. Neuerdings kommen sogar noch Ausländerquoten hinzu, wie in der Schweiz (Studenten-Welt.de berichtete).

Eine nationale Ausnahme vom Zulassungs-Labyrinth gibt es jedoch: unsere Nachbarn-Alpenrepublik Österreich hat nach wie vor Zulassungsfreie Studiengänge in fast allen Fächern. Das ist zwar schön für die österreichischen Studenten, doch ist es eben auch schön für die Studenten, die nicht aus Österreich kommen.

So wächst der Studentendruck an den österreichischen Hochschulen durch Gaststudenten aus der ganzen Europäischen Region. Doch vor allem deutsche Studienanfänger machen den Österreichern Sorgen, denn zu oft kommen diese nur deshalb, weil sie in Deutschland die Hürden zum Studium nicht geschafft haben. Dann fällt die Wahl auf das Land mit den geringsten Hürden, nicht einmal eine neue Sprache muss man als deutscher Student in Österreich lernen.

So prägt sich immer stärker das Bild der dummen Deutschen ein, die den österreichischen Schulabgängern das Leben an der Uni schwer machen und die Sitzplätze wegnehmen.

Jetzt wird wieder einmal über die Einführung von Zugangsbegrenzungen für österreichische Hochschulen diskutiert. Wie die Debatte ausgeht ist noch offen.

Schweizer begrenzen Hochschulzugang für Ausländer

In der Schweiz wurde den Hochschulen vor kurzem erlaubt, wovon die Österreichischen Direktoren noch träumen: die Ausländerquote.

Jede Hochschule in der Schweiz kann selbst festlegen, wie viele Studenten aus dem Ausland sie maximal aufnehmen möchte. Diese Quote kann zum Beispiel (Universität St. Gallen) bei 25% liegen.

Manchen mag das ungeheuerlich und ausländerfeindlich erscheinen, zumal gleichzeitig die Studiengebühren für Ausländische Studierende stark angestiegen sind. Doch alles halb so wild, wird da der deutsche Journalist beschwichtigt. Die Studiengebühren für Ausländer wurden nur erhöht, weil für diese Studenten keine Ausgleichszahlungen aus den Heimatkantonen gezahlt werden und überhaupt hat ja die Universität Zürich freiwillig auf eine Quote verzichtet. Nach wie vor werden dort unbegrenzt Ausländer angenommen.

Ein fader Beigeschmack bleibt dennoch. Man halte sich nur mal die Anti-Piefke-Proteste an österreichischen Hochschulen oder das Anti-Moscheen-Bürgerentscheid in der Schweiz vor Augen.

Doch neben der Quotenhürde müssen Ausländische Studenten meist noch eine ganz andere Hürde nehmen. In vielen Studienfächern werden sie nur zugelassen, wenn sie eine Zulassung für einen Studienplatz in ihrem Heimatland vorweisen können. Damit will man verhindern, dass die schlechten Studenten aus den Nachbarländern scharenweise in die Schweiz einfallen. Auf diese Idee hätten die Österreicher eigentlich auch kommen können, oder?

Studenten in Frankreich

Wer sich als Student todesmutig auf ein Auslandssemester begibt, der ist natürlich heilfroh, wenn er ein paar Insidertipps bekommt. Es ist ja schon aufregend genug, in der neuen Stadt den Weg zwischen der Hochschule und der Wohngemeinschaft zu finden, und beim richtigen Schalter den Antrag für das Semesterticket der öffentlichen Verkehrsmittel abzugeben.

Da ist man als Auslands-Student natürlich froh, wenn man gleich ein paar Tipps für coole Cafés liebenswerte Ecken, coole Flohmärkte und schöne Ausstellungen bekommt. Für Dinge eben, die das Studentenherz begehrt…

Eine Webseite, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Studententipps für das Auslandssemester oder den Auslandsaufenthalt bereit zu stellen ist deinfrankreich.de. Auf der Seite werden Studenten-Spartipps, Angebote und Insider-Informationen über alles gepostet, was deutsche Studenten während ihres Aufentahltes in Frankreich interessieren könnte. Schaut doch mal rein: www.deinfrankreich.de

Auslandssemester in Asien zu gewinnen

Juhu! Es gibt wieder mal etwas zu gewinnen! Diesmal winkt als Preis ein kostenloses Auslandssemester in Thailand, China, Bali oder auf den Philippinen.

Mit diesem tollen Wettbewerb beglückt uns ASIA EXCANGE, eine Agentur, die Studenten bei der Organisation von Studienaufenthalten in Asien unterstützt.

Auf der Wettbewerbsseite müssen die teilnehmenden Studenten nur ein paar simple Fragen beantworten – schon nehmen sie am Wettbewerb teil. Auf der Webseite des ImaginASIA-Wettbewerbes sieht man auf der Startseite die Top-Teilnehmer. Studenten, die gerne ein Auslandssemester in Asien gewinnen möchten können also schon vor Ablauf der Teilnahmefrist am 13. Mai 2011 sehen, wie ihre Chancen stehen.

Wir finden: der ImaginASIA-Wettbewerb ist eine tolle Chance für Studenten, die sich vorstellen können, ein Semester in Fernost zu studieren – und auch wer nicht gewinnt, der findet bestimmt ein paar hilfreiche Informationen auf der ASIA EXCHANGE-Webseite. Da verzeiht man gerne, dass das Design ziemlich 90er-Jahre-mäßig daher kommt…

Barclaycard mit neuen Konditionen

Der Zinssatz für die Barclaycard für Studenten hat sich geändert. Statt wie bisher 2,2% gibt es jetzt nur noch 1,5% Zinsen auf das Geld, das sich auf dem Kreditkartenkonto befindet.

Klar – das ist schade, aber gerade für Studenten, die sich hin und wieder im Ausland aufhalten ist die Barclaycard immer noch eine Top-Lösung. Man hat kann an allen Stellen damit bezahlen, die VISA oder Mastercard profitieren – und mindestens eines von beiden wird mittlerweile auch im hintersten Winkel der Welt akzeptiert.

Wir haben für Euch ein Special zu Studentenkreditkarten zusammengestellt. Alle Infos und Anbieter, die wir für hilfreich halten, haben wir dort zusammengeschrieben: Kreditkarte für Studenten. Noch mehr Infos zu allen Finanzthemen, die für Studenten wichtig sind findet ihr unter in der Navigation unter: FINANZIERUNG.

Es grüßt Lisa, die stets nur Euer bestes will.

In Australien studieren

Auslandssemester in Australien oder gleich das ganze Studium in Down Under absolvieren?

Gerade an so verregneten Tagen wie heute kann einen schon mal das Fernweh packen. Man sitzt morgens so an seinem Schreibtisch und fragt sich, wo wohl gerade die Sonne scheint oder wo es wohl gerade besonders warm ist. Aus diesem Grund gibt es heute mal ein paar Fernweh-Studententipps aus dem Internet von mir. Zielland Australien!

  • Australienblogger: Den Australien-Blog habe ich vor zwei Jahren schon einmal hier im Blog vorgestellt: Ab nach Australien? –Nicht ohne Australienblogger! Reisewillige Studenten finden hier umfassende Informationen zu Einreisebestimmungen, Dingen, die vor Ort beachtet werden müssen und Kulturtips.
  • Gostralia: Diese Seite richtet sich speziell an Studenten, die in Australien oder Neuseeland studieren wollen. Hier findet man alle Infos, die für ein Auslandssemester wichtig sind: Wie funktioniert das australische Studiensystem, welche Stipendien gibt es, die einen Aufenthalt in Australien Finanzierbar machen und welche Erfahrungen haben andere Studenten bereits in Australien gesammelt.
  • Das Institut Ranke-Heinemann ist das zentrale Studiensekretariat der australischen und neuseeländischen Universitäten in Europa. Hier gibt es ähnliche Informationen wie auf Gostralia, aber viel Detaillierter. Man kann sich genau ansehen wie die einzelnen Studienprogramme an allen Universitäten aufgebaut sind und erhält ausführliche Hinweise und viele Links zum Bewerbungsverfahren.

Wer darüber nachdenkt sein ganzes Studium oder ein Auslandssemester in Australien oder in Neuseeland zu verbringen, der ist mit diesen drei Links schon einmal sehr gut beraten. Habt ihr noch weitere Tipps für das Studium in Australien, die wir hier nicht erwähnt haben? Schreibt uns doch einen Kommentar.