17. May 2012

Entspannung bitte jetzt

Schnellstudierer haben keinen Vorteil

DIE ZEIT hat einen Artikel veröffentlicht, auf den ich schon lange gewartet habe! Die Kernaussage: Es gibt keinen Grund wegen dem Lebenslauf oder den späteren Karrierechancen durch das Studium zu hetzen.

Heissa! Mir war das irgendwie klar und andererseits auch egal, da ich mich nach dem Studium ohnehin selbstständig machen wollte und vergleichsweise wenige Personalchefs meinen Lebenslauf zu Gesicht bekommen. Und auch meine Kommilitonen wussten irgendwie immer schon, dass man nicht mit 22 Jahren einen Studienabschluss, Auslandserfahrung und Ehrenamtliches Engagement vorweisen kann ohne irgendwie total außergewöhnlich oder auf Drogen zu sein. Dennoch haben wir oft im Freundeskreis darüber gesprochen, wer wie viele Scheine (oder Punkte) jeder in welchem Semester macht, in welchem Sommer man schnell das Auslandspraktikum absolvieren kann und wie zum Teufel die Schulungstermine bei der Studentischen Unternehmensberatung zum verschulten Stundenplan eines Bachelorstudenten passen können. Das Ergebnis waren jedes mal Schuldbewusste Gesichter (es gibt immer Einen, der es besser hinbekommt als man selbst), Panik wegen fast vergessenen Fristen und Lernphasen, die sich über Monate hinziehen und an deren Ende so viele Klausuren stattfinden, dass man oft mehrere Prüfungen an einem Tag absolvieren muss. Und 7 Seminararbeiten in vier Wochen sind auch kein Spaß!

So ein Hetz-Studium kann uns nicht auf ein Selbstbestimmtes und vor allem Selbstbewusstes Leben vorbereiten. Endlich steht das auch mal in einer großen Zeitung! Und DIE ZEIT hat sogar mit dem Personalverantwortlichen der Telekom gesprochen. Ergebnis: Der Telekom geht es eher darum die Begabungen der Absolventen herauszufinden, als möglichst junge Studenten einzustellen.

Und es kommt noch besser: Zahlreiche Studien konnten nicht belegen, dass Schnell-Studenten mit weniger Semestern als der Durchschnitt, bessere Karrieren hinlegen, mehr verdienen und tollere Jobs bekommen, als die Normalos unter uns.

Ihr merkt schon: Ein lesenswerter Artikel, der uns allen etwas Mut macht. Schön mal so einen Text zu lesen und nicht den vierhundertneunzigsten Artikel darüber, dass Studenten zu dumm und zu langsam sind und sowieso nur dem Steuerzahler auf der Tasche liegen. Danke ZEIT ONLINE für: Bin ich schon zu alt?

Neid auf Architekturstudenten ist angebracht

Ich hab es schon eine Weile lang vermutet – aber jetzt ist es offiziell. Architekturstudenten sind wirklich zu beneiden. Warum? Ich hatte es schon mehrmals geschrieben: Es gibt unfassbar viele Studentenwettbewerbe in dem Fach Architektur. Woher ich das weiß? Ich habe eine Webseite gefunden, deren einzige Daseinsgrundlage es ist, Architekturwettbewerbe aufzulisten. Und jetzt haltet Euch fest. Wenn ich in der Suchmaske eingebe, dass ich nur Wettbewerbe suche, bei denen Studenten als Teilnehmer zugelassen sind, dann bekomme ich 1701 Suchtreffer!

Für Architekturstudenten ist das eine praktische Sache. Aber für mich bedeutet das, dass ich jetzt aufhöre über Wettbewerbe für Architektur-Studenten zu schreiben. Guckt einfach alle auf competitiononline nach!

Es grüßt Lisa, die stets nur das Beste für euch will, aber manchmal angesichts der Datenlage einfach kapitulieren muss.

Studienfach-Wechsel

Was müssen Studenten beachten, die in ein anderes Studienfach wechseln wollen?

Nicht immer ist der erste Weg, den man einschlägt auch der Richtige. Das kennen viele von uns aus ihrem Liebesleben… stimmt aber beim Studium genauso. Gerade dann, wenn man frisch nach dem Abitur an die Uni kommt, kann die Ernüchterung nach den ersten Wochen besonders groß sein (im Gegensatz zu Studenten, die berufsbegleitend studieren oder ein Zweitstudium machen). Wenn dann der Gedanke an einen Studienfachwechsel kommt, sollten ein paar Dinge beachtet werden:

  • Nicht zu lange zögern! Bei einem Studienfachwechsel geht Zeit verloren. Gerade, wenn man in ein komplett anderes Fach wechselt, können meist keine Scheine und Leistungen angerechnet werden. Man muss also ganz von vorne anfangen und die Studienzeit verlängert sich.
  • Infos vom BaföG-Amt einholen! Unter Umständen kann die BaföG-Förderung teilweise oder ganz wegfallen. Wer als Student auf die staatliche Unterstützung angewiesen ist, der sollte unbedingt vor dem Wechsel mit seinem Betreuer sprechen.
  • Den neuen Studiengang genau anschauen! Ist man schon einmal Student, dann fällt einem der Kontakt zu Studierenden aus anderen Fächern leichter, als einem Abiturienten, der noch keine Hochschulerfahrung hat. Dieser Vorteil sollte unbedingt ausgenutzt werden! Sprecht mit Studenten, die das Fach studieren, zu dem ihr Wechseln wollt und fragt sie darüber aus, ob das Studium auch wirklich euren Vorstellungen entspricht. Ein weiterer Fachwechsel sollte unbedingt vermieden werden!
  • Kontrolle! Nach dem ihr den Fachwechsel beantragt habt, solltet ihr unbedingt kontrollieren, ob dieser auch wirklich vollzogen wurde. Mein eigener Antrag ist auf dem Weg zwischen zwei Verwaltungsstellen verloren gegangen, so dass ich bei der Abgabe der Abschlussarbeit feststellen musste, dass ich offiziell noch ein ganz anderes Fach studiere…. Auf solche Eventualitäten sollte man gefasst sein.

Wer mit seinem Studium unzufrieden ist, sollte sich aber auch trauen, darüber nachzudenken, ob ein Studium überhaupt das richtige für ihn ist. Nicht jeder, der ein Abitur bestanden hat ist an der Hochschule auch automatisch gut aufgehoben. Vielleicht passt eine Lehre viel besser zum eigenen Typ?

Jobs im Webmarketing

Was macht eigentlich ein Trainee im SEO Bereich und kann man „Suchmaschinenoptimierung“ studieren?

Wer sich für Berufe in dem Bereich Internet, IT und Webmarketing interessiert, eventuell schon selbst einige Erfahrungen mit SEO, SEM und SMM gemacht hat, oder endlich mal etwas Geld damit verdienen möchte, dem sei der Podcast Online Radar ans Herz gelegt. In der Sendung vom 19. Januar 2011 erklären die drei Web-Experten Kai Spreistersbach, Gidon Wagner und Alexander Geisenberger ganz Anfängertauglich was die Stellenbezeichungen im Web-Bereich eigentlich Bedeuten und welche Aufgaben man in den verschiedenen Positionen hat. Besonders interessant: Der Hinweis auf den (leider bereits gefüllten) Studiengang an der Uni Würzburg Medienkommunikation bei Prof. Mario Fischer.

Die Stelle, an der über die Jobs, Studiengänge und Tätigkeiten im Web-Bereich berichtet wird ist bei Minute 1:25. Aber auch der Rest der Sendung ist (nicht nur für Fachleute) sehr interessant zu hören. Besonders hat mir der Teil gefallen, in dem Erklärt wird, worauf man bei Pressemitteilungen im Internet achten sollte. In Meiner Eigenschaft als Rasende Studenten-Welt-Reporterin habe ich ja ständig mit so etwas zu tun. Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, wie ungeduldig es einen macht, wenn die Beschriebene Veranstaltung in einer Pressemitteilung zwar super spannend klingt, aber weder ein Link noch ein Termin im Text zu finden sind…

Mehr Infos und den Podcast Online-Radar zum anhören unter: www.onlineradar.de

Horizonte auch bei uns erweitern

Der aufmerksame Leser hat vielleicht schon bemerkt, dass wir von Studenten-Welt von Augsburg aus in die Studenten-Welt hinaus bloggen. Aber allermeistens müssen wir über Themen schreiben, die uns hier in Schwaben gar nicht so unbedingt betreffen. Mal abgesehen, von den Themen, die alle Studenten betreffen, ist hier immer nicht sooooo viel geboten…

Heute hat sich das mal geändert. Ich habe gerade gelesen, dass die Bildungsmesse Horizon im November 2011 nach Augsburg kommt. Die Messe hat sich auf Studienberatung und Abiturientenausbildung spezialisiert – ist also ein absoluter Pflichttermin für alle, die noch nicht genau wissen ob und was sie studieren wollen – und wo. Aber auch Young Professionals oder Berufstätige, die sich weiterbilden wollen sind die Zielgruppe der Bildungsmesse.

In Augsburg findet die Horizon am 12. Und 13. November im Messezentrum (ganz nah bei der Uni) statt. Alle anderen Termine in den Städten Stuttgart, Bremen, Friedrichshafen, Weimar, Freiburg, Leipzig, Mannheim, Mainz, Münster und Bamberg und weitere interessante Informationen zur Bildungsmesse findet ihr auf der Webseite www.horizon-messe.de.

Einstieg Abi: StudiNavi NRW Stand informiert rund ums Studium

Das Online-Portal StudiNavi NRW ist bei der EINSTIEG Abi in Köln am 11. und 12. März mit einem eigenen Stand vertreten. Dort können sich Studieninteressierte über alle Fragen zum Studieren in Nordrhein-Westfalen informieren. Wissenschaftsministerin Svenja Schulze besucht den StudiNavi NRW Stand am Freitag.

Der StudiNavi NRW Stand H 49 in Halle 7 der Kölnmesse bietet umfassende Informationen zum Studieren im Land – angefangen beim Studienstart und bei der Studienorganisation bis hin zur Studienfinanzierung und den zahlreichen Studiengängen an den 68 Hochschulen in Nordrhein-Westfalen. Die Besucher können sich vor Ort durch das Online-Angebot klicken und auch gleich verschiedene Self-Assessments der Hochschulen im Internet ausprobieren, um mehr über ihre Studienneigungen und Talente zu erfahren. Für gute Unterhaltung sorgt an beiden Messetagen ein ScienceSlam. Dabei präsentieren junge Geistes- und Naturwissenschaftler aus Nordrhein-Westfalen ihre Forschungsarbeiten auf unterhaltsame Weise. Die Standbesucher erfahren durch die Vorträge unter anderem, wie heiße Luft die Welt verbessern kann und welchen Einfluss Hormone auf das Lernen haben.

Wissenschaftsministerin Svenja Schulze am Stand

Die nordrhein-westfälische Wissenschaftsministerin Svenja Schulze besucht den Messestand des StudiNavi NRW am Freitag im Anschluss an einen Presserundgang. Dabei stellt sie das Online-Portal näher vor, präsentiert einen neuen Clip zum StudiNavi NRW, steht für Pressefragen zur Verfügung und sucht das Gespräch mit Schülerinnen und Schülern.

Im Fokus: Studierende aus Nicht-Akademikerfamilien

Neben Ansprechpartnern des StudiNavi NRW ist am Stand speziell für Studieninteressierte aus Nicht-Akademikerfamilien ein Berater der Initiative Arbeiterkind.de vertreten, mit der das NRW-Wissenschaftsministerium kürzlich eine Kooperation geschlossen hat. Ziel der Zusammenarbeit ist es, mehr Kinder aus nicht-akademischen Familien für ein Studium zu gewinnen. Hierzu richtet Arbeiterkind.de zurzeit ein Büro an der Universität Duisburg-Essen ein, das Projekte für ganz Nordrhein-Westfalen bündeln soll.

Sich einen Namen machen

Internet ist voll wichtig für den Lebenslauf und so – klar. Aber wer tut schon wirklich aktiv etwas dafür, sich im Netz einen Namen zu machen, abgesehen von einem xing-Profil? Gut. Wir achten alle darauf, dass wir keine peinlichen Partybilder online stellen oder uns jemand auf solchen Bildern markiert. Aber sonst?

Wer sich im Internet einen Namen machen will, der sollte die zwei Währungen Keywords und Backlinks kennen. Keywords sind Schlüsselwörter, nach denen im Internet gesucht wird. Für unseren Blog ist zum Beispiel „Studentenangebot“ ein wichtiges Wort. Wer so etwas in der Google-Suche eingibt, der bekommt als Suchergebnis hoffentlich auch Studenten-Welt aufgelistet. Backlinks sind Links, die auf die eigene Seite verlinken. Ähnlich wie in der Wissenschaft werden Internetseiten als besonders wichtig erachtet, auf die viele andere Seiten hin verlinken – vergleichbar mit einer wichtigen Studie, aus der andere Wissenschaftler zitieren.

Um dieses Währungssystem klug für sich zu nutzen ist ein eigener Blog eine tolle Sache. Je themenspezifischer dieser Aufgebaut ist, desto erfolgreicher wird er in den Augen von Google sein (Erfolg = wird leicht über die Suchmaschine gefunden). Wer im Internet einen erfolgreichen Blog betreibt, kann bei Bewerbungen auf diese Expertise verweisen und lernt mit hoher Wahrscheinlichkeit auch über seinen Blog andere Experten (Arbeitgeber, Kooperationspartner, etc.) kennen.

Worüber sollten Studenten bloggen? Wie wäre es mit Fachthemen aus dem Studium? Klug wäre es, sich gleich ein Thema zu nehmen, das zum späteren Berufswunsch passt. Am allergenialsten fände ich es, wenn man es schafft, die Themen aus dem eigenen Studiengang mit aktuellen oder fachfremden Themen in Zusammenhang zu bringen. So kann man – bildlich gesprochen – am Rande seines eigenen Fachgebietes bloggen und dadurch leichter auch Fachfremde Leser auf sich aufmerksam machen.

So ein Blog macht Arbeit. Durchschnittlich eine halbe Stunde täglich sollte man mindestens einplanen. Eine Möglichkeit, den Workload etwas zu verteilen ist, dass sich mehrere Kommilitonen zusammenschließen. Dadurch entsteht ein größerer Pool an Texten, die Arbeit für den Einzelnen verringert sich und der Blog ist belebter und abwechslungsreicher. Einen Blog, der von mehreren Studenten geschrieben wird, kann man zum Beispiel hier anschauen: SUCCESS & FAILURE wird von Studenten der HWR Berlin geschrieben.

Eine Liste von Studentenblogs, über die wir bisher schon berichtet haben, findet ihr hier: Studenten-Welt/Studentenblogs. Sollen wir auch über Deinen Blog berichten? Schreib uns einen Kommentar mit Link!

Energiekonferenz für Studenten

Studierende treffen Unternehmensvertreter der Energie-Branche

Die Handelshochschule Leipzig lädt zur ersten Energiekonferenz ein. Das Thema der, von Studenten organisierten Konferenz, lautet “E-Mobility – Implikationen für Geschäftsmodelle und Infrastruktur”.

Das Besondere an der Konferenz des HHL Energy-Club: Ausgewählte Studenten dürfen während der Veranstaltung mit den Vertretern großer Energieunternehmen, Politikern und Wissenschaftlern in Kontakt treten und diskutieren. Wer neben diesem meet&greet auch noch in den Genuss von Fallstudienwettbewerben, Podiumsdiskussionen und Expertenvorträgen kommen möchte, der sollte sich schnell noch für die Teilnahme an der HHL_Konferenz bewerben!

Bis zum 20. März können Studenten ihren aussagekräftigen Lebenslauf an die Organisatoren schicken. Die Energiekonferenz findet am 14. Und 15. April in Leipzig statt.

Link zur 1. HHL Energie-Konferenz

Studentisches Magazin für Fotografie

Wir mögen praxisbezogene Studentenprojekte, daraus haben wir bisher bei Studenten-Welt kein Geheimnis gemacht. Deswegen möchte ich euch heute das studentische Fotografie-Magazin „Album“ vorstellen.

Album wird von Studenten der Hochschule für Gestaltung in Offenbach herausgegeben und verlegt. Die Großformatigen Fotografien sind auf Zeitungspapier gedruckt. Ausgabe Nummer 1 ist letztes Jahr erschienen. Alle sechs Monate soll nun ein neues „Album“ folgen.

Der Erfolg, den die Studenten mit ihrem Magazin haben, kann sich wirklich sehen lassen. Sogar in Paris auf der Offprint war man begeistert von „Album“.

Bei der Arbeit an dem Magazin lernen die Studenten nicht nur, wie man eine hübsche Zeitung bastelt, sondern vor allem auch, wie viel Arbeit und Aufwand in den Vertrieb gesteckt werden müssen. Das finde ich persönlich sehr aufregend, denn was gibt es besseres, als schon während dem Studium die raue Luft der Medienbranche zu schnuppern?

Links zum Thema:

Erwin Pelzig sucht studentisches Patenkind

Wie vor einigen Tagen auf der Webseite des ZDF veröffentlicht, sucht der Kabarettist Erwin Pelzig (mit hartem „B“) ein Studentisches Patenkind. Dieses möchte er ein Stück entlang des Studienweges begleiten und ab und zu in seine Sendung „Pelzig hält sich“ einladen. Der Kabarettist ist aus dem Bayerischen Rundfunk bekannt und hat immer wieder Gastauftritte in Satiresendungen.

Gesucht werden Studenten aus allen möglichen Fachrichtungen, bevorzugt Studenten, die ein Fach studieren das Leute wie Hans Olaf Henkel überflüssig finden.

Online gibt es ein interaktives Bewerberformular und weitere Infos zur Bewerbung als studentisches Patenkind von Erwin Pelzig.

ZDF: Patenschaft powered by Pelzig!