4. February 2012

Studenten und Beton

Ja, richtig gelesen. Es geht um das Baumaterial.

Studenten sind eine beliebte Zielgruppe bei vielen Unternehmen. Nur logisch, dass sich auch die jeweiligen Unternehmensverbände mit gezielten Kampagnen an die Studierenden wenden. Bei meinen Recherchen für Studenten-Welt stoße ich öfters auf Kampagnen, mit denen gezielt Studenten angeworben werden sollen, wenn sie mir interessant für unsere studentischen Leser erscheinen, dann berichte ich hier in unserem Studentenblog darüber. Doch das ist nicht oft der Fall.

Die Kampagne der Deutschen Zement- und Betonindustrie muss ich Euch aber vorstellen, denn für mich als Sozialwissenschaftler ist das natürlich irgendwie echt lustig.

Mit dem Blog BETON/CAMPUS sollen gezielt Studenten angesprochen werden, die sich im Studium mit Beton beschäftigen. Ich nehme mal an, das sind Architekten und Statiker und Bauingenieure oder so.

Im Moment befinden sich auf der Seite nur drei Beiträge, von denen einer ein künstlerisches Betonfoto ist. Hier besteht also noch Ausbaubedarf. Vor allem die Stellenausschreibungen der teilnehmenden Unternehmen fehlen mir. Um so erstaunlicher ist, dass die dazugehörige facebook Fanseite bereits mehr als 150 Fans hat.

Gut, es scheint also Interesse an Beton zu bestehen unter der deutschen Studierendenschaft. Und gegen Fachportale mit Informationen für eine ganz bestimmte Zielgruppe ist auch gar nichts einzuwenden. Wir sind ja für Vernetzung uns so.

Von diesem Blog aus wird übrigens gerade ein Wettbewerb gestartet. Von dem erzähle ich den Beton-Fans unter uns dann aber mal in einem anderen Beitrag.

Absprung für Verbindungsstudenten

Das Thema ‚Hilfe zum Ausstieg’ ist wegen der Trojaner-Shirts, die bei einem NPD-Festival verteilt wurden, in aller Munde. SPIEGEL ONLINE hat über die Aktion berichtet, bei der Shirts verteilt wurden, die nach dem Waschen eine Botschaft mit Kontaktdaten für Ausstiegswillige Parteimitglieder enthielten.

Eine etwas andere Zielgruppe hat das Sorgentelefon der Asta Göttingen. Hier will man Verbindungsstudenten beim Ausstieg helfen. Die Studentenverbindungen haben oft sehr strenge Regeln bezüglich der politischen Ausrichtung ihrer Mitglieder. Und auch die Freizeitgestaltung beinhaltet viele Veranstaltungen, bei denen Verbindungsbrüder gemeinsam etwas unternehmen.

So brechen nach und nach die Kontakte zu Nicht-Mitgliedern ab. Kommt es dann zum (politischen) Zerwürfnis mit der Verbindung stehen die Studenten oft ganz alleine da. In manchen Fällen ist die Mitgliedschaft in einer bestimmten Verbindung Familientradition, so dass die ausstiegswilligen Studenten nicht selten Angst vor finanziellen Konsequenzen haben müssen.

Die Beratungsstelle in Göttingen kümmert sich um solche Studenten uns hilft ihnen bei der Neuorganisation ihres Alltags. Bis zu vier Fälle pro Woche werden dort bereits bearbeitet. Und selbst die beratenden Studenten bleiben lieber anonym aus Angst vor den Burschenschaften.

  • Sorgentelefon ‚falsch verbunden’ des Asta Göttingen: 0551-39 222 68
  • Hotline ‚presence’ Leipzig: 0341 – 97 37 861

Quelle: Falsch Verbunden

Medizinstudenten helfen online

Jeder weiß, dass es im wahrsten Sinne des Wortes tödlich sein kann, im Internet nach Krankheiten und Symptomen zu googlen, die man selbst hat (oder zu haben glaubt). Medizinstudenten aus ganz Deutschland haben sich jetzt zusammengeschlossen um diesen Trend auszunutzen.

Auf washabich.de erklären die Studenten ehrenamtlich medizinische Fachbegriffe und wollen dadurch den Patienten helfen, besser zu verstehen, was der Doktor eigentlich sagt. Konkret läuft das so, dass Patienten Schriftstücke einsenden können, die dann in einer allgemein verständlichen Sprache wieder zurückgeschickt werden. Das können Laborbefunde sein, aber auch Arztbriefe oder Ergebnisse von Röntgenuntersuchungen.

Ob das so sinnvoll ist, die eigentlich betreuenden Ärzte mit der Webseite washabich.de von Ihrer Erklärungs-Aufgabe zu entbinden, das sei mal dahingestellt. Toll finde ich allerdings, dass die Medizinstudenten wirklich von der Seite profitieren!

Zum einen erhalten sie durch die Erstellung der Übersetzungen viele echte Übungsaufgaben, die sie für ihren späteren Job vorbereiten. Dazu kommt, dass die teilnehmenden Studenten durch ihre Arbeit erkennen, bei welchen Befunden, Begriffen und Diagnosen die Patienten fragen haben. Später können sie dann bei der Betreuung ihrer eigenen Patienten gezielt darauf eingehen. Die Betreuungssituation könnte sich also nachhaltig verbessern. Der dritte Vorteil, den die teilnehmenden Medizinstudenten von dem Portal haben, ist dass sie ihren Namen in einem sehr professionellen und fachbezogenen Umfeld präsentieren können. Für eine spätere Anstellung ist das sicherlich sehr hilfreich!

Wir von Studenten-Welt.de finden: Washabich.de ist ein tolles Portal! Studenten aller Studiengänge, gehet in Euch und denkt Euch ebenbürtige geniale Internetprojekte aus! Wir sind gespannt und werden auf jeden Fall darüber berichten!

Produktivitätssteigerung durch sozialen Druck

Studenten entdecken Coworking-Büros

Coworking ist, wenn man sich einen Schreibtisch in einem Haus mietet, in dem ganz viele Schreibtische stehen. Weil viele andere das genauso machen entsteht eine Arbeitsatmosphäre, die nicht so einsam ist wie zu Hause, nicht so unruhig wie in einem Café und nicht so still wie in der Bibliothek. Außerdem trifft man an der Kaffeemaschine immer andere „Coworker“, die gerade an totaaaaal aufregenden Projekten arbeiten.

Für Studenten eignen sich die Coworking Spaces deshalb ganz gut, weil man endlich mal raus kommt aus dem alleine-vor-sich-hinwursteln-Studientrott. Später, im Job ist es auch nicht mucksmäuschenstill im Büro. Außerdem ist das gemeinsame Arbeiten einfach eine schöne Abwechslung. Wer zum Beispiel eine Hausarbeit schreibt, der braucht nicht unbedingt die Totenstille der Bibliothek, lässt sich aber zu Hause zu leicht ablenken von so spannenden Dingen wie dem Abwasch, dem Pro7 Nachmittagsprogramm oder der Spaghetti-Bolognese die gerade in der Nachbar-WG gekocht wird.

Das erste große Coworking-Haus ist das Betahaus in Berlin wir haben darüber in dem Artikel Schreibtisch zu vermieten berichtet. Weitere Infos zum Coworking und eine kleine Liste mit Coworking-Spaces in Deutschland findet ihr unter http://www.brueckenbande.de/Coworking.

Sachen verleihen

Internet vernetzt jetzt auch den Besitz der Nutzer

Ob Studenten jetzt eigentlich mehrheitlich arm sind und sparen müssen, oder eben nicht ist ja eigentlich egal. Wie es um das eigene Konto bestellt ist, weiß jeder Student selbst am besten. Aber wenn man (nicht nur) als junger Studierender Geld sparen kann, ist das schon eine feine Sache.

Zu dem Thema möchte ich euch heute zwei Internetportale vorstellen, die dabei helfen Dinge gemeinsam zu nutzen und dadurch Geld und Müll zu sparen:

  • tamyca ist eine Plattform, auf der Privatleute ihr Auto zum Carsharing anbieten können. In meiner Umgebung gibt es zum Beispiel einen BMW, den ich für vier Stunden (20€), einen Tag (40€) oder eine Woche (250€) mieten kann. Dazu kommt dann noch eine Versicherungspauschale von 7,50€ pro Tag.  Für gelegentliche IKEA-Fahrten oder Partyeinkäufe eine tolle Sache! Carsharingplattform anschauen und testen unter: www.tamyca.de
  • frents ist ein Portal, in dem alle möglichen kleinen und großen Dinge zum verleihen angeboten werden können. Da gibt zum Beispiel einen Bierfasskühler, den ich für 15€ leihen kann, alle möglichen Bücher und Brettspiele, Kameras und Musikinstrumente. Den konkreten Usecase für mich kann ich mir gerade noch nicht richtig vorstellen. Aber ein Blick auf www.frents.com lohnt sich auf jeden Fall. Besonders praktisch: Man kann sich mit dem Facebook-Account einloggen und muss sich nicht erst umständlich registrieren.

Gibt es noch mehr Geldspar-Offline-Verknüpfungs-Portale für Studenten, die wir hier vorstellen sollen? Stellt einfach einen Kommentar unter diesen Artikel.

Es grüßt Lisa, die stets um euer Wohlergehen bemüht ist.

Studentische Netzwerke im Internet

Juhu, Studenten vernetzen sich im Internet. Das hat jetzt auch die DINI, die Deutsche Initiative für Netzwerkinformation e.V. begriffen. Unter der Schirmherrschaft von Frau Bildungsministerin Schavan veranstaltet sie deshalb einen Studentenwettbewerb zum Thema Netzwerke.

Gesucht werden Ideen, Projekte und Konzepte, wie sich Studenten im Internet vernetzen können und dieses Netzwerk auch in der Offline-Welt tätig ist.

Ja, juhu! Motivieren wir die Welt dazu, noch mehr Netzwerke im Internet zu kreieren, in denen man sich anmelden muss! Nicht dass das jemand falsch versteht, ich bin auch ein Freund von facebook und Co. aber reicht es nicht, dass sich kommerzielle Unternehmen mit so etwas beschäftigen? Müssen wir zusätzlich den Anreiz (Wettbewerb) dazu setzen, dass sich wieder 800 Mini-Communities bilden?

Wer eine wirklich gute Idee hat, der möge bitte am Studentenwettbewerb der DINI teilnehmen und mit seiner Erfindung den Studenten auf der ganzen Welt das Leben erleichtern. Wer nur eine mittelmäßige Idee hat, der möge sie bitte für sich behalten.

Infos zum Wettbewerb:

Mein Praktikum

Praktika-Bewertungs-Portal

Ein großes Ding aus Witten“ soll es werden, das Portal meinpraktikum. So zumindest haben es sich die Erfinder-Betreiber-Studenten gegenüber den RuhrNachrichten gewünscht.

Auf dem Onlineportal können Studenten ihre Praktika bewerten und Details über die Tätigkeiten, Aufgabenfelder und die Stimmung im Büro angeben. Ihren Kommilitonen soll das dabei helfen, bei der Suche nach einem Praktikum gleich die richtige Firma zu finden. Schließlich soll ein Praktikum ja auch die Persönlichkeit des Praktikanten widerspiegeln.

Über die einzelnen Unternehmensansichten bekommt man schnell einen Überblick darüber, ob eine Praktikantenstelle wirklich zu einem passt. Da werden Karrierchancen, Lernerfolg und Wertschätzung (!) angezeigt und man erkennt auf einen Blick, wofür das Praktikum taugt (Berufsfeld kennen lernen, Kontakte knüpfen, etc..).

Euch kommt das alles irgendwie bekannt vor? Mir auch. Vor einem Jahr habe ich euch Prakti-Test vorgestellt. Das Portal hat das gleiche Ziel wie meinpraktikum, setzt es aber nicht annähernd so fancy um. Meinpraktikum ist übersichtlicher, besser programmiert, intuitiver und an keiner Stelle verwirrend, nervig oder unklar. So stellen wir uns ein modernes Portal für Studenten vor. Meinpraktikum. De hilft wirklich weiter.

Einziger Knackpunkt: Ob das Unternehmen mit den perfekten Praktikantenstellen wirklich auch gerade einen Praktikanten sucht, das muss der Student erst selbst herausfinden. Eine Verknüpfung zu den Stellenanzeigen ist bisher nur bei den Partnerunternehmen angelegt. Aber diese Einschränkung kann man verknusen. Irgendwo muss ja auch noch eine Herausforderung für den engagierten Praktikanten eingebaut sein!

Es grüßt Lisa, die stets um Euer wohlergehen besorgt ist.

Das Netzwerk ist alles

Nachwuchsförderung der Geisteswissenschaften

Wer kein Netzwerk hat, hat nahezu verloren  – Gemeint sind weder Facebook noch StudiVZ. Gemeint ist ein fachliches Netzwerk unter Akademikern.

Um dieses Netzwerk frühstmöglich zu schaffen tritt bald die „Deutsche Nachwuchsgesellschaft für Politik- und Sozialwissenschaft” auf den Plan, Die Idee stammt von Studierenden aus Osnabrück. Wer jetzt glaubt es handele sich nur um eine erneute Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für Studenten, die ja laut Klischee Nichts zu tun haben, irrt. Am 26. Januar hat sich die blutjunge Gesellschaft gegründet und überzeugt mit einem sinnvollen Programm. Das Hauptziel der jungen Akademiker ist es Studierenden mehr Erfahrungen wissenschaftlichen Arbeitens und fachlichen Austausch zu ermöglichen, ohne das zuschnürende Korsett von Seminaren und dem Widerkauen von Wissen durch Referate. Viel mehr geht es um die Organisation und Durchführung von Fachtagungen, die Teilnahme von Studierenden an Call for Papers sowie das Abhalten von Vorträgen vor einem größeren Publikum. Zu diesen Veranstaltungen sollen bekannte Persönlichkeiten der jeweiligen Fachbereiche geladen werden, die von ihrer täglichen Arbeit berichten. Theorie und Praxis werden hier ohne Praktika verbunden.

Unterstützt wird die Nachwuchsgesellschaft von Alumni-Netzwerken Berufsverbänden und Fachgesellschaften der Politik- und Sozialwissenschaft.

Projektarbeit leicht gemacht

Mixxt stellt kostenlose Community zur Verfügung

Mitarbeit in einer Studenteninitiative, gemeinsames Referat, Forschungsprojekt und die Abschlussfeier – im Leben eines Studenten gib es immer wieder Situationen, in denen er sich mit Kommilitonen austauschen muss und in denen eine erfolgreiche Zusammenarbeit organisiert sein will. StudiVZ und Facebook bieten da nicht immer die besten Voraussetzungen.

Mixxt ist ein kostenloser Online-Service, der genau dafür die passende Lösung bereit stellt. Aus zahlreichen Designs und Modulen kann man sich seine eigene Community zusammenbasteln. Ganz egal, ob die nun öffentlich ist, oder nur fü ein paar Studienkollegen sichtbar sein soll. Für diejenigen unter uns die es nicht lassen können: es gibt gute Möglichkeiten, Mixxt mit den bekannten Social-Media-Seiten zu verbinden.

Ich finde: Tolle Idee. Für die gemeinsame Prüfungsvorbereitung in meinem Abschlussjahrgang habe ich ein Forum aufgesetzt. Hat auch funktioniert, war aber in seinen Möglichkeiten sehr begrenzt. Mixxt – unbedingt ausprobieren!

Links zum Thema:

Arbeiterkinder an die Uni

Plattform für Arbeiterkinder soll Studenten den Einstieg in das Hochschulleben erleichtern

Ja, stimmt schon. Die Statistik sagt, dass Arbeiterkinder seltener studieren. Das liegt daran, dass das Unileben uns aus den Erzählungen von Papa nicht vertraut ist, in unserer Familie vielleicht öfter mal über das Studentenpack geschimpft wurde, oder uns die Großeltern, seit wir 7 Jahre alt sind, immer wieder beschwören, dass eine Ausbildung der beste Weg zu einem sicheren Job ist.

Wer sich trotz widriger Umstände durchs Abi gekämpft hat, der muss sich als Arbeiterkind entscheiden, ob er den Weg an die Hochschule gehen will, bei dem ihm niemand aus der Familie behilflich sein kann. Die Plattform Arbeiterkind.de versucht diese Hemmungen abzubauen. Mit einfachen aber wirkungsvollen Methoden:

  • Stammtische für Arbeiterkinder an der Hochschule in allen großen Hochschulstädten, bei denen man die Mentoren von Arbeiterkind.de treffen kann
  • Vorträge über das Studentenleben in Schulen und abschlussklassen
  • Informationen über Stipendienprogramme (auch für das Ausland) und umfangreiche Stipendiateninterviews und Erfahrungsberichte
  • Tipps für wissenschaftliches Arbeiten
  • Hilfe bei der Studienginanzierung

Wir finden: Arbeiterkind.de ist zu Recht von Deutschland, Land der Ideen zum Ausgewählten Ort 2009 ausgezeichnet worden. Arbeiterkinder, die in ihrer Familie die ersten an der Uni sind, sollten unbedingt auf der Plattform vorbei schauen! Auch wenn man kein Stipendium benötigt, um seinen Studentenalltag zu meistern, so ist es doch schön zu wissen, dass es andere da draußen gibt, die mit den gleichen Problemen zu kämpfen haben, wie man selbst.

Das Arbeiterkind Lisa grüßt alle anderen Arbeiterkinder dort draußen, die sich gerade überlegen, ob sie studieren wollen.