4. February 2012

Irgendwas mit Medien

Zugegeben, der Titel ist ausgelutscht, aber in diesem Fall wirklich passend. Ich habe nämlich ein Portal entdeckt, auf dem sich Studieninteressierte ganz ausführlich über Medien-Studiengänge informieren können.

Auf MEDIENHOCHSCHUL-KOMPASS findet Ihr Informationen zu den Studieninhalten und den Abschlüssen der verschiedenen Medienstudiengänge. Da wird dann der Unterschied zwischen Medienwissenschaften, Medieninformatik und Kommunikationsdesign endlich klar.

Besonders interessant finde ich die Beschreibung der Berufsfelder, in denen Absolventen nach dem Studium tätig werden können. Hier wird nicht nur eine Liste von Einsatzbereichen aufgezählt, sondern zusätzlich auch der Werdegang von verschiedenen Medienstudenten beschrieben. Ich finde, man bekommt dadurch wirklich einen sehr guten Eindruck.

Zusammen mit allgemeinen Tipps rund um das Studium ist das Medienhochschul-Portal eine ideale Anlaufstelle für Abiturienten. Aber auch, wer bereits in einem Medien-Studiengang eingeschrieben ist, findet hier bestimmt noch die eine oder andere nützliche Information.

Studentenvertreter gesucht

SPIEGEL ONLINE widmet sich in dem Artikel Wie Studentenvertreter zur bedrohten Art werden um die aussterbende Spezies der Fachschaftsstudenten und Studierendenvertreter an den deutschen Unis.

Ich habe mich sehr über den Artikel gefreut und finde es sehr gut, dass das Thema aufgegriffen wurde. Ich glaube nämlich, dass ich in meiner eigenen Studienzeit hier einen Trend beobachtet habe. Man kann sich eigentlich nicht über mangelndes Engagement der Studenten beklagen, doch leisten Sie Ihren Dienst an der Gesellschaft ungern gegenüber ihren Kommilitonen. Lieber engagiert man sich in einer Studentengruppe oder Initiative, die einem bei der Entwicklung der eigenen Karriere hilft.

Ein Beispiel: Ich selbst habe zuerst Politikwissenschaft studiert. Die Funktionsweise der demokratischen Mitbestimmung ist mir also durchaus ein Begriff. Dennoch bin ich nicht in das Studierendenparlament gegangen, sondern wurde lieber Mitglied in einer Studentischen Unternehmensberatung. Weil: Kontakte knüpfen und Praxiserfahrung sammeln für mich damals am wichtigsten waren.

Ich hätte aber durchaus einiges zu sagen gehabt über die Bürokratie an unserer Universität über die Verwendung der Studiengebühren und über einiges mehr. Aber über ein paar Bücherwünsche, die ich per Mail an die Unibibliothek geschickt habe, bin ich nicht hinausgekommen.

Dennoch gab es ein Studierendenparlament an unserer Universität. Doch dort hatte ich eigentlich auch gar keine Lust, meine Meinung zu sagen. Die Wortführer waren ausschließlich die Hippies mit den Rastazöpfen und die Kiffer. Die fand ich eigentlich nett und habe mich gut mit ihnen verstanden, aber es hat mir widerstrebt, Teil einer (politischen) Bewegung oder Meinungsgruppe zu sein, die in der Öffentlichkeit grundsätzlich barfuss und trommelnd auftritt. Wenn mir das nun schon schwer fällt, wie abwegig wird das dann erst für die rosa-Polohemden-Jura-Studenten gewesen sein?

Weder gegen die Jura-Studenten, noch gegen die Hippies ist etwas einzuwenden. Ich kann beide Seiten sehr gut verstehen. Aber mir ist auch völlig klar, warum die Universitätsgremien und Fachschaften Nachwuchsmangel haben, wenn man sich fragen lassen muss, ob man kifft, das würden ja schließlich alle Kollegen im AstA auch tun.

Es ist nun mal nicht gut für die eigene Karriere, wenn die Kommilitonen einen für einen Hippie halten. Die werden dann nämlich fünfzehn Jahre später sicher zwei mal überlegen, ob sie einen lukrativen Mandanten an den ehemaligen Kiffer empfehlen.

Studiengang Internationales Management

Internationales Management… klingt märchenhaft! Ein Job bei einem multinationalen Unternehmen, mit dem Hubschrauber zwischen St. Tropez und Paris pendeln, Flüge ausschließlich in der Business Class und Telefonkonferenzen auf japanisch.

Ich weiß, ich klinge polemisch, ab so oder so ähnlich stellen sich viele ihren Berufsalltag vor, wenn Sie als Studienfach Internationales Management studieren.

Ob diese Vorstellung mit der Realität überein stimmt kann man als interessierter bald-Student auf dem Portal Internationales Management Studieren überprüfen. Auf der Plattform für den Studiengang werden Berufsbilder und Studienalltag genau beschrieben, so dass es angehenden Studenten möglichst leicht gemacht wird, sich für (oder gegen) diesen Studiengang zu entscheiden.

Besonders interessant finde ich den Beitrag über die verschiedenen Bezeichnungen der Studienfächer, die weitläufig unter „Internationales Management“ zusammenzufassen sind. Nicht zuletzt deshalb ist die Seite eine wunderbare Hilfe für angehende Studenten und Abiturienten, vor allem aber auch für Bachelor-Absolventen, die einen passenden Master-Studiengang suchen.

Wir von Studenten-Welt drücken Euch die Daumen für das neue Semester und wünschen Euch, dass Ihr das Studienfach findet, das am besten zu Euch passt.

Medizinstudenten aufs Land

Die Bundesärztekammer hat sich einen feinen Plan ausgedacht: Im Rahmen ihrer Ausbildung sollen Medizinstudenten in ländlichen Regionen eingesetzt werden. Damit soll zum einen der herrschende Ärztemangel kurzfristig etwas abgedämpft werden, zum anderen hofft man, dass die angehenden Mediziner am Landleben gefallen finden.

Wer einmal notgedrungen Landluft geschnuppert hat, der kann sich vielleicht eher vorstellen, sich als Allgemeinarzt nach dem Studium in einem Dorf niederzulassen.

Die Medizinstudenten sollen laut Frank Ulrich Montgomery, dem Präsidenten der Bundesärztekammer, in Landarztpraxen und ländlichen Krankenhäusern eingesetzt werden. Dafür ist zunächst eine Änderung der Approbationsordnung notwendig.

Ich persönlich finde die Argumentation schlüssig, denn wenn man das Leben auf dem Land überhaupt nicht kenn, ist natürlich die Hemmschwelle extrem hoch, sich dort als Landarzt niederzulassen. Eine mehrmonatige Kennenlernphase scheint mir deshalb sinnvoll. Aber ich kann auch gut reden, ich bin ja kein Medizinstudent.

Das würde mich ja wirklich mal interessieren, was die betroffenen Studenten von dem Landärzte-Plan der Bundesärztekammer halten!

Zugang zur Hochschule in Deutschland

Vor kurzem haben wir ja schon über Studieren ohne Abitur berichtet. Zur Vervollständigung kommt heute noch mal ein Artikel über den ganz normalen Zugang zu einem Hochschulstudium.

Manche Studiengänge haben in Deutschland eine so hohe Bewerberzahl, dass die Vermittlung der Studienplätze zentral geregelt wird. Das läuft dann über die ZVS, die Zentrale Vergabestelle für Studienplätze.

Die Vergabe der Studienplätze über die ZVS ist aufgeschlüsselt. 20 Prozent der Studienplätze gehen an die Bewerber, die den besten Abiturschnitt haben. Zum Beispiel werden bei einem NC (Numerus Clausus) von 1,7 alle Bewerber abgelehnt, die eine Abiturnote von 1,8 oder schlechter haben.

Weitere 20 Prozent der Studienplätze in den begehrten Fächern Medizin, Tiermedizin, Zahnmedizin, Pharmazie und Psychologie gehen an Bewerber, die bereits ein oder mehrere Semester auf einen Studienplatz warten, Pro Wartesemester verbessert sich nämlich die Abiturnote um 0,1.

Die verbleibenden 60 Prozent der Studienplätze dürfen die Hochschulen selbst vergeben.

Hier kommt es ganz auf die Hochschule an, bei der Ihr Euch bewerbt. Manche Universitäten verlangen Einstufungsteste, Eignungsverfahren, persönliche Gespräche oder Empfehlungen. Bei anderen reicht es, sich einfach für den Wunsch-Studiengang einzuschreiben.

Auf alle Fälle ist es wichtig, sich rechtzeitig darum zu kümmern, welches Verfahren an der Wunsch-Uni angewendet wird. Bewerber, die nach der Bewerbungsfrist kommen werden in Einzelfällen von der Hochschule akzeptiert, aber darauf sollte man sich keinesfalls verlassen.

Ein letzter Tipp noch für alle zukünftigen Studenten: Manche Hochschulen bieten freiwillige Online-Eignungstests an. Die haben keinen Einfluss auf die Bewerbung, da sie meist Anonym ausgefüllt werden, doch die Tests sind eine gute Möglichkeit um sich selbst zu prüfen, ob man sich wirklich für den richtigen Studiengang entschieden hat.

Irgendwas mit Mode…

Ein Modestudium ist der Traum vieler junger Kreativer. Eine Onlineplattform erklärt die wichtigsten Fakten rund um das Modestudium.

Die Modestudiengänge sind Modedesign, Modemanagement, Modejournalismus, Bekleidungstechnik. Die meisten kann man sowohl auf Bachelor, als auch auf Master studieren. Schulabgänger, die gerne ein Studium in diesem Bereich anfangen möchten, stehen vor dem immer gleichen Fragen:

  • Wodurch unterschieden sich die einzelnen Studiengänge?
  • Kann ich auch Mode studieren ohne Designer zu sein?
  • Wie muss eine Bewerbungsmappe für ein Modestudium aussehen?
  • Lohnt es sich Modejournalismus zu lernen, oder soll ich einfach anfangen zu bloggen?

Auf dem Portal MODE Studieren werden genau diese Fragen fachkundig beantwortet. Der Studienhinweiser ist ein Angebot der targroup Media GmbH, die hier wirklich alle Arbeit geleistet hat. Bei der Webseite bekommt sogar ein eingefleischter Sozialwissenschaftler wie ich es bin Lust darauf, irgendwas mit Mode zu studieren!

Fazit: Empfehlenswertes Infoportal rund um das Thema Modestudium.

Studieren ohne Abitur

Auch wer bisher noch kein Abitur gemacht hat, kann an einer deutschen Hochschule studieren. Wir haben eine Webseite gefunden, auf der die meisten relevanten Informationen zum Studium ohne Abitur zusammengestellt wurden: Studium ohne Abi

Das Infoportal ist ein privates Angebot und stellt einige Hochschulen vor, an denen man auch ohne Hochschulreife studieren kann. Das sind zum Beispiel die meisten Fernuniversitäten. Grundsätzlich ist die Zulassung zum Studium jedoch von Bundesland zu Bundesland leicht verschieden. Die Palette reicht hier von Eignungsprüfungen bis zu bestandenen Meisterprüfungen. Doch auch Berufserfahrung, Praxisjahre und ein Schulabschluss der Sekundarstufe 1 können verlangt werden.

Wie auf Studium-ohne-Abi zu lesen ist, verlangen manche Hochschulen sogar nur ein mündliches Gespräch um die Eignung eines Bewerbers ohne Abitur für einen Studiengang festzustellen.

Kein Abitur zu haben ist also kein Grund mehr nicht zu studieren. Die Möglichkeiten sind vielfältig und wenn man als Studienwilliger ein wenig flexibel ist, was Studienort und Studienart (Fernstudium oder Präsenzstudium) betrifft, dann findet man auf alle Fälle einen Weg an die Hochschule.

Wir von Studentenwelt wünschen viel Glück und freuen uns über Eure Erfahrungsberichte!

Konkurrenzdruck unter Kommilitonen

Sich zu Vergleichen und im Wettbewerb stehen mag manchmal eine interessante Herausforderung sein und einen für die raue Karrierewelt rüsten. Doch wenn der Konkurrenzkampf zum Dauerzustand geworden ist, belastet das Studenten im Studium oft stärker, als sie aushalten können.

Auslandssemester, Praktikum, Forschungsprojekt, Fremdsprache, Abschluss vor der Regelstudienzeit…. Studenten erzählen sich gegenseitig gern von Ihren Leistungen und prahlen mit ihrem Durchhaltevermögen. Wer nicht mithalten kann fühlt sich schnell als Außenseiter. Dass dieses Verhalten in einigen Studienfächern (wir nennen keine Namen) an der Tagesordnung ist, hat nun ZEIT CAMPUS zum Anlass genommen, einen einfühlsamen Artikel darüber zu schreiben, wie sich einzelne Studenten aus dem Konkurrenzdruck heraushalten können.

In Was hast du, was ich nicht habe? wird erklärt, wie der Vergleichswahn zu Stande kommt, und dass er auch etwas Gutes habe. Denn einerseits hat jeder Student das Bedürfnis, aus der Masse heraus zu ragen, andererseits helfen Vergleiche dabei, die eigenen Leistungen richtig einzuschätzen.

Da hilft eigentlich nur: Ein bisschen mitspielen, ein bisschen cool bleiben. Man kann das Spiel nicht ändern, aber man kann ab und zu eine Pause einlegen. Und man kann selbst auch mal aufhören, alle Praktika aufzuzählen, die man schon absolviert hat, wenn man merkt, dass der Kommilitonen gegenüber schon seit einigen Minuten nichts mehr gesagt hat. Auch Fairness und Mitgefühl gehören zu einer umfassenden Ausbildung mit dazu.

Freier Zugang zur Hochschule – ein Mythos?

Eigentlich sollte ja freier Hochschulzugang in der ganzen Europäischen Union für alle EU-Bürger herrschen. Auf dem Papier stimmt das auch. Doch die Realität zeigt leider ein ganz anderes Bild.

Zulassungsprüfungen, Einstufungstests, Studieneingangsphasen oder schlichtweg eine Studienplatzbegrenzung durch den NC, den Numerus Clausus – also letztendlich durch die Abiturnote sind an fast allen Universitäten an der Tagesordnung. Neuerdings kommen sogar noch Ausländerquoten hinzu, wie in der Schweiz (Studenten-Welt.de berichtete).

Eine nationale Ausnahme vom Zulassungs-Labyrinth gibt es jedoch: unsere Nachbarn-Alpenrepublik Österreich hat nach wie vor Zulassungsfreie Studiengänge in fast allen Fächern. Das ist zwar schön für die österreichischen Studenten, doch ist es eben auch schön für die Studenten, die nicht aus Österreich kommen.

So wächst der Studentendruck an den österreichischen Hochschulen durch Gaststudenten aus der ganzen Europäischen Region. Doch vor allem deutsche Studienanfänger machen den Österreichern Sorgen, denn zu oft kommen diese nur deshalb, weil sie in Deutschland die Hürden zum Studium nicht geschafft haben. Dann fällt die Wahl auf das Land mit den geringsten Hürden, nicht einmal eine neue Sprache muss man als deutscher Student in Österreich lernen.

So prägt sich immer stärker das Bild der dummen Deutschen ein, die den österreichischen Schulabgängern das Leben an der Uni schwer machen und die Sitzplätze wegnehmen.

Jetzt wird wieder einmal über die Einführung von Zugangsbegrenzungen für österreichische Hochschulen diskutiert. Wie die Debatte ausgeht ist noch offen.

Dem Dozenten Mailen

Mir ist das selber schon so oft passiert, dass ich fünf mal angefangen habe eine E-Mail zu schreiben und dann doch wieder die Anrede und die ersten Sätze gelöscht habe, weil sie mir unpassend erschienen.

Ob man jemanden Duzt oder Siezt, das weiß man meistens (oder kann es irgendwie heraus finden). Doch es ist unhöflich den Empfänger sofort mit dem Anliegen zu überfallen, ein guter Einleitungssatz ist aber auch nicht gerade einfach zu finden.

Besonders schwer ist mir das Mails Schreiben immer bei Dozenten und Professoren gefallen. Deswegen musste ich sehr schmunzeln, dass im aktuellen ZEIT Campus Magazin ein Beitrag über genau dieses Thema zu finden ist.

Professor Fritz Breithaupt von der Indiana University schreibt aus Sicht des Dozenten über das Thema E-Mails von Studenten. Eine richtige Anleitung für den perfekten Anfang einer Nachricht kann man bei ihm zwar auch nicht finden, er macht aber darauf aufmerksam, dass persönliche Befindlichkeiten in einer E-Mail an den Dozenten nichts zu suchen haben. Er begründet das damit, dass er sich auf die Aufgaben eines Dozenten konzentrieren möchte, anstatt sich um menschliche Anliegen zu kümmern. Alles also eine Frage der Effizienz?

Nicht ganz, denn auch zu knappe E-Mails sieht Breithaupt in E-Mails nicht gerne, da sie seiner Meinung nach den nötigen Respekt vermissen lassen.

Sind wir nun schlauer, was die elektronische Kommunikation mit unseren Dozenten angeht? Ich würde sagen ja, denn klar ist: Dozenten sind auch nur Menschen und möchten in E-Mails ganz normal behandelt werden. Nicht zu flapsig, nicht zu förmlich, nicht zu knapp. Genau so würden wir Studenten mit Ihnen auch nach dem Seminar sprechen.