17. May 2012

Master Verbessern

Masterstudie 2011 will Studiengänge verbessern.

Es kommt nicht so oft vor, dass Studenten so konkret nach ihrer Meinung gefragt werden, wie das DIE ZEIT gerade tut. Wir alle sind nämlich dazu aufgerufen, an der Masterstudie 2011 teilzunehmen.

Mit den Ergebnissen der Studentenumfrage wollen die Hochschulen ihre Betreuungsangebote rund um Masterstudiengänge verbessern und dadurch bessere Studienbedingungen und Lernumfelder schaffen. Außerdem wollen die großen Unternehmen ihre Absolventen- und Berufseinsteigerprogramme besser auf die Master-Absolventen abstimmen.

Alles in allem eine gute Sache, muss man doch als Masterstudent nur ein paar Fragen zum eigenen Studium beantworten. Die Themenbereiche sind:

  • Wie hat man sich nach dem Erststudium über den Masterstudiengang informiert?
  • Auf welche Aspekte eines Studienganges legt man bei der Auswahl besonders viel Wert?
  • Was können die Hochschulen tun, um Studenten besser auf das Berufsleben vorzubereiten?
  • Welche berufsrelevanten Informationen sollten besser gefördert werden?

Die Teilnahme an der Befragung lohnt sich nicht nur wegen der Aussicht auf bessere Studienbedingungen. DIE ZEIT verlost unter den Teilnehmern auch allerhand Preise. Von Studiengebühren in Höhe von 500 Euro über Notebooks bis hin zu Hotelgutscheinen sind da allerhand hübsche Dinge dabei, die man als Student gut gebrauchen kann.

Nehmt teil an der Masterstudie 2011!

Eignungstest soll Abbrecherquote senken

Man scheint in der Welt der deutschen Hochschulen davon auszugehen, dass die Studenten nicht zu den Studiengängen passen, für die sie sich einschreiben. Abbrecherquoten von bis zu 70 Prozent werden darauf zurück geführt, dass die Abiturienten sich für den falschen Studiengang entschieden haben.

Als erste deutsche Hochschule führt nun die RWTH Aachen einen Online-Eignungstest für Bewerber ein. Neu ist die Idee nicht, doch bisher waren Eignungstests an Hochschulen freiwillig.

Wenn ich an meine eigene Hochschullaufbahn zurück denke, dann bin ich wegen einem nicht bestandenen Einstufungstest für das Fach Politkwissenschaft an der LMU München abgelehnt worden und deshalb in Augsburg gelandet. Doch auch dort habe ich nicht lange Politik studiert, sondern habe auf Soziologie gewechselt. Jetzt liegt mein Abschluss wenige Monate zurück und ich frage mich, ob ein geradliniger Weg (von Anfang an nicht Politik zu studieren) der bessere gewesen wäre? Doch ohne den Ausflug zur Politik wäre ich sicherlich nie bei der, von mir jetzt so geliebten, Soziologie gelandet… Eins für Gut, eins für Schlecht. Ich weiß nicht was ich persönlich von Eignungstests halten soll. Was ist mit dem wichtigen Schritt zum Erwachsenwerden, dem Scheitern als Chance?

Ein interessantes Gedankenspiel wäre es doch, einmal darüber nachzudenken, ob es nicht sein kann, dass die Studiengänge nicht zu den Studenten passen. Anstatt die Studenten wegen ihrer schlechten Wahl zu rüffeln könnte man auch daran arbeiten, die Studienfächer besser zu gestalten…

Schweizer begrenzen Hochschulzugang für Ausländer

In der Schweiz wurde den Hochschulen vor kurzem erlaubt, wovon die Österreichischen Direktoren noch träumen: die Ausländerquote.

Jede Hochschule in der Schweiz kann selbst festlegen, wie viele Studenten aus dem Ausland sie maximal aufnehmen möchte. Diese Quote kann zum Beispiel (Universität St. Gallen) bei 25% liegen.

Manchen mag das ungeheuerlich und ausländerfeindlich erscheinen, zumal gleichzeitig die Studiengebühren für Ausländische Studierende stark angestiegen sind. Doch alles halb so wild, wird da der deutsche Journalist beschwichtigt. Die Studiengebühren für Ausländer wurden nur erhöht, weil für diese Studenten keine Ausgleichszahlungen aus den Heimatkantonen gezahlt werden und überhaupt hat ja die Universität Zürich freiwillig auf eine Quote verzichtet. Nach wie vor werden dort unbegrenzt Ausländer angenommen.

Ein fader Beigeschmack bleibt dennoch. Man halte sich nur mal die Anti-Piefke-Proteste an österreichischen Hochschulen oder das Anti-Moscheen-Bürgerentscheid in der Schweiz vor Augen.

Doch neben der Quotenhürde müssen Ausländische Studenten meist noch eine ganz andere Hürde nehmen. In vielen Studienfächern werden sie nur zugelassen, wenn sie eine Zulassung für einen Studienplatz in ihrem Heimatland vorweisen können. Damit will man verhindern, dass die schlechten Studenten aus den Nachbarländern scharenweise in die Schweiz einfallen. Auf diese Idee hätten die Österreicher eigentlich auch kommen können, oder?

Marketing mit Wissenschaft

Bezahlte Studien, die zufällig genau das Ergebnis liefern, das dem Auftraggeber in die Karten spielt sind nichts neues. Wer zahlt schafft an zählt eben leider oft auch in der Marktforschung.

Ein besonders lustiges Beispiel aus dieser Kategorie möchte ich Euch heute vorstellen. Die Schlagzeile zur aktuellen Studie lautet: Studenten verzichten für ein iPad sogar auf Sex. Eigentlich eine unrealistische Fragestellung (wahrscheinlicher wäre die Situation Sex gegen Tablet-PC zu tauschen…).

Doch die Tendenz ist natürlich richtig. Studenten würden viel dafür tun, weniger Bücher zu schleppen, weniger zu kopieren, weniger in der Bibliothek suchen zu müssen. Gratis oder für vergleichsweise wenig Geld kann man sich bereits heute viele Bücher auf das iPad oder andere (nicht) vergleichbare Tablet-PCs und E-Book-Reader herunterladen. Wer sich einmal daran gewöhnt hat, interessante Textstellen nicht mehr mit dem Textmarker oder mit Post-Ist zu markieren, der kann mit einem E-Book-Reader sehr glücklich werden.

Ich selbst weiß nicht, ob ich mich je daran gewöhnen werde, Bücher am Bildschirm zu lesen, aber da wir Studenten ja die Zukunft und Hoffnung der Nation sind, sollten wir uns den neuen Technologien gegenüber schon offen verhalten.

Nutzt Ihr schon einen E-Book-Reader für Eure Uni-Lektüre? Oder sind Textmarker, Bleistiftanmerkungen und Post-Ist immer noch ganz wichtig für effizientes Arbeiten?

Die Super Lernmethode

Welcher Student träumt nicht davon, jeglichen Lernstoff nach einmaligem Lesen auswendig zu können? Das zig-fache Wiederholen, Abfragen und Zusammenschreiben hätte dann endlich ein Ende und man könnte endlich wirklich effizient studieren…

Immer mal wieder lese ich von sensationellen Lernmethoden, die genau das versprechen: Maximaler Lernerfolg mit minimalem Aufwand.

Tja, was soll man nun davon halten? Ich denke immer, wenn die Methoden wirklich so genial wären, dann würde man Sie doch schon den Schulkindern beibringen… Und außerdem verrät einem immer niemand, wie diese Lernmethoden dann funktionieren sollen –außer man nimmt an einem teuren Kurs teil.

Nicht dass ich hier falsch verstanden werde, ich will ja nicht, dass jemand sein Wissen umsonst im Internet allen zur Verfügung stellt, aber wenigstens ein kleiner Hinweis wäre doch interessant. Geht es beim effizienten Lesen um die Körperhaltung, die innere Einstellung oder darum, vorher zu meditieren?

Jetzt bin ich wieder auf ein geniales Angebot gestoßen, das sich speziell an Studenten richtet. Wilfried Busse wirbt auf seiner Webseite dafür, seinen Klienten das richtige lernen beizubringen. Auf der Suche nach seiner Methode (ihr kennt mich mittlerweile – ich bin neugierig) bin ich darauf gestoßen, dass er sich sehr viel von einem gewissen L. Ron Hubbard abgeschaut hat. L. Ron Hubbard…? Richtig, der Name kam mir auch bekannt vor. Deshalb habe ich gegooglet und siehe da, ich hatte Recht: L. Ron Hubbard war der Gründer von Scientology! (Seine Seite möchte ich hier nicht verlinken, wir machen für so was ja keine Werbung, aber wer suchet, der findet…)

Und die Moral von der Geschicht’? Super-Lernmethoden gibt es nicht. Ein Studium ist immer noch harte Arbeit. Wer etwas anderes verspricht, dem sei mit einer gehörigen Portion Misstrauen zu begegnen!

Deutschland Stipendium

Hui! Mir ist gerade aufgefallen, dass wir hier auf Studenten-Welt noch nie über das Deutschland Stipendium berichtet haben… das müssen wir natürlich schleunigst nachholen! Immerhin hatte ich ja vor einer Weile dazu aufgerufen, Stipendien in Anspruch zu nehmen.

Nun also zum Deutschland Stipendium. Gefördert werden Studenten, die herausragende Leistungen erbringen. Dabei zählen aber nicht vorrangig die Noten, sondern auch Aspekte wie außeruniversitäres Engagement und ein interessanter Lebenslauf. Studenten, die diese Voraussetzungen erfüllen bekommen 300 Euro im Monat – unabhängig davon, was ihre Eltern verdienen oder besitzen. Das ist der große Vorteil des Deutschland Stipendiums gegenüber dem BaföG, denn auch wenn die eigenen Eltern ein Haus besitzen, sind sie nicht unbedingt dazu in der Lage dem Nachwuchs ein Studium zu finanzieren.

Das Geld für das Stipendium kommt zur Hälfte vom Bund und zur Hälfte von privaten Stiftern. Dadurch erklärt sich auch der Name der Studienförderung.

ü  Mehr zum Thema auf Studenten-Welt: Stipendium

ü  Zum Deutschland Stipendium

Abkürzungen aus dem Studentenleben: Hiwi

Ein Hiwi ist eine Wissenschaftliche Hilfskraft, bzw. ein Hilfswissenschaftler. Es handelt sich also um einen Studentenjob innerhalb der Hochschule.

Hiwi-Stellen sind meist sehr begehrt unter den Studenten, was verschiedene Gründe hat. Zum Einen sind die Arbeitsplätze meist in der Universität, so dass Arbeit und Studium gut miteinander vereinbar ist, weil lange Fahrtwege zum Arbeitsplatz wegfallen. Zum Anderen bietet ein Hiwi-Job gute Möglichkeiten, um mit Dozenten und Professoren in Kontakt zu kommen. Für das eigene Studium kann das durchaus Vorteile haben.

Bezahlt sind die Hiwi-Stellen leider oftmals sehr schlecht. Dazu kommt, dass man vom Lehrstuhl oft als Mädchen für Alles angesehen wird. So fallen in den Aufgabenbereich von Hiwis oft auch langweilige Prüfungs-Beisitzungen, Klausurenkontrollen oder Bürosprechzeiten. Auch das Eintippen von Fragebogen-Ergebnissen in die Statistik-Programme wird gern an Hiwis delegiert.

Die Situation der Hiwis an den Hochschulen wird auch dadurch verschärft, dass es keine Personalvertretung für Sie gibt. Zu dem geringen Verdienst und kurzen Vertragslaufzeiten kommt also noch dazu, es kaum Tarifverträge gibt und man als Hiwi keinen Ansprechpartner bei Problemen am Arbeitsplatz hat.

Ein Hiwi-Job hat also Vor- und Nachteile. Doch aus meiner Erfahrung heraus kann ich sagen, dass vor allem diejenigen Kommilitonen, die ohnehin eine Hochschul-Laufbahn einschlagen wollten, sehr von ihren Kontakten aus der Hiwi-Zeit profitiert haben.

Studenten Vermittlung International

Flexibel Geld verdienen als Student – für Kommilitonen, die keine reichen Eltern haben (Reiche Eltern für Alle!), ist das die perfekte Möglichkeit, um ihr Studium zu finanzieren.

Wir haben für Euch eine Plattform herausgesucht, die ganz speziell flexible Studentenjobs anbietet: die Studenten Vermittlung International (SVI).

Auf der Plattform finden sich Jobs für ganz Europa in den unterschiedlichsten Tätigkeitsbereichen. Egal ob man nun Nachhilfe geben möchte, oder als Rowdy auf Tournee gehen möchte – hier werden die Studentenjobs vermittelt. Da sollte eigentlich für jeden arbeitswilligen Studenten etwas dabei sein.

Praktisch ist: Studenten können zuerst nach passenden Stellen suchen (siehe Stellenmarkt) und erst dann eine (kostenlose) Anmeldung machen, wenn sie ein passendes Angebot gefunden haben und sich bewerben möchten. Außerdem ist es möglich, sich per Mail über passende Studentenjobs informieren zu lassen.

Erstsemester-Flut

An deutschen Hochschulen wollen dieses Semester so viele Studenten mit dem Studium beginnen, wie nie zuvor. Der Grund ist, dass die Abschaffung der Wehrpflicht und die zusätzlichen Schüler aus dem doppelten Abiturjahrgang auf den gleichen Zeitraum fallen.

Bereits meine Generation, die Mitte der 2010er Jahre angefangen hat zu studieren, musste sich an Losverfahren beteiligen und stunden vor dem Beginn der Lehrveranstaltung eintreffen, um einen Platz zu bekommen. Damals gab es keine ‚Sonderjahrgänge’, doch einen Platz in einem Proseminar zu bekommen war trotzdem ein richtiger Kampf. Schon in der ersten Semesterwoche, in der man eigentlich ganz motiviert an den Start gegangen ist, war man dann am Freitag schon völlig ausgelaugt.

Da mag man sich gar nicht vorstellen, dass der Konkurrenzkampf im Studium dann noch größer wird… zu wenige Plätze, zu wenige Dozenten, zu wenig Betreuung?

Ich vermute mal, dass Ausbildungsberufe wieder im Ansehen der Abiturienten steigen und dass viele nach dem Studium ein Freiwilliges Soziales Jahr oder einen Auslandsaufenthalt einlegen werden.

Einziger Vorteil für die Erstsemester in diesem Herbst: Sie kennen es gar nicht anders. Ich hoffe dass sich die Quälerei dadurch etwas in Grenzen hält.

Abkürzungen aus dem Studentenalltag: CP

Die älteren Semester unter uns kennen noch die guten alten Scheine. Für jedes Seminar und jede Vorlesung gab es einen Schein, was man tun musste, um den Schein zu bekommen (Klausur, Referat, Hausarbeit), konnte man aus dem Kommentierten Vorlesungsverzeichnis ablesen.

Nach der Bologna Reform und mit dem neu eingeführten Bachelor-Master System gibt es keine Scheine mehr, sondern nur noch Credit Points (CP). Das System mit den Credit Points funktioniert so, dass man, um für den Abschluss zugelassen zu werden, eine bestimmte Anzahl von Credit Points benötigt. Diese muss man dann in den Lehrveranstaltungen einsammeln.

Ein Seminar, bei dem viel Mitarbeit gefordert ist, wird mit vielen Credit Points belohnt. Als Student kann man also an der Anzahl der CP ablesen, wie anstrengend eine Lehrveranstaltung sein wird. Man kann die Punkte nämlich ungefähr in Arbeitsstunden umrechnen. Aus Sicht der Hochschule ist ein Credit Point etwa der Gegenwert für 25-30 Arbeitsstunden.

Für einen Bachelor Abschluss werden beispielsweise 180 Credit Points benötigt.