Das Projekt „Rock your Life” von der Zeppelin-Univerity sorgt für Aufsehen. 85 Studenten betreuen eben so viele Hauptschüler in Friedrichshafen.
Die Teilnahme an „Rock your Life” ist für beide Seiten äußerst gewinnbringend, denn die Hauptschüler bekommen Unterstützung in allen Lebenslagen und die Studenten sind begeistert von der Offenheit und Mitarbeit der Schüler. Gleichzeitig fügen sie ihrer vita das gewisse Etwas an Engagement hinzu. So erscheint der Lebenslauf weniger karrierefixiert und die zukünftigen Arbeitgeber können erkennen, dass der Student neben dem geschützten Unialltag auch das richtige Leben, das andere Ende der großen Palette der gesellschaftlichen Millieus, kennen gelernt hat.
Jeweils ein Student kümmert sich um einen Schüler der Hauptschule und das über einen Zeitraum von zwei Jahren, von Beginn der achten Klasse bis zum Abschluss nach der neunten. Und die Schüler? Sie machen ganz freiwillig mit, jeder möchte „seinen eigenen Studenten” haben.
Das Projekt finanziert sich momentan durch sechs Unternehmen, die hoffen dadurch motivierte Praktikanten oder Auszubildende zu gewinnen, was in Anbetracht des anstehenden Facharbeitermangels ein cleverer Schachzug ist. Über 20 Unternehmen warten darauf als Sponsoren auftreten zu können. Bald soll „Rock your Life” von Christina Veldhoen und Elisabeth Hahnke in eine gemeinnützige Gesellschaft überführt werden, beide sind Absolventinnen der Zeppelin-University und wollen die Geschäftsführung hauptberuflich übernehmen.
Das Projekt sorgt für Aufsehen. Bekannte Persönlichkeiten des politischen Lebens haben sich „Rock your Life” bereits zugewandt, Bundesfinanzminister Peer Steinbrück übernahm gemeinsam mit Gesine Schwan die Schirmherrschaft, und das sogar obwohl Schwan die Hauptschule als solche ablehnt, da sie eine verheerende Auswirkung auf die Zukunft viele junger Menschen habe.
Wir finden die Idee klasse, weil Schüler wie Student einen hohen persönlichen (und persönlichkeitsbildenden) Gewinn von dem „Tandem” haben.