12.03.2010

Finanzierung


Studienfinanzierung

Bild FinanzierungStudium ja – aber wer bezahlt’s? Wer sich für ein Studium entscheidet, sollte sich auch Gedanken über die Finanzierung machen. Laut Studien werden in Deutschland 89% der Studierenden von ihren Eltern unterstützt, welche per Gesetz dazu verpflichtet sind. Durchschnittlich beträgt der monatliche elterliche Aufwand 435 Euro und stellt damit gleichzeitig den Hauptteil der Studienfinanzierung dar. Aber das allein reicht noch lange nicht aus, um ein Studium komplett mit Lehrbüchern, Miete, zum Beispiel in einer Studenten-Wg, und Unterhaltskosten zu finanzieren. Pro Monat benötigt der durchschnittliche Student nämlich ca. 700 Euro. Die zweite Geldquelle ist der Nebenjob und knapp 68% der Studierenden nutzen diese auch. Die Hälfte davon könnte sich ohne Nebenjob das Studium überhaupt nicht leisten. Ein Prozent der Studierenden finanziert sich ausschließlich über BAföG, allerdings erhält ein Viertel der Studenten die Förderung nach BAföG.

Die staatliche Förderung kann übrigens nur vor Vollendung des 30. Lebensjahres begonnen werden. Eine weitere Möglichkeit der Finanzierung sind Stipendien, über welche sich knapp 2% der Studierenden unter anderem finanzieren. Zu all dem kommen nun noch die Studiengebühren hinzu, deren Höhe allerdings bundeslandabhängig von Uni zu Uni variiert. So sind beispielsweise in den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz und Thüringen bisher keine allgemeinen Studiengebühren geplant. Während man in Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen ab 2007 mit bis zu 500 Euro pro Semester rechnen muss. Die Lösung hierfür könnten Banken in Form eines Studentenkredits bereit stellen. Man leiht sich für das Studium Geld von der Bank zu niedrigen Zinsen und zahlt es nach Abschluss des Studiums in kleinen Raten zurück. Es gibt allerdings noch nicht allzu viele Banken, die diese Kreditmodelle bieten und außerdem unterscheiden sich die Angebote durchaus erheblich. Es lohnt sich also genauestens zu recherchieren und die Modelle zu prüfen. So bietet die Finanzgruppe Deutscher Sparkassen- und Giroverband seit Oktober 2005 unabhängig von Hochschule, Studienfach und Einkommen der Eltern einen Studienkredit, der je nach Bedarf des Studenten in Raten ausgezahlt wird, aber maximal 25.000 Euro beträgt. Die Laufzeit beträgt 6 Jahre und nach Abschluss des Studiums kann eine zweijährige Ruhephase zur Jobsuche beantragt werden. Die Rückzahlung erfolgt über maximal 10 Jahre. Als geforderter Sicherheitsnachweis wird eine Schufa-Auskunft verlangt. Die Dresdner Bank hingegen verlagt als geforderten Sicherheitsnachweis ein jährliches Beratungsgespräch und vergibt den „FlexiStudienkredit“ an Erststudierende mit einem Höchstalter von 23 Jahren. Zudem können Studenten die Förderung für ein Aufbaustudium in Anspruch nehmen, welche nicht älter als 26 Jahre sind. Weitere Modelle bieten die Bayerischen Volks-und Raiffeisenbanken, Career Concept und DKB Studentenbildungsfonds. Zur optimalen Finanzierung des eigenen Studiums bieten das Studentenwerk und viele Internetforen wertvolle Hilfe mit Tipps und Tricks, damit es Ihnen nicht so geht, wie den 46% der Studienabbrecher, welche angeben, dass finanzielle Gründe an der Entscheidung das Studium abzubrechen erheblich beteiligt waren.