Tipps für die Jobsuche
Immer mehr Firmen bieten potentiellen Mitarbeitern die Möglichkeit, sich online oder per E-Mail zu bewerben. Im Gegenzug nutzen Headhunter und Personalchefs vermehrt das WWW um Mitarbeiter zu finden. Daher wundert es nicht, dass so genannte Karriere-Portale regen Zuwachs finden, surften doch alleine im Quartal 3 des Jahres 2006 über 6 Millionen Deutsche zumindest einmal im Monat auf Karriere-Websiten. Dabei sind größere Unternehmen absolute Vorreiter dieser Entwicklung und bieten die Möglichkeit ihre Stellenanzeigen online einzusehen und mit Hilfe von Eingabeformularen sich auf die entsprechende Stelle gleich zu bewerben.Die Vorteile der Online-Bewerbung liegen klar auf der Hand: Bewerbungen in digitaler Ausführung bescheren der Personalleitern eine erhebliche Zeit- und Platzersparnis, wodurch sich der Bewerbungsprozess beschleunigt, Bewerber besser planen und offene Stellen schneller besetzt werden können. Für die Studenten, die meist finanziell gebeutelt das Studium beenden,wirkt sich diese Neuerung auch noch positiv auf einen weiteren Aspekt aus:
Für eine hochwertige Bewerbungsmappe müssen gut und gerne 10 Euro ausgegeben werden, dazu kommen Bewerbungsbilder und Porto.Bei durchschnittlich 50 Bewerbungen wird schnell klar, wie viel kostengünstiger sich online Bewerbungen sich auf die Finanzen auswirken.
Fehler bei der Bewerbung
Doch trotz aller Bequemlichkeit können sich bei Online-Bewerbungen inhaltliche und formale Fehler einschleichen:
Falsche E-Mail Adresse: Mit kleinerprinz@teufelchen.de beeindruckt man keinen Personalchef.
Falscher Betreff: Aus dem Betreff muss eindeutig hervorgehen, dass es sich um eine Bewerbung handelt.
Falsche Bezugnahme: Versuchen Sie in E-Mails so genau wie möglich auf den angebotenen Job einzugehen und Details wie Titel der Ausschreibung, die Kennziffer u.s.w. anzugeben.
Jobbörsen
Bei der Unübersichtlichkeit am Jobbörsen-Markt sieht man am Anfang vor lauter Bäumenden Wald nicht. Zwar gibt es sehr gute Übersichtsseiten, doch recht schnell kristallisiert sich das eigentliche Hauptproblem heraus: Für die persönlichen Bedürfnisse die richtigen Angebote zu bekommen. Im Folgenden erhaltet Ihr strategische Tipps wie man an eine Jobsuche im Internet heran treten könnte:
Back to the roots: Die Agentur für Arbeit
Das ehemalige Arbeitsamt bietet Unternehmen die Möglichkeit, eigene Stellenanzeigen kostenlos zu präsentieren. Wem Jobs aus Karrierebereichen mit durchschnittlichen Voraussetzungen vorschweben, könnte in der Datenbank der Agentur für Arbeit fündig werden. Höher qualifizierten Kräften jedoch bietet sich wenig Auswahl in den Angeboten der Bundesagentur für Arbeit. Ein weiterer Nachteil besteht in der Aktualität des Datenmaterials. Erfahungsgemäß sind Firmen oft nicht gewillt, die Angebote in dem Maße zu pflegen, wie bei für sie kostenpflichtigen Karriereportalen.
Wichtiger Hinweis: Mehrere Portale bedienen sich der Daten der Arbeitsagentur, um sie für ihre Bedürfnisse und die ihrer Nutzer aufzubereiten. Dies bietet den Vorteil, das die Angebote nicht im klassischen rot-weissen aufbereitet werden, sondern in den Service anderer integriert und auch nach deren Kategorien, also zum Beispiel nach Berufsfeldern ausgelieftert werden. Nachteil: Man kann sich auf einen dieser Anbieter verlassen, sollte aber allen anderen ausfiltern.
Wie erkennt man die Arbeitsagentur-Kopie? Ganz einfach: Meist sind Logo und Schriftzüge der Agentur für Arbeit zu sehen, was auf eine Zusammenarbeit und somit den gleichen Datensatz schließen lässt.
Die Big Player:
In einem zweiten Blick lohnt es sich, den Markt der Jobbörsen zu segmentieren und die großen, etablierten Anbieter herauszufiltern. Man sollte sich jede der großen Jobbörsen etwas genauer anschauen, um einen Eindruck von der jeweiligen Ausrichtung zu erhalten: Meist bieten diese großen Stellenbörsen über weiterführende Features wie Bewerbungsratgeber, Profile, E-Mail-Angebote usw.
Die größten Anbieter sind:
Monster
Neben den althergebrachten Stellenanzeigen und Jobgesuchen, unterstütz Monster Firmen im Bereich der Rekrutierung. So bietet das weltweit agierende Unternehmen Bewerber-Management-Systeme zur besseren Abwicklung der Prozesse an.Monster ist weltweit in mehr als 40 Ländern in Europa, Nordamerika und Asien präsent.
Jobpilot
Jobpilot veröffentlicht Stellenanzeigen, Anzeigen, Darstellungen von Unternehmen sowie selektiven Zugriff auf die eingestellten Daten. Die Serviceleistungen umfassen Texten, Statistikauswertungen und E-Mail-Kommunikation. Die Katalogisierung der Daten in verschiedene Bereiche wie zum Beispiel Branche oder Position bietet eine optimale Ansprache der Zielgruppe
Stellenanzeigen.net
Seit dem Jahr 2008 bietet die Plattform Stellenanzeigen.net eine solide Ausgangsbasis für eine Recherche im Fach- und Führungskräfte Bereich. Mehr als 200 000 Jobs und Stellenangebote für Fach- und Führungskräfte Kandidaten aus allen Berufsfeldern den passenden Job zu finden.
Aber auch Karriereportale wie Jobscout24, Jobware und Stellenanzeigen.de sind einen Besuch wert.
Spezialisierte Jobbörsen
Auch wenn es nicht in erster Linie als logisch erscheint: auch im Internet hält sich der Glaube, dass ein Spezialist mehr leistet als ein allgemeiner Anbieter. Wenn man der Statistiken Glauben schenkt, trifft dies zu, denn berufsfeldspezifische Jobbörsen und Karriereportale erfreuen sich noch immer regen Zulaufs. Um ihre Nachteile gegenüber den Platzhirschen wettzumachen, trifft man auf einige interessante Kooperationen, die dem Jobsuchenden, gehört er denn zur Zielgruppe, ungeahnte Chancen eröffnen können.
So integrieren zum Beispiel viele Hotelketten die Suchtechnologie von Hotel-Career.de auf ihrer Website. Dies hat zur Folge, dass freie Stellen automatisch bei Hotel-Career und auf vielen Hotelwebseiten erscheinen. Ein wahres „Fundstück der Woche“ für angehende Gastronomen und Tourismus-Interessierte, und für viele der schnelle Start in eine erfolgsversprechende Karriere.
Zu den spezialisierten Jobbörsen gehören:
- die Stellenbörse von HORIZONT.NET im Medienbereich
- für die Ingenieursbranche das Ingenieurweb
- für den Vertrieb das Portal Salesjob
- für die IT-Branche IT-Treff und IT Job Board
- für amerikanischen Handelsbranche RetailJobMart
- für Mathematiker und Statistiker Math-Jobs
- für Akademiker: evantis, die erste Karrieredatenbank inkl. Jobbörse nur für Akademiker
- Jobbörsenverzeichnis.de: mehr als als 400 eingetragene Jobbörsen zu Nebenjobs, Führungskräfte, Praktika
Übergeordente Jobsuchmaschinen
Übergeordnete Suchmaschinen, so genannte Meta-Jobsuchmaschinen indizieren die Daten von Jobbörsen und bereiten die Daten für den Internetuser quasi komprimiert zur eigenen Recherche an. Der Vorteil liegt klar auf der Hand: Zeitersparnis! Wer alle Daten auf einmal erhält muss nicht unterschiedliche Webseiten absurfen. Um nicht von der Fülle der Daten zu erschlagen werden und nicht weiter zu kommen, machen diese Meta-Suchmaschinen gerade dann Sinn, wenn Angebote für den Traumjob recht spärlich gesät sind. Während sich im amerikanischen Markt große Meta-Jobsuchmaschinen längst etabliert haben, sind sie in Europa noch auf dem Vormarsch. Typische Beispiele: Jobrobot, JOBworld, Jobrapido.
Azyklisches Vorgehen: nicht da fischen, wo alle anderen fischen
Auch wenn Online-Bewerbungen und Online-Jobbörsen die Suche leichter machen: die Konkurrenz hat den gleichen Zugang und mit etwas Pech sind die besten Jobs schon weg, bevor man das Angebot findet. Deshalb ist azyklisches Vorgehen gefragt. Wer etwas Geld auf der hohen Kante hat, kann sich in seinem Traumjob als Praktikant vorstellen. Praktikumsplätze werden leichter vergeben als Festanstellungen, und wer zum Beispiel 3 Monate unbezahlt in Vorleistung geht, kann sich in der Zeit vielleicht sogar so empfehlen, dass für ihn eine Festanstellung geschaffen wird.