Rituale gegen Prüfungsangst
Lernprobleme und Panik vor der Prüfung?
Prof. Rainer Holm-Hadulla, Psychiater an der Universität Heidelberg hat einen Tipp für alle, die unter diesen Phänomenen leiden. Er empfiehlt vor allem einen festen Arbeitsablauf. Rituale wie das pünktliche Aufstehen und ein fester Arbeitsbeginn sollten den Arbeitstag strukturieren. Zusätzlich ist es wichtig, auf eine passende Lernumgebung zu achten und Störungen zu vermeiden. Eingeplante Lernpausen gelten als kleine Motivatoren. Ebenso sollte man Sport treiben und sich mit Freunden verabreden um sich nach einem erfolgreichen Arbeitstag selbst zu belohnen.
Um der Prüfungsangst vorzubeugen empfiehlt der Psychiater häufiges Üben. Wenn Studenten sich in Lerngruppen zusammen schließen kann die Prüfungssituation in kleinen „Abfragespielen” simuliert werden. So wird die Spannung abgebaut und gleichzeitig die Wiedergabe des gelernten Stoffes eingeübt. Viele Studenten die an Prüfungsangst leiden, fürchten sich, laut dem Psychologen Stefan Oschmann von der Universität Würzburg vor dem sogenannten „Blackout”. Dieser entsteht, wenn durch den hohen Stresspegel die Gehirnleistung um bis zu 60% reduziert wird.
Über die Symptome hinaus sollten sich Betroffene aber auch über die Ursachen der Angst Gedanken machen. Denn nur wenn die Gründe klar sind, kann die Prüfungsangst auch wirksam bekämpft werden. Drei Mögliche Ursachen hat die Wissenschaft identifiziert. Das größte Problem sind die (zu) hohen Ansprüche, die von den Studenten an sich selbst gestellt werden. Aber auch schlechte Vorbereitung ist eine wichtige Ursache für Prüfungsangst. Außerdem sollten auch mögliche negative Erfahrungen mit Prüfungssituationen, z.B. in der Schulzeit als mögliche Ursache in Betracht gezogen werden.


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