8. February 2012

Studentenstadt Dortmund

Dortmund – Fußballhochburg und Industriezentrum

Stahl, Kohle und Bier haben Dortmund groß gemacht – heute ist die größte Stadt Westfalens im Umbruch – wie das ganze Ruhrgebiet.

Es gibt Städte, die wahrscheinlich jahrzehntelang damit angeben, FIFA – WM – Stadt gewesen zu sein. Dortmund ist eine solche Stadt. Womit soll man sich auch schmücken, wenn das bekannteste der Bundesliga – Fußball – Verein ist. Doch ganz so traurig ist es nun auch wieder nicht. Schließen leben in der Ruhrgebietsmetropole fast 600.000 Menschen. Und Dortmund hat erkannt, dass mit der Schwerindustrie, die die Stadt einst groß gemacht hat, kein Blumentopf mehr zu gewinnen ist. Und also hatten die Stadtväter eine ungewöhnliche Idee, Projekt ‚Neues Dortmund’. Gemeinsam mit McKinsey hat Dortmund ein Stadtentwicklungskonzept entwickelt, dass der Ruhrmetropole zukunftsweisende Perspektiven eröffnen sollte. Arbeitsplätze in boomenden Branchen, wie etwa im IT-Bereich und neue Lebensqualität sollte und soll die Abwanderungstendenz aufhalten.

Eigentlich ist Dortmund eine grüne Kleinstadt

Dortmund gleicht in vielen Bereichen eher einer Kleinstadt als einer Metropole, natürlich gibt es zahlreiche Kneipen und Cafés, Clubs und Partys. Einen Zoo hat Dortmund auch – und das sogar mit internationale Rang und mit dem Westfalenpark einen großzügig angelegten Stadtpark – überhaupt ist die Stadt recht grün, rund die Hälfte der Stadtfläche besteht aus Grünanlagen. Ein Konzerthaus gibt es, ein Drei-Sparten-Theater und natürlich verschiedene Museen und Galerien. Immerhin hat die Stadt eine über tausendjährige Geschichte und so zeugen vereinzelt historische Bauten von anderen Zeiten, genauso wie Industrieanlagen und –kompelexe.

Hohe Arbeitslosigkeit

Dortmund hat eine immens hohe Arbeitslosigkeit, die über dem Bundes- und Landesdurchschnitt liegt. Noch wird es dauern, bis die Macher des ‚Neuen Dortmunds’ wirkliche Erfolge vorweisen können. So ist interessanter Weise der größte Arbeitgeber der Stadt die Stadt selbst, die soviel daran setzt, Dortmund attraktiver zu machen. Zu den ansässigen Industrien gehört die IT-Branche (Hewlett Packard oder Comline) die Telekommunikationsbranche (Deutsche Telekom und Versatel) oder die Supermarkt- und Großhandelskette Rewe.

Die 1968 gegründete, also noch sehr junge Universität Dortmund setzt auf die Schwerpunkte Naturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften, Planungs- und Wirtschaftswissenschaften. 1980 kam eine pädagogische Hochschule dazu. Darüber hinaus bietet Dortmund Verwaltungshochschulen und eine anerkannte Musikhochschule, die allerdings zur Hochschule für Musik Detmold gehört.

Als Forschungsstandort hat sich Dortmund im Laufe der Jahre durchaus einen Namen gemacht. Frauenhofer – oder Max Planck – Institute verschiedener Ausrichtungen forschen beispielsweise in Bereichen der Softwaretechnik, Robotertechnik oder Physiologie.

Dortmund war einst Industriemetropole, heute leidet die Stadt unter der wirtschaftlich-industriellen Entwicklung Deutschlands. Kaum eine Region musste sich in den letzten Jahren derart neuerfinden wie das Ruhrgebiet. Während sich andere Städte wie zum Beispiel Essen durch Kulturförderung und Dienstleistung neu definieren, sucht Dortmund noch nach dem zukünftigen Stadtprofil. Wer sich in Dortmund einleben will schaut sich am besten mal die Kleinanzeigen zu Dortmund an, dort findet man alles von immobilien über Kontakte bis hin zu Möbeln…

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