Studentenstadt Frankfurt
Frankfurt – zwischen Ebbelwoi und Wolkenkratzern
Die Hessen trinken sie gerne Ebbelwoi (Apfelwein) und mögen es rustikal-gemütlich – auch in Frankfurt am Main, Deutschlands Finanzzentrum und einziger Stadt mit wirklich spektakulärer Skyline
Mainhatten wird Frankfurt am Main gern genannt, in Anspielung auf die Wolkenkratzer und höchsten Gebäude Deutschlands, die weit sichtbaren Elfenbeintürme internationaler Geldwirtschaft. Als wichtigster Finanzstandort Europas ist Frankfurt weltweit ein Begriff. Deutschlands fünftgrößte Stadt mit rund 600 000 Einwohnern besteht aber nicht nur aus dem Financial District und den Banken. Es gibt auch ein Fachwerk – Frankfurt, historisch bedeutend, hessisch gemütlich und touristisch belagert. Der 600 Jahre alte Römer (das Rathhaus) und die Paulskirche, Wiege der deutschen Demokratie, der Kaiserdom und Goethes Geburtshaus (rekonstruiert) ziehen alljährlich ganze Herrschaaren von Touristen an. Frankfurt feiert sich gern als ‚kleinste Metropole der Welt’ – Metropole? Na ja, vielleicht, fest steht allerdings, dass Frankfurt dank seiner eher bescheidenen Größe optimal zu Fuß zu erkunden ist, vom historischen Stadtkern bis zur modernen Fußgängerzone (die ‚Zeil’) rund um die berühmte Alte Wache, von einer der schönsten Veranstaltungshallen Deutschlands, der Alten Oper, bis zu den beeindruckenden Wolkenkratzern amerikanischen Vorbilds, von der Börse bis hin zum Mainufer.
Frankfurt – das bedeutet rustikal und international
Frankfurt – das ist auch der Geburtsort von Techno, Heimat wegweisender deutscher Clubkultur. Zugegeben, Techno ist tot, bzw. liegt im Koma und auch das legendäre Dorian Gray, Mutter aller deutschen Dancefloors hat seine Pforten für immer geschlossen. Nicht desto trotz kann Frankfurt noch immer mit einer Vielzahl an Bars, Clubs und Kneipen aufwarten, nicht ganz so legendär wie einst, aber Spaß macht das Ausgehen in Frankfurt immer noch so, dass man sich auf ein ausschweifendes Studentenleben freuen kann. Und Letzteres kann auch ganz rustikal aussehen. In zahlreichen Ebbelwoikneipen trifft sich buchstäblich Jung und Alt um an massiven Holztischen zu sitzen und sich – mit Verlaub – günstig abzufüllen oder aber bodenständig deftige Kost zu sich zu nehmen. Mit deutschtümelndem Heimatgetue hat das nichts zu tun – wäre auch schwer möglich in einer Stadt, in der nahezu ein Drittel der Bevölkerung keinen deutschen Pass hat. Und darauf ist Frankfurt stolz. International wie keine andere deutsche Stadt dieser Größe ist Frankfurt das Zuhause von Menschen aus über 180 Ländern.
Pendlerstadt und Medienhochburg
Frankfurt hat die größte Arbeitsplatzdichte Deutschlands, auf die 650 000 Einwohner kommen rund 600 000 Stellen, allerdings ist Frankfurt auch eine Pendlerstadt mit Speckgürtel, tagtäglich pendeln Tausende aus dem wohlhabenden Umland in die Finanzmetropole und machen kurzerhand eine Millionenstadt aus Frankfurt. Und so gehören auch die großen Banken (Deutsche Bank, Commerzbank etc.) zu den wichtigsten Arbeitgebern der Region. Darüber hinaus sind zahlreiche führende Betriebe und Firmen aus der Chemie- und Pharmaindustrie wie etwa die Höchst AG in Frankfurt ansässig. Auch in punkto Medien kann sich Frankfurt sehen lassen: mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) beherbergt Hessens größte Stadt die wichtigste anspruchsvolle Tageszeitung der Bundesrepublik und deren politisch schärfste Kritiker: das Satiremagazin Titanic und die Verbrauchermagazine Ökotest und Test.
Als Messestadt genießt Frankfurt einen global hallenden Ruf, insbesondere die alljährliche Frankfurter Buchmesse zählt zu den wichtigsten Schauen und kulturellen Umschlagplätzen Deutschlands, Europas und der Welt.
Legendär ist Frankfurts größte Hochschule, die Johann Wolfgang Goethe Universität, vor allem für die wegweisenden philosophischen Theorien der Frankfurter Schule, mit den Übervatern Adorno und Horkheimer. Doch auch in vielen anderen Bereichen ist Frankfurt eine Bildungsmetropole. Über 40.000 Studenten studieren an der Fachhochschule und an der Uni, Konservatorien und Kunsthochschulen ergänzen das optimale Bildungsprogramm der Stadt, das neben einigen wissenschaftlichen Institutionen wie einem Max Planck Institut beispielsweise auch die Deutsche Nationalbibliothek beherbergt. Nicht nur aus diesem Grund boomt der Immobilien-Markt in Frankfurt, weshalb ein zentrales WG Zimmer in Frankfurt gefragter denn je ist.
Frankfurt, gelegen mitten in Deutschland und Europa mag nicht gerade eine Weltstadt sein, dennoch ist Hessens Mainmetropole (übrigens nicht dessen Hauptstadt, das ist Wiesbaden!) ein beispielloses Miteinander von urbaner Moderne und historischer Tradition, von kalter Profitgier und umgänglicher Geselligkeit, von radikalem Kapitalismus und feingeistigem Humanismus. Ein stadtgewordenes Spannungsfeld eben.
Hier stellen wir weitere deutsche Studentenstädte vor:
München
Studentenstadt München
Münchenat den Ruf, die nördlichste Stadt Italiens zu sein: Mit seinen Prachtbauten, dazwischen berühmte Museen und Kirchen ist München eine Weltstadt mit Herz
Hamburg
Studentenstadt Hamburg
Hamburg hat mehr Brücken als Venedig und Amsterdam zusammen, gehört zu den Städten mit den meisten Konsulaten und Hamburg bezeichnet sich zurecht als deutsche Weltstadt.
Düsseldorf
Studentenstadt Düsseldorf
Gründe, um hier zu bleiben, gibt es viele. Düsseldorf hat die längste Theke die Welt, die teuerste Einkaufsstraße Deutschlands und Napoleon soll sie „mein kleines Paris“ genannt haben
Köln
Studentenstadt Köln
Nirgendswo in Deutschland sind die Einwohner stolzer auf ihre Stadt als in Köln. Köln gilt zu Recht als Partyhochburg Deutschlands. Sicher ein guter Grund dort zu studieren..

