„Viva Colonia!“ – Köln feiert sich selbst
In Köln fliegen Kamelle, wird Fernsehen gemacht und leidenschaftlich gern jenes Bier getrunken, dass in kleinen Gläschen serviert wird, das Kölsch – Köln ist keine Stadt für Schüchterne, hier feiert man sich und das Leben.
Noch kratzt Köln an der eine – Million – Einwohner – Grenze. Doch das hindert die rheinische Metropole nicht daran, sich trotzdem als Millionenstadt zu bezeichnen (dafür wurden gar die Zweitwohnsitzmeldungen miteinbezogen). Köln ist stolz auf sich und ihre Bewohner und die sind stolz auf sich und ihre Stadt. Wohl in kaum einem anderer Ort Deutschlands ist die Identifikation der Stadt und ihrer Bewohner so ausgeprägt wie hier. Nichts und niemand könnte einen echten Kölner davon überzeugen, dass es irgendwo auch nur annähernd so schön ist wie in Kölle. Und wenn bei Partys oder in den vielen vielen Kneipen früher oder später die Stadthymne „Viva Colonia“ erklingt, singen alle mit – ob jung oder alt, ob hier geboren oder zugezogen. Und das nicht nur zu Karneval, wenn sich Köln in eine Art hysterisches Sündenbabel rheinischen Frohsinns verwandelt – Karnevalshasser sollten erst gar nicht hierher ziehen, oder aber zwischen dem 11.11. und Aschermittwoch flüchten – oder aber sich der immer größer werdenden Gegenbewegung (Höhepunkt ist die mittlerweile deutschlandweit bekannte ‚Stunksitzung’) anschließen. Denn Köln ist alles andere als uniform, Köln ist vielfältig und bietet gerade auch verschiedensten Subkulturen gut gedüngten Nährboden. Köln gilt als toleranteste und liberalste Stadt der Bundesrepublik, nicht zuletzt auch wegen der umfangreichen Schwulen- und Lesbenszene, auf die Köln geradezu stolz ist. Kölsch ist eben nicht nur ein Dialekt oder ein Bier, sondern eine Einstellung: „Et küt wie et küt“ und „Et hätt noch immer jot jejange“ – rheinische Gelassenheit heißt jeden hier willkommen, ob schwul oder hetero, jung oder alt, deutsch oder anderer Herkunft (der Ausländeranteil der Stadt liegt bei 17,2 Prozent) – so lange er oder sie „Viva Colonia“ mitträllert.
Köln bedeutet: partymachen und Kunst genießen
Und Grund zu trällern gibt es nicht nur im Karneval. Köln ist ein wahres Paradies für Party- und Ausgehfreunde. Zahlreiche Kneipen, Cafés und Clubs bieten ein flächendeckendes Netz für die Kölner Spaßgesellschaft – die sich nicht nur am Wochenende sondern gleich tagtäglich feiert. Eine rege und gigantisch große und vielseitige Kulturszene tut ihr Übriges. Ob Comedy (Gloria Theater, E-Werk) oder Boulevard (Willy Millowitsch), ob Kleinkunst (zum Beispiel im Senftöpfchen) oder Hochkultur (Kölner Theater) – langweilig wird’s einem in dieser Stadt nie. Auch das Angebot an Museen und Galerien – von den großen staatlichen bis zu kleinen privaten – kann sich sehen lassen. Das weltberühmte Kunstmuseum Museum Ludwig lockt ebenso mit zeitgenössischen Meistern wie sich das Römisch – Germanische Museum mit der 2 000 Jahre alten Geschichte einer der historisch bedeutendsten Städten Europas auseinandersetzt. Wahrzeichen und besuchertechnisch Deutschlands Sehenswürdigkeit Nummer 1 ist der Kölner Dom – Weltkulturerbe, Meilenstein der Baugeschichte, beindruckendes Meisterwerk längst vergangener Zeiten. Doch Köln insgesamt ist architektonisch nicht gerade ein Kleinod. Fast die ganze Stadt fiel den Bomben des zweiten Weltkriegs zum Opfer, wieder aufgebaut hat man nur wenig und so versprüht in vielen Ecken Kölns leider geschmacklose Nachkriegsarchitektur den Charme der schmucklosen 50er Jahre.
Köln ist Medienstandort und Industriemetropole
Als Handelsumschlagplatz war Köln schon zu Zeiten der Römer eine wichtige Stadt und auch heute noch gilt die Rheinmetropole als wichtiger Wirtschaftsstandort zahlreicher Industriezweige von der Lebensmittelindustrie bis hin zur Automobilindustrie. Größter Arbeitgeber ist Ford mit rund 20 000 Angestellten. Große Versicherungen wie Gothaer, Gerling oder DEVK haben ebenso hier ihren Hauptsitz wie der Kosmetikriese Procter & Gamble. Als Medienmetropole ist Köln Deutschlands TV – Produzent Nummer Eins. RTL sitzt hier, der WDR oder NTV, die legendäre Lindenstraße oder die Harald Schmidt Show werden in Köln produziert. Und auch die Musik-Industrie fühlt sich wohl in Kölle: die Global Player und Major Labels Sony Music und EMI haben am Rhein ihre deutschen Stammhäuser.
Köln ist eine der attraktivsten Studentenstädte Deutschlands, rund 85 000 Studenten halten die Rheinmetropole jung. Elf staatliche und private Hochschulen bieten ein flächendeckendes Netz an Studienrichtungen. Nach Berlin und München ist Köln Deutschlands drittgrößter Bildungsstandort. Die Universität zu Köln gehört zu den ältesten Hochschulen der Republik, das reichhaltige Angebot reicht von den klassischen Studiengängen bis hin zu einer in Deutschland einzigartigen Sportausbildung (Deutsche Sporthochschule Köln) oder vielfältigen Kunststudienrichtungen (Hochschule für Musik oder Kunsthochschule für Medien). Aus diesem Grund boomt die Wohnungssuche in Köln und die Suche nach einem WG Zimmer in Köln kann sich unter Umständen als etwas schwierig erweisen. Auch im Bereich der Forschung hat Köln einiges zu bieten. Im Sektor Biotechnologie ist die Metropole führend in Deutschland, zahlreiche Institute und beispielsweise soziologische Forschungseinrichtungen leisten wegweisende Arbeit.
Colonia am Rhein – eine Stadt, in der man das Leben feiert und das Feiern lebt.
Hier stellen wir weitere deutsche Studentenstädte vor:
München
Studentenstadt München
Münchenat den Ruf, die nördlichste Stadt Italiens zu sein: Mit seinen Prachtbauten, dazwischen berühmte Museen und Kirchen ist München eine Weltstadt mit Herz
Essen
Studentenstadt Essen
Hamburg hat mehr Brücken als Venedig und Amsterdam zusammen, gehört zu den Städten mit den meisten Konsulaten und Hamburg bezeichnet sich zurecht als deutsche Weltstadt.
Düsseldorf
Studentenstadt Düsseldorf
Düsseldorf hat die längste Theke die Welt, die teuerste Einkaufsstraße Deutschlands und Napoleon soll sie „mein kleines Paris“ genannt haben – nun, ähnlich teuer ist die Rheinmetropole auf jeden Fall.Gründe, um hier zu bleiben, gibt es also viele.
Berlin
Studentenstadt Berlin
Berlin ist ein Lebensgefühl, eigentlich besteht es aus unzähligen Lebens- gefühlen, denn Berlin ist so individuell wie seine 3 Mio Einwohner. Für Individualisten wohl die erste Adresse