4. February 2012

Freiwilligendienst des Auswärtigen Amts

Auslandseinsatz für Studenten – vom Staat bezahlt

Im Rahmen von „kulturweit“ haben Studenten die Möglichkeit, einen 6 oder 12 Monate langen Aufenthalt in einem fremden Land zu verbringen. Kernidee des Programmes ist es, den Studenten wichtige Erfahrungen zu ermöglichen. So arbeiten die Teilnehmer bei einer Einrichtung oder einem Projekt mit, sollen unbedingt die Landessprache lernen, sprechen und üben und werden in einem mehrtägigen Kurs vor ihrer Reise intensiv auf den jeweiligen Einsatz vorbereitet.

Organisiert wird der Freiwilligendienst von der deutschen UNESCO-Kommission e.V. Das merkt man vor allem an der Auswahl der Einsatzstellen. Meistens sind das nämlich die Auslandsinstitute der Partnerorganisationen in der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik, wie es auf der Webseite von kulturweit beschrieben wird.

Für alle unentschlossenen gibt es einen Film und jede Menge Erfahrungsberichte von ehemaligen Teilnehmern zur Entscheidungshilfe.

Bewerben kann man sich für kulturweit immer nur sehr lange im Voraus. Wer seinen Freiwilligendienst im September 2012 antreten möchte, der muss sich im November 2011 bereits bei kulturweit bewerben. Der Einsatz wird übrigens mit ca. 300 Euro monatlich vergütet und alle Versicherungen für den freiwilligen Helfer werden ebenfalls übernommen.

Wir freuen uns über Eure Kommentare und Berichte zur Bewerbung und Teilnahme am Programm kulturweit. Weitere Informationen zum Thema Auslandpraktikum für Studenten gibt es hier auf Studenten-Welt.

Nordrhein-Westfalen lockt ausländische Studierende an

Nordrhein-Westfalen ist als Studienort bei ausländischen Studierenden beliebt. 39.800 Studierende, die ihre Hochschulreife im Ausland erworben haben, waren im Wintersemester 2009/2010 an den Hochschulen im Land eingeschrieben. „Hochschule ist Zukunft“ wirft einen genaueren Blick auf die Zahlen und zeigt beispielhaft, wie die Studierenden vor Ort integriert werden.

Im Wintersemester 2009/2010 studierten laut Zahlen des Statistischen Landesamts IT.NRW 39.800 sogenannte Bildungsausländer in Nordrhein-Westfalen – mehr als ein Fünftel aller in Deutschland studierenden Ausländer (180.222). Zehn Jahre zuvor lag die Zahl noch bei 27.800 Studierenden. Der Anteil an der Gesamtzahl der Studierenden stieg von 5,6 auf 7,9 Prozent. Besonders beliebt bei den Bildungsausländern: die Fächergruppen Ingenieurwissenschaften sowie Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.

Vielfältige Integrationsprojekte
Trotz steigender Zahlen fühlen sich viele Studierende aus dem Ausland in Deutschland allerdings mangelhaft integriert. Aktuellen Zahlen des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) zufolge klagen 39 Prozent über mangelnden Kontakt zu deutschen Mitstudierenden. 34 Prozent finden schwer Bekannte in der Bevölkerung außerhalb der Hochschulen. Um hier Abhilfe zu schaffen, starten viele Hochschulen in Nordrhein-Westfalen Projekte für eine bessere Integration. So beteiligen sich aktuell 14 Universitäten und Fachhochschulen aus Nordrhein-Westfalen an „PROFIN“, einem Programm zur Förderung der Integration ausländischer Studierender des DAAD. Die Hochschulen setzen dabei ganz unterschiedliche Schwerpunkte. Die Fachhochschule Köln beispielsweise macht die Gruppenarbeit über Kulturgrenzen hinweg mit dem Projekt „Interkulturelle Teamkompetenz“ zu einem Teil des studentischen Alltags. Hierzu kommen Studierende unterschiedlichster Herkunft in Workshops und bei Planspielen zusammen. Die TU Dortmund motiviert ausländische Studierende mit „INTUDO – Integration internationaler Studierender an der Technischen Universität Dortmund“ dazu, ihre eigenen Stärken einzubringen, indem sie etwa Übersetzungen und Sprachtrainings anbieten oder in Schulen über ihre Heimatländer berichten. Zudem integrieren „Internationale Fachschaften“ sie stärker in ihre Fakultäten. Einen anderen Ansatz wählt die Fachhochschule Südwestfalen. Dort leben internationale und deutsche Studierende im Rahmen von „PROFIN SYSTEMIC“ in einer Wohngemeinschaft zusammen.

Persönliche Kontakte knüpfen
Unabhängig vom Programm „PROFIN“ gibt es noch zahlreiche weitere Ansätze der nordrhein-westfälischen Hochschulen, Studierende aus dem Ausland verstärkt zu integrieren. So stellt das International Office der Universität Bielefeld internationalen Studierenden im Rahmen des Brother-Sister-Programms einheimische Mentorinnen und Mentoren als persönliche Ansprechpersonen bei Fragen zur Uni, zum Studium und zur Stadt zur Verfügung. Einen ähnlichen Weg geht das Akademische Auslandsamt der Universität Bonn mit ihrem Study-Buddy-Programm, das jedem ausländischen Studierenden einen deutschen Studierenden als Kontaktperson vermittelt.

Links:
Pressemitteilung des DAAD
http://www.daad.de/portrait/presse/pressemitteilungen/2010/15592.de.html

PROFIN-Programm
http://www.daad.de/hochschulen/betreuung/profin/09239.de.html

Brother-Sister-Programm
http://www.uni-bielefeld.de/Universitaet/Einrichtungen/Weitere%20Einrichtungen/IO/brother-sister/

Study-Buddy-Programm
http://www3.uni-bonn.de/studium/studium-in-bonn-fuer-internationale-studierende/betreuung-auslaendischer-studierender/study-buddy-programm

Pressemitteilung von IT.NRW
http://www.it.nrw.de/presse/pressemitteilungen/2010/pres_179_10.html

Masterstudium im Ausland

Immer mehr Bachelor-Studenten zieht es für ihr Master-Studium an eine andere Hochschule, gern auch außerhalb Deutschlands. Auslandspraktika oder -semester stehen nach wie vor sehr hoch im Kurs – bei Studenten wie auch bei Arbeitgebern. Warum also nicht gleich seinen Master im Ausland machen?

Die dank der Bologna-Reform eingeführte Trennung von Bachlor und Master ist für viele mit einem Hochschulwechsel verbunden. Immer mehr Studenten nutzen diese Gelegenheit für einen Auslandsaufenhalt, denn man kann den Master auch in einem anderen Land machen und sich so zusätzlich über einige Vorteile freuen.

Im Ausland sind Masterstudiengänge viel ausgereifter als in Deutschland. Während hierzulande noch viel ausprobiert und dementsprechend auch verändert wird, sind die Angebote im Ausland bereits vollständig ausgearbeitet. Darüber hinaus dauern viele Masterstudiengänge dort oft nur ein Jahr und die akademische Qualität der Hochschulen ist oft besser als in Deutschland.

Vielen Unternehmen sind Auslandsaufenthalte ihrer Nachwuchskräfte mittlerweile enorm wichtig, der Wettbewerb unter Studenten ist in dieser Hinsicht also recht groß. Mit einem ausländischen Master kann man oftmals punkten, besonders an einer renommierten internationalen Universität.

Doch solch ein Auslandsstudium ist im Vergleich zu Deutschland teuer. In Großbritannien kostet ein Master, je nach Programm, z.B. zwischen 3.000 und 20.000 Pfund (ca. 3.600 – 24.000 Euro). Da die vom Deutschen Akademischen Auslandsdienst DAAD vergebenen Stipendien begrenzt sind, sind die meisten Studenten auf Bildungskredite und Zuschüsse der Eltern angewiesen.

Wer also noch eine Auslandsaufenthalt zum Lebenslauf hinzufügen, gleichzeitig aber schnell ins Berufsleben starten möchte und vor der nötigen Finanzierung nicht zurück schreckt sollte sich über Mastestudiengänge in einem anderen Land informieren. Man wird sicherlich davon profitieren können – akademisch, beruflich und privat.


Erasmus-Auslandsförderung beliebter denn je

Auslandsaufenthalte werden für Studenten immer wichtiger. Das Bildungsprogramm Erasmus erfreut sich daher seit Jahren wachsender Beliebtheit. Durch das Programm haben Studierende die Möglichkeit, ein interessantes Auslandssemester oder Auslandspraktikum zu absolvieren und dabei finanziell unterstützt zu werden.

Erasmus fördert Auslansaufenthalte in den 27 EU-Staaten sowie in Island, Kroatien, Liechtenstein, Mazedonien, Norwegen und der Türkei. Die beliebtesten Zielländer im Studienjahr 2008/09 waren laut EU-Kommission Spanien (ca. 33.200 Studenten), Frankreich (ca. 24.600 Studenten) und Deutschland (ca. 22.000 Studenten).

Die Förderung beträgt durchschnittlich 272 Euro pro Monat für ein Studium und 432 Euro für ein Praktikum.

Die Beliebtheit des Programms unter Studenten steigt von Jahr zu Jahr: Im Semester 2008/09 haben insgesamt 198.600 Studenten an Erasmus teilgenommen – ein neuer Rekord. Den Grund dafür sieht die EU-Kommission in der Ausweitung der Subventionen. In diesem Jahr standen Erasmus knapp 12 Prozent mehr Geld zur Verfügung.

Die meisten Teilnehmer kamen aus Frankreich (ca. 28.300 Studenten) und Deutschland (ca. 27.900 Studenten). Dabei wurde Erasmus hauptsächlich als Studien-Förderung genutzt. Doch auch die Zahl der erst seit 2007 geförderten Auslandspraktika nahm zu. Knapp 30.400 Praktikanten gab es 2008/09, also doppelt so viele wie im Jahr zuvor.

Seit 1987 hat Erasmus bereits zwei Millionen junge Studenten Europas bei Auslandsaufenthalten unterstützt. Wer also auch Interesse an einem Semester oder Praktium im Ausland hat, sollte die Erasmus-Förderung unbedingt mit in seine Planung einbeziehen.

Weitere Artikel zum Thema Erasmus auf Studenten-Welt:

Auslandsstudium in Japan: Ungeahnte neue Möglichkeiten

Ein Auslandssemester ist heute nichts exotisches mehr. Ein Auslandssemester in Japan dagegen schon. Japans Unis zählen zu den besten der Welt, doch gerade einmal knapp 300 deutsche Studenten entscheiden sich jährlich für einen Auslandsaufenthalt dort. Viele haben Angst, an der japanischen Kultur oder der Sprache zu scheitern – doch das soll sich nun ändern.

Die japanische Regierung hat ein Programm zur Imageaufbesserung ihrer Hochschulen ins Leben gerufen: „Global 30″. In den kommenden Jahren sollen 30 namhafte Unis (u.a. Tokyo, Kyoto und Osaka) ihr Studienangebot internationalisieren. Mit mehr englischsprachigen Studiengängen und einer speziellen Betreuung ausländischer Studenten soll sich deren Anzahl verdreifachen. Zusätzlich wird es neue Stipendienangebote geben, um die ausländischen Studenten bei den hohen Studiengebühren zu unterstützen.

Japan erhofft sich durch diese Maßnahme den Fachkräftemangel auszugleichen der durch den Geburtenschund unter Akademikern entstanden ist. Durch das lukrative Studienangebot angelockt sollen ausländische Studenten die Vorzüge der japanischen Wirtschaft und Kultur kennenlernen, und optimalerweise auch nach dem Studium noch im Land bleiben.

Deutsche Studenten sollten sich bei der Wahl einer Hochschule für ihr Auslandsemester durchaus auch in Japan umschauen. Dank englischer Programme gibt es, zumindest an den Unis, kaum noch Sprachbarrieren und die Förderung ausländischer Studenten spricht für sich. Japanische Hochschulen haben weltweit einen sehr guten Ruf, wovon man in seiner späteren Karriere garantiert profitieren kann.

Auslandserfahrung bei der WM in Südafrika sammeln

Studentsgoabroad vermittelt Praktika und Jobs rund um das Fußball-Ergeignis des Jahres.

Wann, wenn nicht während des Studiums bietet sich die Möglichkeit ein fremdes Land über einen längeren Zeitraum kennen zu lernen? Viele Studenten nutzen das ERASMUS-Programm um Auslandserfahrung zu sammeln, aber es gibt auch andere Möglichkeiten. Ferne Kulturen und Sprachen lassen sich auch bei einem Studentenjob oder einem Praktikum gut kennenlernen.

In Südafrika findet dieses Jahr die Fußball-Weltmeisterschaft statt und die ganze Welt ist eingeladen, auch Studenten. Man muss kein großes Fußballinteresse an den Tag legen um die Chance zu nutzen Südafrika bei diesem Event kennen zu lernen. Da die Fachkräfte im Land nicht ausreichen, werden Studentenjobs im und um das Stadion Angeboten und auch Praktika lassen sich über Studentsgoaborad finden. Die Weltmeisterschaft könnte ein Startpunkt sein um mit Spaß in den Auslandaufenthalt zu starten. Denn der wertet den Lebenslauf für jeden Studenten auf.

Weitere Studentenjobs und Tipps rund um die Jobsuche findet Ihr hier

Erasmus – Dein Weg zum Auslandssemester

Barcelona Panorama

Vom Erasmus-Programm des DAAD (Deutscher Akademischer Auslandsdienst) hat jeder Student, der schon ein paar Semester auf dem Buckel hat, sicher schon einmal gehört.

Erasmus bringt Studenten für ein- oder mehrere Auslandssemester durch Universitäts-Kooperationen in alle Teile dieser Welt, an die entlegensten und die beliebtesten Universitäten aller Herren Länder.

Wer sich vorab über die Zielregion informieren möchte, kann sich zum Beispiel die Erfahrungsberichte ehemaliger Erasmus-Studenten ansehen. Übersichtlich nach Zielregion bzw. Universitäten geordnet kann man zum Beispiel auf der Homepage der Uni Augsburg über die Auslandserfahrungen der Kommilitonen informieren.

Hierzu bitte auf der Seite des Akademischen Auslandsamtes der Universität Augsburg etwas nach untern scrollen und die grobe Zielregion, bzw. den Kontinent auswählen. Dort findet der Erasmus-Interessierte Student dann Informationen aus erster Hand zum Beispiel über die Wohnungssuche auf Kreta oder die Schwierigkeiten bei der Wahl der richtigen Kreditkarte (gibt es denn auch Bankautomaten, bei denen ich kostenlos Geld abheben kann, oder bietet meine Bank zwar für alle Länder einen guten Service, außer in der Stadt in der ich mein Erasmus-Semester verbringen möchte?).

Mit diesem Informationsangebot über Erasmus-Erfahrungen können häufige Fehler vermieden werden und der reisende Student wird optimal auf die Herausforderungen eines Auslandssemesters vorbereitet.

Filmtipp zum Thema Erasmus: Barcelona für ein Jahr

Auslandssemester in London

London zählt zu den schönsten und interessantesten Metropolen der Welt. Auch viele deutsche Studenten haben das längst erkannt und verbringen dort gern ihre Auslandssemester. Die Stadt bietet neben der geringen Entfernung zur Heimat viele spannende Highlights und bekannte Kuriositäten, von den Sehenswürdigkeiten über den Linksverkehr bis hin zur englischen Küche.

Deutsche Studenten müssen zum Glück auch keine größeren Vorbereitungen für London treffen: Da Großbritannien EU-Mitglied ist, braucht man weder Visum noch Reisepass. Durch die gesetzlichen Krankenkassen ist man während eines Aufenthalts in EU-Staaten automatisch versichert, allerdings nur für eine Art Grundversorgung. Zusatzleistungen wie z.B. Zahnersatz oder Überführungen werden nur durch eine zusätzliche Auslandsversicherung übernommen.

Kathi steckt gerade mitten in ihrem Londoner Semester und dokumentiert alles Wissenswerte in ihrem Blog. Dort finden sich zahlreiche Infos über ihren neuen Alltag, die Uni und überwundene Herausforderungen wie z.B. die Wohnungssuche. Dank vieler zusätzlicher Fotos gewinnt man einen super Einblick in ihr neues Leben in und um London. Thanks, Kate!

Jeder, der auch über einen Aufenthalt in London nachdenkt, sollte sich den Blog einmal anschauen. Vielleicht erleichtert er ja dem ein oder anderen die Entscheidung für Großbritanniens Hauptstadt.

Weitere Auslands-Blogs: