4. February 2012

Bildungsstreik in Halle (Saale) beschlossen

Noch knapp zwei Wochen sind es jetzt bis zum Bundesweiten Bildungsstreik (15. bis 19. Juni).

Seit dem 26. Mai steht nun fest, dass sich auch die Studenten der Martin-Luther-Universität und der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein in Halle an der Saale an der Protestaktion beteiligen werden. Bei der Vollversammlung hat sich die Mehrheit der Studierenden für den großen Streik am 17. Juni ausgesprochen.

Der Streik wird begleitet von kleineren Aktionen. Geplant sind u.a. ein Protestcamp auf dem Uniplatz, „Hausbesuche“ von Politikern und ein Marsch, in dem die Bildung symbolisch „zu Grabe“ getragen wird.

Die Themen, die den Studenten aus Halle besonders auf der Seele brennen sind die Anerkennung von Auslandssemestern, die Akkreditierung der Studiengänge, mehr Geld für Bildung allgemein und ein besseres Verhältnis von Master- zu Bachelorstudienplätzen. Es ist den Studenten ein besonderes Anliegen sich mit den über fünfzig Schulen und Hochschulen, sowie den zahlreichen Initiativen Bundesweit zu solidarisieren.

Bekanntmachung und Details findet ihr in der Presseerklärung.

Bildungsstreik Stuttgart

Der Stuttgarter Arbeitskreis Bildung rührt kräftig die Werbetrommel. Am 10. Juni findet in der Uni eine Vollversammlung statt. Dort sollen möglichst viele Studenten ihre Stimme für den Bildungsstreik abgeben.

Leider ist die Aktion an den Universitäten noch nicht sehr bekannt. Der Stuttgarter Arbeitskreis hat aus diesem Grund einen Cocktailstand in der Nähe der großen Hörsäle aufgebaut. Wer einen „Resistenza Sunrise”, einen „Education Libre” oder einen „Piranha Bite” kauft, bekommt ein Flugblatt mit Informationen zum Bildungsstreik dazu.

Doch der Arbeitskreis Bildung begnügt sich nicht allein mit der Mobilmachung der Studenten. Während der Streiktage wird ein Alternativprogramm für Streikende Studenten angeboten. Kritische Vorträge zu den Themen Bildung und Bologna-Prozess geben. Hier ist Raum für Diskussionen über das Bachelor-Master System oder die Hochschulreform im Allgemeinen. Außerdem werden kostenlose Sprachkurse für Studenten angeboten.

Interessierte finden weitere Informationen unter www.akbildungstuttgart.de

Masterstudiengang „Economics“ ab Winter in Bayreuth

Zum Wintersemester 2009/10 startet in Bayreuth ein neuer volkswirtschaftlicher Studiengang. In vier Semestern werden sich Studierende Methoden der Volkswirtschaftslehre aneignen, und lernen wie man diese Methoden auf spezifische wirtschaftspolitische Probleme anwendet.

Das Ziel ist es, die Absolventen auf verantwortungsvolle Positionen in Unternehmen, Banken, Versicherungen, Forschungsinstituten, Kammern, Verbänden und internationalen Organisationen vorzubereiten. Alternativ kann der Masterabschluss auch als Grundlage für weitere Promotionsprogramme gelten, heißt es in der Pressemittelung der Uni Bayreuth.

 

Vom 17. August bis zum 15. Oktober können sich Interessierte in der Studentenkanzlei für den Masterstudiengang Economics einschreiben.

 

Weitere Informationen:

 

Professor Dr. Martin Leschke

Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät

95440 Bayreuth

Telefon: 0921 / 55-4321

E-Mail: VWL5@uni-bayreuth.de

Public Policy & Management ab Winter in Berlin und Paris

Mitte Mai haben die Freie Universität Berlin und die Ecole des Haute Etudes Commerciales de Paris einen Vertrag zur Einrichtung des neuen Studienganges „Public Policy & Management” unterzeichnet.

Der Deutsch-Französische Doppelmasterstudiengang startet bereits zum Wintersemester 2009. Auf der Homepage der FU Berlin heißt es, dass die beiden beteiligten Universitäten ihre Kompetenzen bei der Ausbildung von Managern und Politikwissenschaftlern bündeln wollen. Außerdem möchte man mit dem binationalen interdisziplinären Studiengang den Anforderungen eines globalisierten Arbeitsmarktes gerecht werden.

Weitere Informationen zum Studiengang:

Dr. Sabine von Oppeln, Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft


Telefon: 030 / 838-55016


E-Mail: oppeln@zedat.fu-berlin.de

 

Sowie unter: www.fu-berlin.de/frankreich

Bundesweiter Bildungsstreik

Fünf Tage lang werden sich im Juni Schüler und Studenten mit anderen sozialen Gruppen zusammen schließen und im Rahmen eines bundesweiten Bildungsstreiks auf unsere Probleme aufmerksam machen.
Die Forderungen der Studenten sind:
- Soziale Öffnung der Hochschulen
- Die Abschaffung des Bachelor/Master in der derzeitigen Form
- Demokratisierung des Bildungssystems
- Verbesserung der Lehr- und Lernbedingungen
Die Schüler haben eine eigene Liste aufgestellt, treten jedoch mit den Studenten gemeinsam auf. Alle Forderungen und Details können auf der Homepage des Bildungsstreik nachgelesen werden.
Unterstützt wird die Aktion von zahlreichen AstA und Fachschaften, einigen DGB-Verbänden, Ortsgruppen der LINKEN, der SPD und der Grünen und zahlreichen weiteren Organisationen und Gruppen.
Geplant sind Kundgebungen und Demonstrationen im Zeitraum vom 15. bis zum 19. Juni in vielen deutschen Städten. Die meisten Aktionen werden am 17. Juni stattfinden. An diesem Tag war es 1953 zum Arbeiteraufstand in der damaligen DDR gekommen.

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Studienanfänger in Hessen -Zahlen steigen

Die fünf Hessischen Universitäten Darmstadt, Frankfurt, Marburg und Kassel vermelden deutliche Anstiege bei den Einschreibungen für das Sommersemester 2009. Bis zu 30 Prozent mehr junge Menschen haben sich fristgerecht eingeschrieben.

Möglicher Grund für den Boom ist laut dem Sprecher der Uni Kassel, Bernt Armbruster, das attraktive Studienangebot. Wahrscheinlicher ist aber, dass die Studenten aus anderen Bundesländern nach Hessen kommen, da dort die Studiengebühren wieder abgeschafft wurden. So ist es auch zu erklären, dass die Zahlen sogar über denen vom letzten Gebührenfreien Semester 2007 liegen, wie der Frankfurter Uni-Sprecher Kaltenborn bemerkt.

Möglicherweise ist aber auch die Wirtschaftskrise nicht ganz unschuldig an den hohen Studentenzahlen. Der Gedanke möglichst erst nach der Krise, gut ausgebildet, die Uni zu verlassen scheint sehr verlockend. So könnte es sein dass sich mehr junge Menschen zu einem Studium entschlossen haben.

Konjunkturpaket erfreut die Köche in Freiburg

Die Mensa der Dualen Hochschule in Lörrach ist für Studenten ansprechend gestaltet. Es gibt viel Platz zum Essen, tratschen und um sich zu treffen. Doch so angenehm die Situation für die Studierenden ist, so unangenehm ist sie für das Küchenpersonal. Es gibt viel zu wenig Platz um die Gerichte vorzubereiten. Das Essen wird daher momentan von einem Lieferanten geliefert und durch die Mensa nur bereit gestellt. Darunter leidet die Qualität der Speisen.

Das Konjunkturpaket der Bundesregierung soll nun Abhilfe schaffen. Etwa 1,3 Millionen Euro bekommt die Hochschule für den Umbau der Mensa. Birgit Simon, Verwaltungsdirektorin der Dualen Hochschule: “Es wird zusätzliche Räume geben, um das Essen vorzubereiten. Auch die Ausgabe-Situation soll verbessert werden.” Derzeit werden zwar nur etwa 50 Mahlzeiten pro Tag ausgegeben, aber man erhofft sich mit besserer Qualität auch mehr Studenten anlocken zu können.

private Studienanbieter

Steigende Studentenzahlen, überfüllte Vorlesungen und die Einführung der Studiengebühren an Universitäten und Fachhochschulen lässt immer mehr Schulabgänger darüber nachdenken, ihr Studium an einer der vielen privaten Bildungseinrichtungen zu beginnen. Denn in einer Zeit in der Bildung immer teurer wird und auch die Lebenshaltungskosten steigen, ist die Studienwahl immer öfter auch unter finanziellen Gesichtspunkten zu betrachten. Und da gibt es auch Alternativen zum klassischen Studium an einer Universität oder Fachhochschule.

Diese privaten Anbieter sind in der Regel mit einer Studiengebühr verbunden, welche Monats-, Quartals-, oder Semesterweise bezahlt werden müssen. Die Kosten dafür übersteigen meist die eines „herkömmlichen“ Studiums. Allerdings ist es bei vielen der privaten Studienanbietern möglich, das Studium in einer vergleichsweise kurzen Zeit zu vollenden. Auf diese Weise soll der Berufsstart, und damit das erste Gehalt, vorgezogen werden.

Anbieter solcher Studiengänge wie zum Beispiel das Euro Business College (EBC) in Dresden werben also damit, dass sie, aufgrund des früheren Einstiegs in den Beruf, unterm Strich auch finanziell eine Alternative darstellen. Im Idealfall ist somit allerdings lediglich die Studienauswahl ein Stückchen breiter gefächert, denn trotz der durchaus wichtigen finanziellen Überlegungen sollte die Qualität des potentiellen Studienganges für Studienstarter im Vordergrund stehen.

Uni Frankfurt exmatrikuliert im großen Stil

Um bei der Vergabe der Studienplätze größere Planungssicherheit zu bekommen, hat die Universitätsleitung der Uni Frankfurt die Rückmeldefrist für das Sommerstemester 2009 deutlich vorverlegt. Etwa 700 Studenten haben sich nicht fristgerecht zum neuen Termin zurück gemeldet und wurden aus diesem Grund exmatrikuliert. Den großen Aufruhr unter den Studenten kann man in der Universitätsleitung nicht verstehen. Offenbar ist man dort der Meinung seiner Bringschuld einwandfrei nachgekommen zu sein. Mit persönlichen Briefen und Plakaten auf dem Campus wurde auf die Terminänderung aufmerksam gemacht. Universitätssprecher Olaf Kaltenborn argumentiert lieber mit der Holschuld der Studenten und ist der Meinung, dass da „einige Ihrer Pflicht nicht nachgekommen” sind.

Für die etwa 700 Betroffenen Studenten fordert der AStA eine unbürokratische Verlängerung der Frist, zumal die Briefe anscheinend nicht alle angekommen sind. Die Universität will sich aber lediglich dazu durchringen bei den Widersprüchen der Studenten „kulant zu reagieren”. Die Widersprüche müssen schriftlich bei der Universität vorliegen, die Studiengebühren müssen bereits überwiesen sein und es muss eine triftige Begründung für die Versäumnis dargelegt werden.

Die Studenten leiden aber nicht nur unter dem Formularwust, der nun auf sie zukommt. Der AstA der Uni Frankfurt betont, dass für viele auch das BaföG und der Platz im Studentenwohnheim auf dem Spiel steht.

Ein iPhone für jeden Studi zu Semesterbeginn!

Was wie Zukunftsmusik klingt, könnte für Studis der Uni Köln bald Realität werden. Grundlage dieser Idee ist das Vorbild der Abilene Christian University in Texas, die mit dieser Strategie den Andrang der Studis im die W-Lan Hotspots minimieren und aus diesem Grunde bekommt ein jeder Ersti entweder ein iPhone oder iPod. Diese Idee fand Professor Breges von der Fakultät Physik und Didaktik so innovativ, dass er sie nun auch an seiner Uni verwirklichen möchte. Er ist überzeugt, dass das iPhone das universitäre Medium der Zukunft sei, da Studenten  so Podcasts, eBooks ganz selbstverständlich für ihre Studien nutzen und diese auch in diese intergrieren könnten. Zudem ersetze es den Laptop an der Uni, das es seine Funktionen wie z.B. die eines Organizers, Wörterbuchs, Taschenrechners etc. Beinhaltet und zudem natürlich auch das Handy integriert ist. Auch für Dozenten sei dieses Gadget zukunftsweisend, da es eine Art „mobiler Lehrraum“ werden könne und das verteilen von Lehrmaterialien sei mit dem iPhone gar kein Problem mehr. Er geht sogar so weit das iPhone als Ansatz einer Lösung der überfüllten Hörsäle zu bezeichnen. Die Ausgaben so meint er könnten durchaus mit den eingeführten Studiengebühren bestritten werden und so jedem Studi ein iPhone inklusive Flatrate zur Verfügung gestellt werden. Ein interessanter Gedanke, der meiner Meinung nach tatsächlich beträchtliches Potential hat. Bleibt abzuwarten, wie diese Idee beim Rest der akademischen Welt angenommen wird.